Archiv der Kategorie Jugendmedienschutz

Party mit Hitler?

Eine gemeinsame Prüferfortbildung von FSF, FSM und KJM zum Thema Nicht witzig!? – Die Grenzen von Humor aus Jugendschutzsicht.

Humor und Satire wurden schon immer Grenzen gesetzt, durch Gesetze und Verbote, aber auch durch Geschmack, Meinungs- und Deutungshoheit. Auch der Vorwurf der Grenzüberschreitung ist ein alter. In demokratischen Gesellschaften wie der Bundesrepublik gibt es dafür natürlich Regelungen und Gesetze, 2016 noch einmal deutlich geworden durch die Satiren auf den türkischen Präsidenten Erdoğan von extra 3 und die nachfolgende Ausführungen zu Satiregrenzen von Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht auf selbigen. Wie schnell die konkrete politische Realität derartige Humorprobleme überrollen kann, zeigt der Putschversuch im Juli und die dramatischen Folgen für die Türkei, angesichts derer die Empörung über Böhmermann absurd erscheint. Weiterlesen

05. Oktober 2016 von Matthias Struch
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Ein Rest Unsicherheit

Im Dezember 2015 haben die Ministerpräsidenten der Länder den Entwurf zur Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ratifiziert. Seitdem liegt er den Länderparlamenten zur Zustimmung vor. Erst nach dieser Zustimmung kann der Entwurf wie geplant am 1. Oktober 2016 in Kraft treten. Ein wesentlicher Bestandteil der Novellierung ist eine Erleichterung für die Zulassung von Jugendschutzprogrammen, die in Zukunft von den Selbstkontrollen anerkannt werden können und für die einige neue Entwicklungsmöglichkeiten – z.B. spezifische Lösungen für Apps oder Smart-TV – aufgezeigt werden. Im Editorial bemängelt Joachim von Gottberg, Chefredakteur der tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien, dass dringend notwendige Anpassungen im Jugendmedienschutz durch Diskussionen in Detailfragen verzögert werden. Weiterlesen

05. September 2016 von Joachim von Gottberg
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Das neue Geschäft mit der hohen Altersfreigabe

Die meisten Blockbuster, die in den USA produziert werden, streben eine Altersfreigabe ab 13 an. Mit dem sogenannten PG-13-Rating kann ein Film das größtmögliche Publikum ansprechen, und Produktionsfirmen sind bereit, dafür so einige Veränderungen hinzunehmen. Denn diese Altersfreigabe kann im Grunde direkt in Einnahmen an den Kinokassen umgerechnet werden. Gerade im Comicgenre wird in der Regel eine niedrige Altersfreigabe angestrebt, weil das Zielpublikum des Materials ohnehin jünger ist. Man ist also bisher davon ausgegangen, dass Filme mit höherer Altersfreigabe kein Geld einbringen. Vor allem, wenn es sich um Massenunterhaltung handelt. Nun hat ein Film dieses Mantra durchbrochen: Deadpool. Weiterlesen

20. Juni 2016 von Katja Dallmann
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Neuer Puritanismus oder Verfahrensfehler?

Im liberalen Frankreich müssen zwar alle Filme einer Kommission (Commission de classification des œuvres cinématographiques) vorgelegt werden, um ein obligatorisches visa d’exploitation zu erhalten, aber es gilt der Grundsatz, dass alle Filme frei zugänglich sein sollen. Die Meinungsfreiheit wird hochgehalten, also kommt die deutliche Mehrheit der Filme ohne Altersbeschränkung ins Kino.
Deshalb haben mich zwei Meldungen aus Frankreich neugierig gemacht. Im vorigen Jahr startete Gaspar Noés 3D-Film Love mit der Altersfreigabe ab 16 Jahren im Kino – wie Nymphomaniac I und Noés Irreversible –, dann wurde die Freigabe jedoch auf 18 Jahre erhöht. Weiterlesen

30. Mai 2016 von Sonja Hartl
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Altersfreigaben in den USA: Blutleere Gewalt ab 13

Der Film Taken (dt: 96 Hours) ist nur eines von vielen kuriosen Beispielen für das  PG-13-Rating in den USA. Liam Neeson, der mit Taken eine späte Action-Karriere begann, ist darin auf der Suche nach seiner entführten Film-Tochter, bewaffnet mit „a particular … Weiterlesen

23. Mai 2016 von Katja Dallmann
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„Lieber die Qualität erhalten und später ausstrahlen“

Aus dem Alltag eines Jugendschützers bei VIMN Germany. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Jugendschützers bei MTV, VIVA, COMEDY CENTRAL und NICKELODEON aus? Gibt es Risikodimensionen, z.B. Gewalt oder Sexualität, die eine besonders große Rolle spielen? Und tun Schnitte weh?
Sascha Pridat beantwortete uns einige Fragen rund um seinen Alltag als Jugendmedienschutzbeauftragter bei VIMN Germany. Weiterlesen

13. April 2016 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: Jugendmedienschutz Schlagwörter: , , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

DER WEG EINES FILMS

Die Programmprüfung ist der wesentliche Aufgabenbereich der FSF. Geprüft wird das Fernsehprogramm insbesondere hinsichtlich des Gehalts an Gewalthandlungen und sexuellen Darstellungen, von dem die Altersfreigabe und damit die zulässige Sendezeit abhängt. Wie sieht er nun aber konkret aus – der Weg eines Films? Und wie der Tag eines Jugendschützers beim Sender? Auf die erste Frage gibt es heute und hier die Antwort – Interviews mit Jugendschützern unserer Mitgliedssender folgen in die nächsten Wochen! Weiterlesen

06. April 2016 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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