91 Suchergebnisse für Gewalt und Moral in TV-Serien

Grusel, Gewalt, Gefühl

Moralische Diskurse in The Walking Dead.

Die durch den Horrorfilm inspirierte Genre-Serie The Walking Dead hat ein Millionenpublikum und eine riesige Fangemeinde. Vordergründig präsentiert sie jede Menge Schockeffekte, weshalb die gesamte bisherige Serie in Deutschland erst ab 18 freigegeben ist. Doch hinter krassen Horror- und Gewaltszenarien werden moralische Konflikte und emotionale Grenzsituationen verhandelt, die erzählerisch sehr viel tiefer und gründlicher ausgelotet werden, als dies in den Kino-Vorbildern möglich und beabsichtigt war. Die vorliegende beschreibende Analyse der ersten Episoden soll diese moralischen Diskurse im vierten Teil der Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien exemplarisch aufzeigen. Weiterlesen

10. März 2015 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs, The Walking Dead Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Mit Gewalt aus der Zukunft gegen das Böse in der Gegenwart?

In dem Thriller Looper nutzt ein Verbrechersyndikat die im Jahre 2040 vorhandene, aber eigentlich verbotene Zeitreisentechnologie, mit der Auftragskiller in die Vergangenheit geschickt werden, um die dort zu tötenden Zielpersonen auszuschalten und mögliche Spuren zu verwischen. Joe Simmons ist einer der effektivsten Killer seiner Zeit. Eines Tages erhält er jedoch den Auftrag, sein 30 Jahre älteres Ich zu töten. Hieraus entbrennt ein spektakulärer Kampf auf Leben und Tod … Looper wird am Sonntag, 23. November 2014, zur Primetime auf ProSieben ausgestrahlt. Er lag der FSF zur Prüfung vor und erhielt eine Freigabe ab 12 Jahren zur Ausstrahlung im Hauptabendprogramm. Weiterlesen

21. November 2014 von Nils Brinkmann
Kategorien: Neues aus der Programmprüfung Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

Die Moral eines geheimen Krieges. Homeland – der Blick in eine paranoide Gesellschaft

Fortsetzung der Reihe Moral in Serien. Heute folgt der zweite Teil des Vergleichs der Serien 24 und Homeland im Artikel Die Moral eines geheimen Krieges. Die gebrochene Persönlichkeit hat 24-Hauptfigur Jack Bauer durchaus gemeinsam mit der CIA-Agentin Carrie Mathison, eine der Hauptfiguren der von Fox 21 für den Sender Showtime produzierten Dramaserie Homeland. Wie schon der Vorspann der Serie verrät, kämpft Carrie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegen den islamistischen Terror. Seinerzeit versagt zu haben, geht ihr nach. Sie hat im geheimen Krieg des Terrors seelischen Schaden genommen, ist traumatisiert, hat eine bipolare Störung ihrer Persönlichkeit entwickelt. Sie schluckt Pillen gegen ihre manisch-depressiven Gemütszustände. Gegenüber ihrem Vorgesetzten bei der CIA, David Estes, und auch gegenüber ihrem Mentor und Vertrauten, dem CIA-Sicherheitsexperten Saul Berenson, verschweigt sie ihre Krankheit. Ihnen erscheint Carrie als merkwürdig und sonderbar – besonders, als sie mit einer ganz besonderen Verschwörungstheorie daherkommt … Weiterlesen

12. August 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Die Moral eines geheimen Krieges. Zeit ist Action

Fortsetzung der Reihe Moral in Serien. In den kommenden zwei Tagen mit dem Vergleich der Serien 24 und Homeland. Beide US-Serien, die den „Krieg gegen den internationalen Terrorismus“, den die USA seit dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 verstärkt besonders gegen extremistische Islamisten führen, zum Hintergrund ihrer fiktiven Geschichten wählen. Bei aller Unterschiedlichkeit in Genre und Erzählweise spiegeln doch beide Serien wie kaum andere recht unmittelbar das politische Klima der Gesellschaft und die Veränderungen moralischer Werte unter Kriegsbedingungen in der Bush-Ära und der Obama-Zeit wider. Der Vergleich* beider Serien legt den Fokus auf die jeweiligen Hauptfiguren und das ethisch-moralische Koordinatensystem ihres Handelns. Weiterlesen

