Archiv der Kategorie Aus dem PrüfErleben

„Ist das schon die Sexmusik?“

Kommen fünf Prüferinnen und Prüfer sowie eine Praktikantin in die FSF und schauen sich einen Erotikfilm an – das ist zwar nicht der Anfang eines Witzes, kann aber trotzdem ziemlich lustig sein. In der FSF werden täglich zahlreiche Filme und Serien für die verschiedensten Privatsender geprüft und während meines Praktikums bot sich mir die Möglichkeit, bei diesen Prüfungen dabei zu sein. Den ganzen Tag fernsehen? Kann ich! Horror? Blut? Zombies? Ich hatte mich seelisch auf alles vorbereitet. Ein Genre, das ich im Vorfeld jedoch nicht bedacht hatte, waren Spielfilme mit erotischem Inhalt. Weiterlesen

26. Juni 2017 von Laura Keller
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„Wir können nicht jedem Kind im Land individuell ein Rezept ausstellen …“

Jürgen Dünnwald studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Völkerkunde und Anglistik sowie Kunst an der FH Köln und ist seit 2012 Prüfer in der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). Wir haben mit ihm über seinen Weg zum Jugendschutz, die Herausforderungen in der FSF-Programmprüfung und u.a. über die Fragen gesprochen: Hat denn nicht jeder vor etwas anderem Angst? Wenn Sie als Prüfer versuchen, die Wirkung eines Films auf z.B. 6- oder 12-Jährige einzuschätzen, welche Kinder in dieser Altersklasse haben Sie im Kopf? Weiterlesen

03. März 2017 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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Party mit Hitler?

Eine gemeinsame Prüferfortbildung von FSF, FSM und KJM zum Thema Nicht witzig!? – Die Grenzen von Humor aus Jugendschutzsicht.

Humor und Satire wurden schon immer Grenzen gesetzt, durch Gesetze und Verbote, aber auch durch Geschmack, Meinungs- und Deutungshoheit. Auch der Vorwurf der Grenzüberschreitung ist ein alter. In demokratischen Gesellschaften wie der Bundesrepublik gibt es dafür natürlich Regelungen und Gesetze, 2016 noch einmal deutlich geworden durch die Satiren auf den türkischen Präsidenten Erdoğan von extra 3 und die nachfolgende Ausführungen zu Satiregrenzen von Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht auf selbigen. Wie schnell die konkrete politische Realität derartige Humorprobleme überrollen kann, zeigt der Putschversuch im Juli und die dramatischen Folgen für die Türkei, angesichts derer die Empörung über Böhmermann absurd erscheint. Weiterlesen

05. Oktober 2016 von Matthias Struch
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Ist der Kopf ab, landet er im Nachtprogramm?

FSF-Prüferfortbildung zum Thema „Ab 16 oder ab 18? Die Verarbeitungsfähigkeiten Jugendlicher und die schwierige Abgrenzung zum Erwachsenenfernsehen“, am 18. April 2016 in Berlin.

In den letzten Jahren haben sich sowohl die soziokulturellen Rahmenbedingungen als auch die technischen Möglichkeiten für Darstellungen von Gewalt verändert. Nicht nur die Zahl der Gewaltdarstellungen hat dabei (wieder einmal) zugenommen. Ihre Inszenierung ist ausgefeilter und drastischer geworden, auch scheinen sie legitimer, akzeptierter und rezipierbarer zu sein. Bewertungsstandards haben sich verändert, das Publikumsinteresse ist groß. Der Kinder- und Jugendmedienschutz verortet härtere Gewalt bzw. deren Darstellung in der Regel in das Spätabend- und Nachtprogramm, also die Altersgruppen ab 16 Jahren. Eine schwierige Aufgabe bei der Programmprüfung ist somit die Unterscheidung zwischen einer Sendung für Jugendliche ab 16 (Spätabendprogramm) und der Freigabe ab 18 Jahren (Nachtprogramm), also für Erwachsene. Weiterlesen

21. April 2016 von Matthias Struch
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DER WEG EINES FILMS

Die Programmprüfung ist der wesentliche Aufgabenbereich der FSF. Geprüft wird das Fernsehprogramm insbesondere hinsichtlich des Gehalts an Gewalthandlungen und sexuellen Darstellungen, von dem die Altersfreigabe und damit die zulässige Sendezeit abhängt. Wie sieht er nun aber konkret aus – der Weg eines Films? Und wie der Tag eines Jugendschützers beim Sender? Auf die erste Frage gibt es heute und hier die Antwort – Interviews mit Jugendschützern unserer Mitgliedssender folgen in die nächsten Wochen! Weiterlesen

06. April 2016 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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„Gay Marriage killed the Dinosaurs“

Kaum ein fiktionaler Medieninhalt kommt ohne Stereotype aus und Medienschaffende bedienen sich ihrer, wenn teilweise vielleicht auch unbewusst. Dies führt zur Fragestellung, was von all dem Gesehenen in unseren Köpfen hängenbleibt, was wir daraus lernen und was es mit uns macht?

„Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung“ waren die Themen, die Anfang dieser Woche auf der zweiten Prüferfortbildung 2015 besprochen wurden. Weiterlesen

16. Oktober 2015 von Barbara Weinert
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Alles, was nötig ist? Folter, Selbstjustiz und die Frage der Genrekompetenz

Zur Prüferfortbildung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) am 20. April 2015 in Berlin.

Thema der Prüferfortbildung waren Prüfentscheidungen zu Darstellungen von Selbstjustiz und Folter sowie die dabei unterstellte Genrekompetenz von Kindern und Jugendlichen, die es ihnen ermöglichen soll, problematische Szenen und Aussagetendenzen kritisch zu reflektieren bzw. als Fiction distanziert zu betrachten. Der sozialethisch desorientierende Gehalt entsprechender befürwortender oder verharmlosender Szenen und Plots wird darin gesehen, dass sie dem Rechtsstaatsprinzip – gemeint ist die Gesetzesbindung staatlichen Handelns um die Freiheit des Einzelnen zu sichern – widersprechen und damit im krassen Gegensatz zum Wertekonsens des Grundgesetzes stehen. Weiterlesen

22. April 2015 von Christina Heinen
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