Beiträge von Eva Borries

Eva Borries ist Diplom-Medienpädagogin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) an der Universität Landau. Außerdem arbeitet sie deutschlandweit als Referentin für Medienkompetenz. Sie entwickelt individuelle medienpädagogische Fortbildungen, Vorträge und Workshops.

Ostern – time for Smartphones? 

Worauf Sie beim Schenken achten und wie die ersten Schritte aussehen können.

Das Geschäft mit Smartphones boomt. Kunden sind auch die ganz Kleinen bzw. deren Eltern, die die teuren Geräte bereitwillig zu Weihnachten, Ostern oder Geburtstag verschenken. Ob sich die Mutter über die Tragweite dieses Geschenks im Klaren ist? Drum prüfe, wer sich bzw. sein Kind so früh an ein Smartphone binde, sage ich und empfehle daher, sich (idealerweise) vor dem Schenken ein paar Gedanken zu machen: Weiterlesen

30. März 2016 von Eva Borries
Kategorien: Digitale Welt, Medienpädagogik Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

Verletzendes Online-Verhalten? Nicht mit uns! Wie man das Thema erfahrbar macht.

Wie kann man einen Elternabend zum Thema „Verletzendes Online-Verhalten“ erlebbar machen? Indem man weg geht von reinen Vorträgen, bei denen Erwachsene zuhören und dann wieder gehen dürfen. Indem man praktische, lebensnahe Übungen einbaut und sich so traut, die Gäste von ihren Sitzen zu holen. Und indem man Eltern und Kinder zusammen an einen Tisch bringt. Drei Übungen aus dem Handbuch von klicksafe habe ich ausprobiert und z. T. weiterentwickelt. Bilanz: unbedingt ausprobieren! Weiterlesen

27. Januar 2016 von Eva Borries
Kategorien: Medienpädagogik Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Was die JIM-Studie 2015 abbildet – und wie konträr die Ergebnisse teilweise zur medienpädagogischen Praxis sind

Seit November 2015 können wir wieder nachvollziehen, was deutsche Jugendliche aktuell medial beschäftigt. Denn die neue JIM-Studie ist da. Für uns Medienpädagogen, die in der Praxis und im Feld mit Jugendlichen arbeiten und Erwachsenen Antworten geben sollen, ist die Studie viel Wert. Denn einmal mehr räumt die Studie mit einigen skandalisierten Vorurteilen rund um das Nutzungsverhalten junger Menschen auf. Und bietet uns repräsentative Belege (mit denen wir Erwachsene beschwichtigen können), wie junge Menschen medial ticken. Eine subjektive Einschätzung der Medienpädagogin Eva Borries. Weiterlesen

04. Januar 2016 von Eva Borries
Kategorien: Medienpädagogik Schlagwörter: , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

YouTube: No risk, just fun?

YouTube ist, das zeigte bereits der erste Teil unserer YouTube-Serie YOUTUBE MACHT AUF POLITIK: LEFLOID TRIFFT MERKEL, auf dem Vormarsch und nimmt in den Medienwelten Heranwachsender einen omnipräsenten, multifunktionalen Stellenwert ein. Und zwar bereits in der Grundschule. Es lohnt sich daher, Erwachsene, Pädagogen und Eltern, die noch die „alte“ Nutzung von YouTube kennen, auf mögliche (neue) Fallstricke und Gefahren hinzuweisen. Welche Risiken warten bei YouTube neben all dem Spaß? Weiterlesen

08. September 2015 von Eva Borries
Kategorien: Medienpädagogik Schlagwörter: , , , , , , , 1 Kommentar

YouTube macht auf Politik: LeFloid trifft Merkel

LeFloid, 27 Jahre alt und einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen YouTuber (2,6 Millionen Abonnenten auf dem Hauptkanal), erlebte am Freitag, wovon viele große Journalisten träumen: er interviewte Angela Merkel. Das Interview kann man seit Montagabend auf seinem YouTube-Kanal sehen, und zwar zur „Primetime“, wie die Kanzlerin es sich gewünscht hat (Augenzwinker). Aber mal ehrlich: Wie kommt es, dass ein hibbeliger Student mit Basecap, der seine Videos im Netz veröffentlicht und eine eher junge Fangemeinde hat, diese Zusage erhält? Wie lief der Schnack mit Merkel? Weiterlesen

15. Juli 2015 von Eva Borries
Kategorien: Diskurs, Medienpolitik Schlagwörter: , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Germany´s Next Topmodel ist nur ein Problem von vielen!

Gestern erschien bereits der 1. Teil unserer Beitragsreihe Was macht Germany´s Next Topmodel (GNTM) mit dem Menschen – oder was machen Menschen mit GNTM?
Heute nun die Fortsetzung: Darauf kommt es aus medienpädagogischer Sicht an! Der folgenschwere Tunnelblick auf GNTM: Die Studie fokussiert sehr auf das postulierte Körperbild bei GNTM und verhindert, dass wir die Sendung auch anders kritisch unter die Lupe nehmen. Denn stellen wir eins klar: Kritik ist absolut angemessen, egal, ob der behauptete Effekt zutrifft oder nicht. Von der Sexualisierung der Mädchen über die Erzeugung von Dramaturgie auf Kosten der Beziehungen (nach dem Motto: Wer ist die Bitch, wen werden alle hassen, wer wird als erstes heulen?), über die Produktplatzierung bis hin zum Befehlston, mit dem „Mama Heidi“ ihren Mädchen absurde, erniedrigende Challenges abverlangt – die Sendung geht gar nicht. Aber, und damit zurück zu den Kernaussagen: die Ätiologie von Essstörungen ist bislang noch nicht ausreichend geklärt, Essstörungen haben multifaktorielle und sehr komplexe Ursachen. Darauf weist die Studie ja selbst hin. Was im Umkehrschluss heißt, dass wir auch mit Aussagen zur Wirkung von GNTM differenziert umgehen müssen. Weiterlesen

12. Juni 2015 von Eva Borries
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Was macht Germany´s Next Topmodel (GNTM) mit dem Menschen – oder was machen Menschen mit GNTM?

Warum eine neue Studie über Germany´s Next Topmodel (GNTM) eine wichtige Chance verpasst.

In den letzten Wochen wurde (nicht zum ersten Mal) der Vorwurf erhoben, die Sendung Germany’s Next Topmodel mache junge Mädchen krank. GNTM wird in einer Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) als Verstärker von Essstörungen eingestuft.

„Studie belegt: GNTM kann Magersucht fördern“, so titeln Zeitschriften (in diesem Fall der Stern). Wie, bei allen? Nein: es geht um Menschen, die bereits krank sind. Wer erste Züge einer Erkrankung aufweist oder bereits krank ist, der wird durch die Sendung noch kranker, so die Studie. Die Erkenntnisse basieren auf subjektiven Einschätzungen der Probanden, die gefragt wurden, welche TV-Sendung die krankmachenden Gedanken während der eigenen Essstörung verstärkten. Die Medien stürzen sich auf die Studie, als sei es eine völlig neue Erkenntnis, zitieren die Studie ausschnittsweise – und versäumen erfolgreich, sich das Ganze genau anzuschauen, kritisch zu kommentieren und etwas daraus zu lernen. Weiterlesen

11. Juni 2015 von Eva Borries
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

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