Archiv des Monats Januar 2014

30 Jahre Privatfernsehen, 20 Jahre FSF

Als erster Privatsender startete SAT.1 am 1. Januar 1984 im Rahmen des Ludwigshafener Kabelpilotprojekts sein Programm, damals noch unter dem Namen „Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk“ (PKS). Einen Tag später ging RTL plus auf Sendung. 1987 trat der erste Rundfunkstaatsvertrag in Kraft, der die ersten Jugendschutzbestimmungen enthielt. Sie wurden auf Drängen der Obersten Landesjugendbehörden in das Gesetz aufgenommen und bestanden vor allem darin, Filme mit einer FSK-Freigabe „ab 16 Jahren“ bzw. „keine Jugendfreigabe“ an TV-Sendezeitbeschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr bzw. zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr zu knüpfen. Programme ohne FSK-Freigabe mussten vom Veranstalter selbst analog zu den Kriterien der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) eingeschätzt werden. Weiterlesen

29. Januar 2014 von Joachim von Gottberg
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Wertevermittlung durch Fernsehen

Zwar finden in Medien- und Kommunikationswissenschaften weiterhin engagierte Debatten darüber statt, auf welche Weise Medien „wirken“ (oder ob nicht besser der Begriff „Nutzung“ an die Stelle des Begriffs „Wirkung“ treten sollte), unbestritten ist jedoch, dass dabei Werte eine zentrale Rolle spielen. Wenn man sich den Umgang mit Medienangeboten als das Hantieren mit einem großen Paket vorstellt, ist in diesem großen Paket fast immer ein kleineres Päckchen enthalten, auf dem „Werte“ steht.
Um beim Medium Fernsehen zu bleiben, gibt es relativ wenige Sendungen, bei denen „Werte“ – im umgangssprachlichen Sinn – keine Rolle spielen. Weiterlesen

27. Januar 2014 von Gerd Hallenberger
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Neu: TV Diskurs 1/2014 Bildung. Lernen in der Mediengesellschaft

In wenigen Tagen erscheint das neue Heft der tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien. Heute gibt es schon einmal einen Einblick in die verschiedenen Themen. In dieser Ausgabe wird das zentrale Thema Bildung in den Fokus gerückt und was die Medien mit Bildung zu tun haben. In den Titelthemen geht es um die Veränderung des Bildungsbegriffs und die damit einhergehenden zukünftigen Anforderungen an die Medienpädagogik; um die Idee von einem Bildungssystem, das den Rahmenbedingungen einer digitalen Gesellschaft Rechnung trägt und die Frage, ob digitale Spiele dem Lernen dienen. Gibt es Unterhaltungsmedien mit Informationswert? tv diskurs geht all diesen Fragen nach. Außerdem: Wie alles begann? 30 Jahre Privatfernsehen – darauf und auch auf das damit in Zusammenhang stehende Gründungsdatum der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen, das dieses Jahr ebenfalls 20. Jubiläum feiert, geht Joachim von Gottberg im Editorial ein. Claudia Mikat berichtet über das finnische Kennzeichnungssystem. Und es gibt eine neue Artikelserie über amerikanische Serien und ihre Gewaltdarstelungen und Moraltransfers an das Publikum. Zusätzlich enthält das aktuelle Heft natürlich das Medienlexikon, die Felsmann-Kolumne, Veranstaltungsberichte und vieles mehr. Weiterlesen

23. Januar 2014 von tv diskurs
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„Man empfindet da wirklich mit und hat da wirklich Spaß dran, so drüber zu reden“

Sendungen wie Familien im Brennpunkt, X-Diaries oder Pures Leben – Mitten in Deutschland stehen seit ihrem Erscheinen im deutschen Fernsehprogramm in der Kritik: Vor allem junge Zuschauer würden die im Dokumentationsstil inszenierten Sendungen für real halten und dabei ein verzerrtes Bild von der Lebenswirklichkeit vermittelt bekommen. Die FSF hat sich Formate dieses als Scripted Reality bekannten Genres genauer angesehen.

