Beiträge von Birgit Guth

Birgit Guth, geboren 1967, ist seit 1995 Leiterin der Medienforschung bei SUPER RTL. In ihrer Verantwortung liegen die Konzeption und Durchführung zahlreicher Studien zum Kinderfreizeit-Verhalten sowie zur Fernseh- und Mediennutzung von Kindern. Außerdem verantwortet sie viele Fachtagungen zum Thema „Kinder und Medien“ und referiert bei Fortbildungen oder als Lehrbeauftragte. Von 2001 bis 2008 war sie zusätzlich als Jugendschutzbeauftragte bei SUPER RTL tätig und leitete das Qualitätsmanagement des Senders. Guth hat Kommunikationswissenschaften, Germanistik und Marketing in Essen studiert. Sie engagiert sich zudem in verschiedenen medienpädagogischen Projekten, wie fragFINN, Media Smart und dem Erfurter Netcode. Außerdem ist sie Mitglied im Kuratorium der FSF. In ihrem Blog Kurzundguth schreibt sie über Daten und Kommentare zu Kindern, Medien, Fernsehen, Medienpädagogik und Jugendschutzthemen.

Fernsehen bleibt die Nr. 1 – KIM Studie 2016

Nachdem in den letzten Jahren durch verschiedene Studien immer wieder der Abgesang des Fernsehens (gerade auch bei Kindern) beschworen wurde, hört man in den letzten Wochen wieder andere Töne. Die KIM-Studie 2016 des mpfs macht zur Veröffentlichung damit auf, Fernsehen sei bei Kindern die Nummer eins. Trotz zunehmender Ausstattung der Haushalte mit digitalen Medien ist das Fernsehen offenbar nicht totzukriegen.

Die repräsentative Befragung bei 1.299 Kindern im Alter von 6-13 Jahren ergibt, dass 77% aller Kinder täglich bzw. fast täglich fernsehen – demgegenüber nutzen in gleicher Frequenz nur 10% die Möglichkeit, Videos im Internet (z.B. auf YouTube) zu schauen. Das lineare Fernsehen hat also nach wie vor einen festen Platz im Medienset von Kindern. Weiterlesen

15. März 2017 von Birgit Guth
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Smartphones in Kinderhänden

Noch vor ein paar Jahren sprachen Kinder nur von Touchhandys, wenn man sie nach einem Smartphone fragen wollte – doch allmählich dringen die Handys mit dem Touchscreen auch in kindliche Lebenswelten ein. Jedenfalls beobachtet jeder von uns, dass junge Leute fast permanent mit irgendwelchen mobilen Geräten unterwegs sind. Aber um zu beurteilen, wie relevant diese neue Technologie tatsächlich bei Kindern ist, muss man sich wieder ganz genau die Zahlen und Fakten anschauen.

Derzeit besitzen gut 50% der Kinder im Alter von 6-12 Jahren ein Handy. Dabei nutzen die Jüngeren auch oft noch ein „Familienhandy“ ohne selbst eines zu besitzen. Ab dem Alter von ca. 10/11 Jahren gehört das mobile Gerät zur Standardausstattung bei Kindern. Hierbei spielt auch eine Rolle, dass die Eltern es als Absicherung nutzen, wenn die Kinder mit dem Schulwechsel nach der vierten Klasse auch zunehmend selbstständiger werden und sich weitere Räume erobern. Die Handyanschaffung wird dann also auch gezielt von den Eltern unterstützt. Weiterlesen

10. Juli 2013 von Birgit Guth
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Tablets in Kinderhänden

Tablet-PCs liegen im Trend. Laut einer Befragung bei Personen im Alter von 14 bis 65 Jahren[1] vom Dezember 2012 besitzen 17% dieser Altersgruppe einen Tablet. Nach dem Weihnachtsgeschäft ist dieser Anteil sicher noch etwas angestiegen und für 2013 wird das Angebot an unterschiedlichen Geräten deutlich ausgeweitet werden. Auch für Kinder werden spezielle Tablets entwickelt, die über Jugendschutz-Voreinstellungen verfügen oder mit vorinstallierten Apps ein besonderes Angebot bereithalten. Weiterlesen

10. Juni 2013 von Birgit Guth
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Kinder bei Facebook?

In der Presse kursieren derzeit einige aufgeregte Meldungen, selbst sechsjährige Kinder würden sich jetzt schon bei Facebook tummeln, auch wenn das doch noch gar nicht erlaubt sei (die Welt mit der Schlagzeile vom 16.4.2013: Facebook schon bei Sechsjährigen beliebteste Seite). Ausgangspunkt war eine Pressemeldung zur KIM-Studie*, die mit der Headline aufmacht, Facebook sei die wichtigste Website bei Kindern. Weiterlesen

03. Juni 2013 von Birgit Guth
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