11. August 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

Breaking Bad – das Böse stirbt!? Die Doppelmoral des Walter White

Fortsetzung der Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien, am Beispiel der US-Serie Breaking Bad. Gestern erschien bereits Teil eins Breaking Bad – das Böse stirbt!? Vom Durchschnittsbürger zum Massenmörder. Dieser endete mit dem Absatz: Besonders die Krebserkrankung ist für die Charakterzeichnung der White-Figur der entscheidende dramaturgische „Kniff“, um dem Zuschauer auch für Whites Verbindung mit der Unterwelt des Drogenhandels zunächst eine psychologisch wie moralisch glaubhafte Legitimierung geben zu können: Aufgrund der fehlenden sozialen Absicherung kann sich auch die White-Familie wie viele US-Mittelschichtsfamilien, denen die Deklassierung droht, die teure Antikrebsbehandlung kaum leisten. So verfällt Walt der Idee, seine chemischen Kenntnisse den Drogenbossen zur Verfügung zu stellen und unter dem Tarnnamen „Heisenberg“ zusammen mit Jesse Pinkman hochwertiges Crystal Meth herzustellen. Dabei verstrickt er sich aber sehr schnell zusammen mit Pinkman immer tiefer in kriminelle Machenschaften, die auch Totschlag und Mord einschließen.
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16. Juli 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral der Mafia

Die renommierten, hochwertig produzierten US-Fernsehserien wie The Sopranos, Six Feet Under, 24 oder Breaking Bad haben wegen ihrer erzählerischen Qualität, aber auch, weil sie dank DVD und Blu-Ray wie audiovisuelle Romane rezipiert werden können, bei Fernsehjournalisten, Kulturkritikern und Filmemachern ein positives Echo ausgelöst. Die kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten und Gestaltungsmitteln steckt allerdings immer noch in den Anfängen und geht oft über eine bloße Beschreibung nicht hinaus. Wie gelingt es durch die Erzählstrukturen der Serie, dass das Publikum auch gewalttätige Hauptfiguren mit Empathie, manchmal sogar Faszination durch bis zu 100 Stunden Film begleitet? Welche Botschaften vermitteln hierbei die Serienerzählungen, welche ethischen Handlungsanweisungen geben sie den Zuschauern? Wie gestalten sie Gewaltdarstellungen und welche Moraltransfers finden in diesen Zusammenhängen an das Publikum statt? Auf diese und ähnliche Fragen möchte die Artikelserie, die heute ihre Blogpremiere feiert und nachfolgend mit exemplarischen Analysen zu Gewalt und Moral in der Mafiafamilienserie The Sopranos beginnt, einige Antworten geben und dadurch die kritische Auseinandersetzung mit der Erzählsubstanz aktueller TV-Serien befeuern.
Und morgen geht es weiter, mit The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral des Soziopathen. Weiterlesen

03. März 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

Breaking Bad – das Böse stirbt!? Walter White – die ironische Errettung des „amerikanischen Helden“

Heute der letzte Teil der Beitragsserie Breaking Bad – das Böse stirbt!? aus der tv diskurs-Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien.

Walter White – die ironische Errettung des „amerikanischen Helden“.

Aufgrund der zuvor analysierten Charakterführung der Hauptfigur und der damit verbundenen Moraltransfers an das Publikum ist der moralische Kredit, den die Hauptfigur Walter White am Beginn der Serie beim Zuschauer hatte, in der Mitte der fünften und damit finalen Staffel der Serie Breaking Bad vollständig aufgebraucht. Weiterlesen

17. Juli 2014 von Werner C. Barg
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

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