Archiv des Monats Juli 2014

FSF: 20 Jahre effektiver Jugendschutz

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) feiert ihren 20. Geburtstag. Darauf können alle Beteiligten – Geschäftsführer, das gesamte FSF-Team, das Kuratorium, die Prüfer, aber auch die Mitgliedsunternehmen – stolz sein. Die beiden Jahrzehnte waren und sind durch eine atemberaubende Entwicklung von Technik und Angeboten im Bereich der elektronischen Medien bestimmt. Dies war und ist eine große Herausforderung. Zusätzlich musste sich die FSF besonders in ihren Anfangsjahren immer wieder auch mit fehlender Unterstützung von Aufsicht und Länderbehörden auseinandersetzen. Selbstkontrolle und Aufsicht wurden nicht als sinnvolles Miteinander verstanden, sondern vor allem als Konkurrenz. Dieses Jubiläum möchte ich zum Anlass nehmen, daran zu erinnern, was wir gemeinsam in den zwei Jahrzehnten erreicht haben. Auch daraus werden wir Kraft und Zuversicht schöpfen können, um gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu meistern. Weiterlesen

31. Juli 2014 von Dieter Czaja
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Serien-Identitätskrise

Die Emmy-Nominierungen sind raus. Und es herrscht Kategorienchaos. Ein Problem, das der Kritiker Alan Sepinwall als Vorgang umreißt, wenn eine Serie wie Shameless von der Dramakategorie ins Komödienfach wechseln kann, nachdem sie die düsterste Staffel überhaupt abgeliefert hat. Wenn True Detective als Dramaserie angesehen wird, während American Horror Story eine Miniserie ist, obwohl beide Shows dieselbe Struktur haben. Und wenn die vierte Staffel von Treme als Miniserie gehandelt wird, weil davon nicht genug Folgen produziert wurden, um irgendwo sonst eingereicht zu werden. Weiterlesen

30. Juli 2014 von Katja Dallmann
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Neu: TV Diskurs 3/2014 20 Jahre FSF. Resümee und Ausblick

In wenigen Tagen erscheint das neue Heft der tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien. Hier gibt es schon einmal einen auszughaften Einblick in die verschiedenen Themen der neuen Ausgabe. Im Titel dreht sich in dieser Ausgabe alles um den runden Geburtstag der FSF – den wir gebührend am 24. Juni in Berlin feierten.

Im April 1994 nahm die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ihre Arbeit auf. Vorausgegangen war eine lautstark geführte Debatte über explizite Darstellungen von Gewalt oder sexueller Stimulanz. Die eigens gegründete Privatinitiative Verbrauchervereinigung Medien, deren Vorsitzender Edgar Weiler für seinen Kampf gegen TV-Gewalt 1997 das Bundesverdienstkreuz erhielt, brachte 1998 sogar eine Versicherung dazu, ihre Werbefigur „Herrn Kaiser“ nicht mehr im Umfeld des Sexmagazins Liebe Sünde zu platzieren. Aber auch aus der Wissenschaft gab es Warnsignale. Die Zunahme an Gewaltdarstellungen würde zu einer Kultivierung von Gewalt vor allem bei Jugendlichen führen. Weiterlesen

28. Juli 2014 von tv diskurs
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Pressespiegel 20 Jahre FSF

Das 20-jährige Bestehen der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) wurde vielfach genutzt, um über den Jugendschutz in den Medien nachzudenken. Bei der Jubiläumsfeier am 24. Juni in Berlin wurde sowohl rückblickend das bisher Geleistete gewürdigt als auch auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen eingegangen. Diverse Medien nahmen den Geburtstag als Anlass, um über die Arbeit der FSF zu berichten. Auf unserer Webseite bieten wir alle Beiträge sowie einige Fotos von der Feier und laden herzlich ein, die Dokumentation zu nutzen. Weiterlesen

25. Juli 2014 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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Auf dem Weg in die Welt

Ganz Europa wird von amerikanischen Serien beherrscht, aber ein kleines Land im Norden leistet Widerstand. Mit seinen gerade einmal 5,7 Millionen Einwohnern trotzt Dänemark der Übermacht Hollywoods. Serien wie Borgen – Gefährliche Seilschaften, Die Brücke – Transit in den Tod und Kommissarin Lund – Das Verbrechen traten einen internationalen Siegeszug an. Selbst die Amerikaner wurden auf den Trend aus dem Norden aufmerksam und adaptierten die Serien für ihren eigenen Fernsehmarkt, wo sie The Killing und The Bridge heißen. Die neuen Serien aus Dänemark, aber auch aus Schweden treffen auf einen vorbereiteten internationalen Markt. Denn Krimiliteratur aus Skandinavien ist nicht erst seit dem Welterfolg von Stieg Larssons „Millennium-Trilogie“ sehr beliebt. Für diese spezielle Mischung aus teilweise ausufernder Gewalt, psychologischer Darstellung von Tätern, Opfern und Ermittlern sowie den Eigenheiten der skandinavischen Landschaft und dem skandinavischen Klima wurde das Label „Nordic Noir“ geprägt. Weiterlesen

24. Juli 2014 von Lothar Mikos
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Die Abkehr von der Leidenschaft

Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, dass eine alle Lebensbereiche erfassende Erlebnisindustrie sich um unsere Emotionen kümmert. Das hat aber selten etwas mit der Innerlichkeit von authentischen Gefühlen zu tun, es richtet sich allein auf die Oberfläche und dabei im Speziellen auf unsere Körper. Idealisierte Vorbilder werden geschaffen und für die zelebrierte Künstlichkeit fürstlich bezahlt. Gisele Bündchen oder Daria Werbowy als Models oder Jennifer Lopez und Lady Gaga im Showgeschäft geben in einem vordergründig sexualisierten Kontext den Maßstab vor. In allen möglichen medialen Formaten werden diese Leitfiguren auf jeglicher Niveaustufe imitiert. Der Hessische Rundfunk ließ erst seine Tatort-Kommissarin Nina Kunzendorf mit Strassgürtel, Cowboystiefeln und tiefem Dekolleté im pinkfarbenen engen T-Shirt als Verschnitt der Comicfigur Lara Croft vor das geneigte Publikum treten. Aus Kunstfiguren werden Leitbilder und alle Welt sucht ihnen nachzueifern. Weiterlesen

23. Juli 2014 von Klaus-Dieter Felsmann
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Die Ruhe weg

In Norwegen sehen sie dem Gras beim wachsen zu. Naja, nicht ganz. Aber sie sehen im Fernsehen Booten und Bahnen beim Fahren, Leuten beim Stricken und Holz beim Verbrennen zu. Da wäre das Gras nur der nächste logische Schritt. Vielleicht würde auch das dieselben unglaublichen Einschaltqouten bringen wie die Boote und Bahnen. Und das Holz. Denn die sind bei Weitem kein Witz. Langsames Fernsehen – „Slow TV“ – nennt sich dieser Trend, über den inzwischen in der gesamten Weltpresse berichtet wird. Losgetreten hat ihn der norwegische Staatssender NRK 2. Als 2009 die landschaftlich spektakuläre Traditions-Bahntrasse Bergen-Oslo 100 Jahre alt wurde, hatte der Produzent Rune Møkleburst die Idee, die gut sieben Stunden dauernde Fahrt live zu übertragen. Komplett. Jede abgefahrene Minute. Weiterlesen

22. Juli 2014 von Katja Dallmann
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