Archiv des Monats Juni 2015

Toleranz im Vergleich der Kulturen

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Sehnsüchte, die Ordnung der Welt zu verstehen, die Stellung des Menschen in ihr zu ergründen und immerwährend Welten zu erschließen. Geachtet, geschätzt und gewürdigt zu werden, sind auch alte Sehnsüchte des Menschen. Ein Glied, das diese Sehnsüchte miteinander verbindet, ist die Toleranz. Was kann sie bewirken und was kann sie verhindern? Worin liegt ihre Denk-Notwendigkeit?
Diese Frage verbindet uns mit einem weiten Feld, mit dem interkulturellen Diskurs der Toleranz. Toleranz spricht verschiedene Sprachen, kennt unterschiedliche Charaktere und ist mit unterschiedlichen Geschichten verbunden; Geschichten, die sich im Vergleich der Kulturen nicht nur überlappen, sondern auch Differenzen aufweisen. Toleranz ist kein Selbstzweck, sondern immer Mittel zum Zweck. Sie ist auch keine Rechenaufgabe, die nach einem bestimmten Verfahren zu lösen wäre, sondern ein Instrument, um Dialog und Verständigung zu erlangen. Weiterlesen

29. Juni 2015 von tv diskurs
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Stefan Raab hat fertig

Stefan Raab war noch nie ein Freund der leisen Töne. Seinen Abschied vom Fernsehen gab er ausgerechnet am Abend des 17. Juni bekannt: ein Aufstand im Namen des Fernsehvolkes – oder gegen das Fernsehen? War ihm das Fernsehen langweilig geworden, weil es außer seinen eigenen Produktionen – von TV total über Schlag den Raab bis zu einer unüberschaubaren Menge an Spin-offs (Wok-WM, PokerStars, Bundesvision Song Contest u.v.m.) kaum noch etwas Aufregendes gibt? Die wirklichen Gründe sind bisher nicht bekannt, aber sie sind auch nicht weiter wichtig. Denn: Stefan Raab war ein Unikum, ist ein Unikum und wird auch in Zukunft ein Unikum bleiben. Weiterlesen

25. Juni 2015 von Gerd Hallenberger
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SOMMERFORUM 2015 über die hohe Kunst des Abschaltens

Nur nach Essen, Trinken und Schlafen lechzen Menschen mehr. Gleich auf Rang vier der Gelüste-Liste rangiert die Mediennutzung – weit vor „klassischen Süchten“ wie Tabak oder Alkohol, von Sex ganz zu schweigen. Mit diesen Studienergebnissen des Psychologen Wilhelm Hofmann unterstrich Anka Heinze, stellvertretende Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), die Relevanz des Themas Aus dem Gleichgewicht – Wenn Mediennutzung stresst. Das Sommerforum Medienkompetenz von mabb und Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) diskutierte den selbstbestimmten Umgang mit einer stets verfügbaren Überdosis. Hauptziel ist für FSF-Geschäftsführer Professor Joachim von Gottberg „ein souveräner Umgang mit dem Medienangebot“. Dazu gehöre, „dass die Nutzer es auch einfach mal leid sind und ausschalten“. Weiterlesen

23. Juni 2015 von Uwe Spörl
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Ausgezeichnet! Bilder zur medius-Preisverleihung im Rahmen des Sommerforums Medienkompetenz 2015

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) haben am 19. Juni 2015 im Rahmen des Sommerforums Medienkompetenz der mabb und der FSF den medius vergeben. Der Preis würdigt wissenschaftliche und praxis­orientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten im Medienbereich, in der Pädagogik oder dem Jugendmedienschutz auseinandersetzen und ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert. Weiterlesen

22. Juni 2015 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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Ein schlauer Kopf hängt in den Wolken

Was haben wir denn da? Mit einigen Flashbacks gefüttert werden wir in einen leckeren Salat aus Grey‘s Anatomy, Gilmore Girls und Für alle Fälle Amy geworfen. Sogar die wilde Haarpracht ist einer Christina, Lorelei, Amy und eben Carolyn gleich. Apropos Carolyn: Die großen Rehaugen kennen wir doch noch aus den 80ern als Jennifer Beals als Sexsymbol in Flashdance das Ballett neu erfand. Es macht richtig Spaß, die Dame wieder in einer Hauptrolle zu sehen. Wann? Ab heute Abend, 21.00 Uhr, bei TNT Glitz in der Serie Proof.

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18. Juni 2015 von Henrike Rau
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Über das Sehverhalten

Ich bin eine derjenigen Zuschauerinnen, die das Fernsehen (fast) an das Internet verloren hat. Dafür gibt es drei Gründe: 1. Ich möchte meinen Zeitplan nicht nach dem Fernsehen ausrichten. Deshalb gehörte erst der Videorekorder, dann ein Festplattenrekorder zu den wichtigsten Geräten in meinem Leben. Die zahllosen Streamingplattformen und Mediatheken sind mittlerweile noch hinzugekommen. 2. Ich liebe OmU. Habe ich die Wahl zwischen Originalton und Synchronfassung, entscheide ich mich für ersteres. Habe ich die Wahl zwischen Originalton und Originalton mit Untertiteln entscheide ich mich für letzteres. 3. Ich schaue bei Serien gerne eine beliebige Anzahl Episoden hintereinander. Den Fernseher schalte ich deshalb fast nur noch für Live-Events ein, bei denen der Ausstrahlungszeitpunkt und das – auch durch soziale Netzwerke ermöglichte – gemeinsame Erleben fast so wichtig ist wie die Sendung an sich.

Mit diesem Nutzungsverhalten bin ich nicht alleine, … Weiterlesen

16. Juni 2015 von Sonja Hartl
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Germany´s Next Topmodel ist nur ein Problem von vielen!

Gestern erschien bereits der 1. Teil unserer Beitragsreihe Was macht Germany´s Next Topmodel (GNTM) mit dem Menschen – oder was machen Menschen mit GNTM?
Heute nun die Fortsetzung: Darauf kommt es aus medienpädagogischer Sicht an! Der folgenschwere Tunnelblick auf GNTM: Die Studie fokussiert sehr auf das postulierte Körperbild bei GNTM und verhindert, dass wir die Sendung auch anders kritisch unter die Lupe nehmen. Denn stellen wir eins klar: Kritik ist absolut angemessen, egal, ob der behauptete Effekt zutrifft oder nicht. Von der Sexualisierung der Mädchen über die Erzeugung von Dramaturgie auf Kosten der Beziehungen (nach dem Motto: Wer ist die Bitch, wen werden alle hassen, wer wird als erstes heulen?), über die Produktplatzierung bis hin zum Befehlston, mit dem „Mama Heidi“ ihren Mädchen absurde, erniedrigende Challenges abverlangt – die Sendung geht gar nicht. Aber, und damit zurück zu den Kernaussagen: die Ätiologie von Essstörungen ist bislang noch nicht ausreichend geklärt, Essstörungen haben multifaktorielle und sehr komplexe Ursachen. Darauf weist die Studie ja selbst hin. Was im Umkehrschluss heißt, dass wir auch mit Aussagen zur Wirkung von GNTM differenziert umgehen müssen. Weiterlesen

12. Juni 2015 von Eva Borries
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