Archiv der Kategorie Diskurs

Die Sache mit dem Pay-TV

Als Kind gab es bei meinen Eltern drei Fernsehsender, Fernsehen war scheinbar kostenlos. Dann kamen irgendwann RTL und Sat.1 dazu, es folgten nach und nach immer mehr Sender und ich lernte, dass dies die Privatsender seien und sich mit Werbung finanzierten. Auf die Idee, abgesehen von der GEZ, noch zusätzlich Geld fürs Fernsehen zu bezahlen, kam ich lange Zeit nicht, obwohl der Gang zur Videothek für mich sehr früh erstaunlich selbstverständlich war. Aber das war Film und damit als Teenagerin (meine Mutter fuhr mich und ging mit mir in die Videothek) etwas anderes. Seither hat sich da aber einiges geändert. Weiterlesen

23. Juni 2017 von Sonja Hartl
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Streaming und Kino

Aufregung gibt es jedes Jahr in Cannes. Regelmäßig sorgen die Kleidervorschriften bei Premieren für Ärger, Unmut gibt es auch über die stetig strengeren Sicherheitskontrollen. Spätestens seit vorigem Jahr gibt es aber ein weiteres Thema, das zuverlässig alle Gemüter erregt: das Verhältnis von Streamingdiensten zum Kino. Im Jahr 2016 wurden erstmals Filme gezeigt, an denen Amazon die Rechte hatte – ein Novum in Cannes, das bei anderen Filmfestivals längst keines mehr wäre. Aber Amazon strebt grundsätzlich eine Kinoauswertung an, also trat im Prinzip ein neuer Produzent auf. In diesem Jahr nun liefen mit Okja und The Meyerowitz Stories zwei Filme im Wettbewerb von Cannes, die von Netflix kommen. Weiterlesen

16. Juni 2017 von Sonja Hartl
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Im April 1997 erschien die erste Ausgabe

„Jugendschutz in Europa“ war das Titelthema der ersten tv diskurs, die bei einer gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung für Prüfer der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vorgestellt wurde. Es ging um die Frage, ob die unterschiedlichen Jugendschutzkriterien in den europäischen Ländern weiterhin akzeptiert werden können, wenn in grenznahen Regionen im Kabel, aber auch durch das zunehmend beliebte Satellitenfernsehen die nationalen Programme an den Grenzen nicht mehr haltmachen. Damals herrschte die Hoffnung, dass angesichts dieser Entwicklung bei den EU-Mitgliedsländern die Einsicht wachsen würde, gemeinsame Kriterien oder eine gemeinsame Prüfstelle ernsthaft ins Auge zu fassen. Diese Hoffnung erwies sich als äußerst naiv. Weiterlesen

12. Mai 2017 von Joachim von Gottberg
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Jubiläumsausgabe tv diskurs 2/2017 (Ausgabe 80): Medien in der Demokratie

In wenigen Tagen erscheint die Jubiläumsausgabe der tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien – ab der 80. Ausgabe in neuem Format! Hier gibt es eine kleine Vorschau auf das kommende Heft. Massenmedien, die frei sind, denen die Rezipienten vertrauen und die eine hohe Glaubwürdigkeit besitzen, sind im Idealfall ein Kernstück der Demokratie. Bei den klassischen Massenmedien – vor allem dem Fernsehen, dem Radio und den Zeitungen – hat sich in der Bundesrepublik eine beachtliche Professionalisierung entwickelt, die aber auch dazu beigetragen hat, dass sich die Kommunikationschancen ungleich verteilt haben:
Die einen hatten Zugriff auf die Massenmedien und konnten dort kommunizieren, die anderen waren auf die rezipierende Rolle beschränkt. Weiterlesen

25. April 2017 von tv diskurs
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Entfesselte Kommunikation. Gender zwischen Vielfalt und Diskriminierung

medien impuls – eine Veranstaltungsreihe von FSF und FSM – am 16. Mai 2017 in Berlin.

Mit dem Internet ist oft der Glaube an eine Demokratisierung der Kommunikation und das Ermöglichen eines Austauschs zwischen freien und gleichen Menschen verbunden. Diesem Wunsch steht die Erkenntnis gegenüber, dass sich vorhandene soziale Ungleichheiten und in der Gesellschaft vorherrschende Vorurteile auch im digitalen Raum wiederfinden. Auf der einen Seite ist das Netz ein freier Ort der Kommunikation. Auf der anderen Seite ist es nirgendwo leichter, seine Wut abzuladen und sich mit Gleichgesinnten gegenseitig anzustacheln. Auf dem medien impuls möchten wir gemeinsam diskutieren, wie gendersensible Perspektiven zur Selbstverständlichkeit und zum Mainstream werden können. Was kann getan werden, damit schon im Elternhaus und in der Schule unvoreingenommene und gleichberechtigte Rollenbilder vermittelt werden. Weiterlesen

21. April 2017 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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Fernsehen bleibt die Nr. 1 – KIM Studie 2016

Nachdem in den letzten Jahren durch verschiedene Studien immer wieder der Abgesang des Fernsehens (gerade auch bei Kindern) beschworen wurde, hört man in den letzten Wochen wieder andere Töne. Die KIM-Studie 2016 des mpfs macht zur Veröffentlichung damit auf, Fernsehen sei bei Kindern die Nummer eins. Trotz zunehmender Ausstattung der Haushalte mit digitalen Medien ist das Fernsehen offenbar nicht totzukriegen.

Die repräsentative Befragung bei 1.299 Kindern im Alter von 6-13 Jahren ergibt, dass 77% aller Kinder täglich bzw. fast täglich fernsehen – demgegenüber nutzen in gleicher Frequenz nur 10% die Möglichkeit, Videos im Internet (z.B. auf YouTube) zu schauen. Das lineare Fernsehen hat also nach wie vor einen festen Platz im Medienset von Kindern. Weiterlesen

15. März 2017 von Birgit Guth
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„FSF und Sender stehen Seite an Seite“

Seit Ende des letzten Jahres hat die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Joachim Moczall. Im Jugendmedienschutz ist er ein alter Hase: 2001 begann Moczall seine Arbeit als Jugendschutzbeauftragter bei Vox. Seit Anfang dieses Jahres ist er Jugendschutzbeauftragter für den Sender RTL und stellvertretender Leiter der Abteilung Jugendschutz für die Mediengruppe RTL Deutschland. Wir sprachen mit ihm über seine beruflichen Erfahrungen und über die Zukunft des Jugendschutzes. Weiterlesen

20. Februar 2017 von Barbara Weinert
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