Archiv der Kategorie Medienpolitik

Weniger Kontrolle, mehr Schutz

Ein norwegischer Gesetzesentwurf setzt Selbstregulierung als plattformübergreifendes Prinzip in beispielhaft einfacher und klarer Weise um. Bei der diesjährigen „International Film Classifiers Conference“ in Fredrikstad, Norwegen, vom 22. bis zum 23. Oktober 2014, stellte das Gastgeberland Norwegen ein geplantes neues und bestechend einfaches „Gesetz über den Schutz Minderjähriger vor schädlichen Bildprogrammen u.a.“ vor. Dieses soll die bestehenden Regelungen zu Rundfunk, Film und Video ablösen und zugleich eine verbindliche Regelung für fernsehähnliche Inhalte im Netz schaffen. Weiterlesen

07. Januar 2015 von Christina Heinen
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Die Novellierung kommt ins Stocken. Wichtige Eckpunkte des Jugendschutzes weiter ungewiss

Die Institutionen, die gegenwärtig im Rahmen des gesetzlichen Jugendmedienschutzes arbeiten, haben es nicht leicht. Während sich die Medienentwicklung technisch immer mehr zu beschleunigen scheint, kommt die notwendige Anpassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) oder des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) nur im Schneckentempo voran. Neben dem scheinbar naturgegebenen Wirrwarr, das durch die Zuständigkeit von 16 Bundesländern entsteht, verhindert der im Rahmen der medialen Konvergenz notwendige Abstimmungsprozess mit dem Bund, dass die inzwischen halbwegs einheitliche Haltung der Länder umgesetzt werden kann.
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30. Oktober 2014 von Joachim von Gottberg
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Aus aktuellem Anlass! Reminder: Onlinekonsultation zum JMStV endet am 19. Mai

Noch bis zum 19. Mai 2014 können sich Interessierte an der Onlinekonsultation zur geplanten Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) beteiligen. Eine grundlegende Reform des JMStV, die der medialen Konvergenz Rechnung trägt und etwa die gegenseitige Anerkennung von Prüfentscheidungen nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) und dem JMStV vorsieht, ist in den geplanten Änderungen nicht zu erkennen. Stattdessen hat man sich auf wenige Punkte beschränkt und begegnet der medialen Konvergenz ausschließlich einseitig, indem die Onlineverbreitung von Entscheidungen nach dem JuSchG geregelt wird. Warum die nach dem JMStV arbeitenden Selbstkontrollen dagegen auf den Fernseh- bzw. Internetbereich beschränkt bleiben, ist ein Rätsel – schließlich ist ein Gutteil der DVD-Veröffentlichungen vorab im Fernsehen gelaufen und durch die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) e.V. geprüft worden, so dass die erneute Prüfung desselben Inhaltes durch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) sachlich nicht geboten ist. Zu welchen verschlungenen Verfahrensketten und Verwirrungen für den Verbraucher dieses nicht abgestimmte Nebeneinander von JMStV und JuSchG führt, zeigt die Präsentation Konvergente Märkte, divergente Regulierung: Fallbeispiel Deutschland . Weiterlesen

14. Mai 2014 von Claudia Mikat
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Rasante Medienentwicklung, gebremster Jugendschutz

Unklare Abgrenzung von Aufsicht und Selbstkontrolle schwächt die Selbstregulierung
Zunächst schien alles klar. Das System der regulierten Selbstregulierung will Anreize schaffen, dass Fernsehsender ihre Programme vor der Ausstrahlung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) zur Prüfung vorlegen und das Ergebnis beachten. Solche Anreize sind notwendig, weil man die Anbieter aufgrund des Zensurverbots nicht zu solch einer Vorabprüfung zwingen kann. Weiterlesen

30. Januar 2013 von Joachim von Gottberg
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The Walking Dead – Warum Pay-TV und Free-TV-Programme in der FSF-Prüfung gleich behandelt werden

Die bisher ausgestrahlten Folgen der dritten Staffel lagen der FSF vor und wurden nur unter Schnittauflagen ab 18 Jahren freigegeben. Wie im deutschen Pay-TV üblich, ist die Eingabe eines Pin-Codes erforderlich. Viele Serienfans fragen sich daher, warum die FSF trotzdem … Weiterlesen

01. November 2012 von Joachim von Gottberg
Kategorien: Medienpolitik, The Walking Dead Schlagwörter: , , 13 Kommentare

Realität und ihre Darstellung in den Medien

Wenn ein TV-unerfahrener Zuschauer zufällig auf eine Folge von Die Schulermittler oder Familien im Brennpunkt stößt, wird er sich vielleicht wundern, dass hier anders geredet wird, als man das normalerweise bei Fernsehserien gewohnt ist. Aber er wird vermutlich sofort bemerken, … Weiterlesen

30. Oktober 2012 von Joachim von Gottberg
Kategorien: Diskurs, Medienpolitik Schlagwörter: , 1 Kommentar

Mehr Jugendschutz im Internet? Die angekündigte Novelle des Jugendschutzgesetzes erweist sich als Mogelpackung

Was mag es bedeuten, dass Bundesministerin Dr. Kristina Schröder mit der geplanten Novellierung des Jugendschutzgesetzes Anbietern ermöglichen will, „in Zukunft ihre Online-Filme und Online-Spiele nach den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes“ zu kennzeichnen? In einer Pressemitteilung vom 13. April 2012 heißt es, … Weiterlesen

08. August 2012 von Joachim von Gottberg
Kategorien: Diskurs, Jugendmedienschutz, Medienpolitik Schlagwörter: Schreiben Sie einen Kommentar

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