Archiv des Monats August 2014

FSF-geprüft: Ein Fernsehvormittag über das (Über-) Leben

Der Anteil an nicht fiktionalen Programmen steigt in der FSF-Prüfung stetig an, weshalb wir auch im Blog gut daran tun, immer wieder und immer mehr auf die FSF-geprüften Dokumentationen, Reportagen und Realityserien hinzuweisen, wie jüngst zu Appalachain Outlaw, Hass auf der Haut, Höllische Diäten, Teuflische Schwestern, My Big Fat Gypsy Wedding u.v.m.
Heute jedoch soll nicht ein Realityformat vorgestellt werden, sondern die jugendmedienschutzrelevanten Besonderheiten des Vormittagsprogramm eines Senders, der sich auf Real-Life-Unterhaltung spezialisiert hat:
The Biography Channel, kurz bio. Anders als TLC oder DMAX orientiert sich der Sender bio in seiner Programmwahl nicht an den vermeintlichen Bedürfnissen des weiblichen oder männlichen Geschlechts, sondern setzt den Fokus auf ein bestimmtes Sujet: Biografien – also Geschichten, die das Leben zeichnen. Weiterlesen

15. August 2014 von Mareike Müller
Kategorien: Neues aus der Programmprüfung Schlagwörter: , , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

„Wer den Ginseng kontrolliert, kontrolliert die Berge“

In den tiefen, grünen Wäldern der Appalachen, einer Bergregion im Osten Nordamerikas, wächst eine jahrtausendalte Heilpflanze, die vor allem in der chinesischen und koreanischen Medizin eine große Verwendung findet. Es ist die Ginsengwurzel. Zu ihren ehrenhaften Wirkungen zählen die Stärkung des Immunsystems und die Verbesserung der Gedächtnisleistung sowie des Lernvermögens. Der Sender History greift den Kampf um diese wertvolle Heilpflanze auf und zeigt ab 14. August 2014, um 21.05 Uhr, die neue US-amerikanische Dokuserie Appalachian Outlaws – Im Ginsengrausch in deutscher Erstausstrahlung. Die FSF prüfte die Sendung vorab und gab sie für Zuschauer ab 12 Jahren im Tagesprogramm frei. Weiterlesen

14. August 2014 von Stefanie Kummer
Kategorien: Neues aus der Programmprüfung Schlagwörter: , , 1 Kommentar

Das Social Web in der Hosentasche: Chancen und Risiken mobiler Dienste des Social Web und die Herausforderungen für die Medienpädagogik

Der medius ist ein Preis, der wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum würdigt, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, der Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen. Er wird jährlich von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), dem Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und der Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) im Rahmen einer Medienfachtagung verliehen. Juliane Otto wurde bei der medius-Preisverleihung 2014 für ihre Arbeit zum Thema Das Social Web in der Hosentasche lobend erwähnt und stellt sich heute einige Fragen, die wir zu dieser hatten.
Weiterlesen

13. August 2014 von Juliane Otto
Kategorien: Medienpädagogik, medius Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Die Moral eines geheimen Krieges. Homeland – der Blick in eine paranoide Gesellschaft

Fortsetzung der Reihe Moral in Serien. Heute folgt der zweite Teil des Vergleichs der Serien 24 und Homeland im Artikel Die Moral eines geheimen Krieges. Die gebrochene Persönlichkeit hat 24-Hauptfigur Jack Bauer durchaus gemeinsam mit der CIA-Agentin Carrie Mathison, eine der Hauptfiguren der von Fox 21 für den Sender Showtime produzierten Dramaserie Homeland. Wie schon der Vorspann der Serie verrät, kämpft Carrie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegen den islamistischen Terror. Seinerzeit versagt zu haben, geht ihr nach. Sie hat im geheimen Krieg des Terrors seelischen Schaden genommen, ist traumatisiert, hat eine bipolare Störung ihrer Persönlichkeit entwickelt. Sie schluckt Pillen gegen ihre manisch-depressiven Gemütszustände. Gegenüber ihrem Vorgesetzten bei der CIA, David Estes, und auch gegenüber ihrem Mentor und Vertrauten, dem CIA-Sicherheitsexperten Saul Berenson, verschweigt sie ihre Krankheit. Ihnen erscheint Carrie als merkwürdig und sonderbar – besonders, als sie mit einer ganz besonderen Verschwörungstheorie daherkommt … Weiterlesen

12. August 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Die Moral eines geheimen Krieges. Zeit ist Action

Fortsetzung der Reihe Moral in Serien. In den kommenden zwei Tagen mit dem Vergleich der Serien 24 und Homeland. Beide US-Serien, die den „Krieg gegen den internationalen Terrorismus“, den die USA seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 verstärkt besonders gegen extremistische Islamisten führen, zum Hintergrund ihrer fiktiven Geschichten wählen. Bei aller Unterschiedlichkeit in Genre und Erzählweise spiegeln doch beide Serien wie kaum andere recht unmittelbar das politische Klima der Gesellschaft und die Veränderungen moralischer Werte unter Kriegsbedingungen in der Bush-Ära und der Obama-Zeit wider. Der Vergleich* beider Serien legt den Fokus auf die jeweiligen Hauptfiguren und das ethisch-moralische Koordinatensystem ihres Handelns. Weiterlesen

11. August 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

Die Utopie einer neuen (Fernseh-) Welt

15 Menschen essen, schlafen, wohnen gemeinsam auf einem abgesteckten Gelände und werden dabei rund um die Uhr von Fernsehkameras gefilmt. In regelmäßigen Abständen wird ein Kandidat herausgewählt, ein neuer kommt hinzu. Anfang des Jahres startete in den Niederlanden das Reality-Format Utopia. Die Anordnung klingt zunächst so neu nicht. Doch was Utopia besonders macht, sind zwei Dinge: Erstens werden die Kandidaten in Ruhe gelassen. Heißt, sie sollen „richtig leben“ und werden nicht durch Spiele, Aktionen oder Interviews in einem ständigen künstlich-medialen Zustand gehalten. Angeblich gibt es keinerlei Eingriffe vonseiten der Produktion, denn die Kandidaten sollen vor allem zusammenarbeiten und nicht, wie noch beim Reality-Urformat Big Brother, gegeneinander. Und zweitens ist die Länge des Formats ungewöhnlich: Utopia ist auf die Dauer von einem ganzen Jahr angelegt … Weiterlesen

08. August 2014 von Hendrik Efert
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Hass auf der Haut – kein Tabula rasa, sondern ein Prozess

H A T E steht auf den Fingerknochen seiner rechten Hand. Ein Pfeil – eine nordische Rune – flankiert sein rechtes Auge und versinnbildlicht in der Auslegung der White-Power-Ideologie die kriegerische Bereitschaft für die eigene Rasse zu töten. Auf der Innenseite seiner Elle – ein SS-Zeichen. Zahlreiche andere rassistische und gewaltstilisierende Symbole sowie Namen von Skinhead-Organisationen zeichnen seinen gesamten Oberkörper – selbst sein Gesicht. In deutscher Free-TV-Premiere zeigt N24 am 7. August Hass auf der Haut. Die FSF hat die Dokumentation geprüft und für Zuschauer ab 12 Jahren freigegeben. Weiterlesen

07. August 2014 von Mareike Müller
Kategorien: Neues aus der Programmprüfung Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

← Ältere Artikel

Neuere Artikel →