Um zu erfahren, warum sich junge Zuschauer diese Sendungen ansehen, ob sie den fiktionalen Charakter erkennen und ob ihr Normalitätskonzept durch scheinbar abgefilmte Realität stärker beeinflusst wird als durch fiktionale Programme wurden qualitative Interviews mit Jugendlichen durchgeführt. Ein weiterer Themenschwerpunkt in den Interviews: Anschlusskommunikation – diesem Teilbereich der Studie Scripted Reality auf dem Prüfstand
Teil 2: Berlin – Tag & Nacht aus der Sicht junger Fans. Eine qualitative Befragung
ist der heutige Blogbeitrag gewidmet. Ausgangspunkt in den Gesprächen war die bei jungen Zuschauern sehr beliebte Scripted-Reality-Serie Berlin – Tag & Nacht. Weiterlesen

22. Januar 2014 von Jenny F. Schneider
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The Blacklist: eigenwillige Spannung?

Erzählt wird hier ein klassischer US-amerikanischer Agentenplot: Der ehemalige Spitzenagent und jetzige Schwerverbrecher Raymond „Red“ Reddington läuft plötzlich zum FBI über und will mit seinem Wissen über das organisierte Verbrechen – die sogenannte „Blacklist“ – Straffreiheit für sich bewirken. Seine Bedingung für die Zusammenarbeit ist, mit einer bestimmten Agentin zusammenzuarbeiten, welche möglicherweise seine leibliche Tochter ist.
Ab heute, 21. Januar 2014, 20.15 Uhr läuft die neue US-amerikanische Krimiserie The Blacklist in der deutschen Free-TV-Premiere auf RTL an.
Die FSF hatte die Serie in der Programmprüfung und gab die ersten drei Episoden in einer senderseitig gekürzten Fassung für das Hauptabendprogramm ab 12 Jahren frei. Weiterlesen

21. Januar 2014 von Mareike Müller
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Fundstücke

Sosehr ich die neuen US-amerikanischen Serien liebe, so ist es dennoch augenfällig, dass Frauen darin ausgesprochen unterrepräsentiert sind. Eines der Bücher über das Phänomen heißt nicht umsonst Difficukt Men. Phillip Maciak fragte sich in der Besprechung dieses und eines weiteren Buches in der Los Angeles Review of Books, was wohl passiert wäre, wenn es damals nicht The Sopranos (1999), sondern eine Serie mit einer weiblichen Hauptfigur geworden wäre, die diese Entwicklung losgetreten hätte. Das ist natürlich eigentlich müßig. Und die Autoren könnten auch nichts dafür, dass diese Revolution vorrangig eine männliche war, schreibt Maciak. Doch ich habe in letzter Zeit einige Serien gesehen, die anders waren. Ein Beispiel: Durch die Gänge einer Burg schreiten drei entschlossene Ritter aufeinander zu. Man meint, jeden Moment erhebe sich ein Schwert. An der Kreuzung der Gänge angekommen, fangen sie an, ihre Rüstungen abzulegen, ein Stück nach dem anderen landet auf dem Boden. Darunter kommen drei Frauengestalten hervor: The White Queen, The Red Queen and The Kingmaker’s Daughter. So nämlich die Titel der drei Romane, auf denen die BBC-Serie The White Queen (2013) basiert. Weiterlesen

20. Januar 2014 von Katja Dallmann
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In einer gemeinsamen Reaktion auf eine Initiative der EU CEO-Coalition haben der BBFC und NICAM ein Tool für User-generierten Inhalt (User-Generated Content = UGC) auf verschiedenen Gebieten und Plattformen entwickelt. Das neue Tool soll den Sorgeberechtigten für Kinder die Informationsbasis liefern, die sie für Entscheidungen in Bezug auf nicht professionelle Onlineinhalte benötigen. Indem man einen einzigen, einfach und frei auszufüllenden Fragebogen erstellt, erzeugt das Tool sofort eine Alterseinstufung und eine inhaltliche Beratung. Die Klassifizierungen werden von Land zu Land verschieden ausfallen, je nach nationalen Sensibilitäten und inhaltlichen Bedenken. Weiterlesen

17. Januar 2014 von Wim Bekkers
Kategorien: Jugendmedienschutz Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

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