Archiv für Frauen im Film

Männer haben Arbeit, Frauen suchen die Liebe

Für viele junge Frauen sind eine gute Ausbildung und ein Beruf, der sie ausfüllt, genauso wichtig wie eine Partnerschaft. Im Fernsehen ist das anders, und deshalb mutet es immer etwas seltsam an, wenn sich Filme oder Serien einen modernen Anstrich geben und dann doch bloß von Frauen handeln, die auf der Suche nach dem Mann fürs Leben sind. Weiterlesen

20. Oktober 2015 von Tilmann P. Gangloff
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Fragwürdige Stärke

The Fall und Top of the Lake sind zwei sehr interessante Zwillingsserien. In beiden geht es darum, wie sich Männer und Frauen in einer Welt verhalten, in der sich Rollendefinitionen ständig ändern. Beide Serien haben starke weibliche Hauptfiguren: Polizistinnen. Beide untersuchen Fälle, in denen es um Gewalt gegen Frauen geht, die sich beide in einer männerdominierten Welt klischeehaften Vorstellungen über ihr Verhalten ausgesetzt sehen. Vorstellungen, die sie durchbrechen. Beides sind Frauenfiguren, die eine schwere Vergangenheit haben. In The Fall wird Stella Gibsons Geschichte nur angedeutet; sie hat etwas mit dem Verhältnis zu ihrem Vater zu tun. In Top oft he Lake ist Robin Griffin nach ihrem Abschlussball als Teenager vergewaltigt worden. Der tief greifende Unterschied zwischen diesen beiden Serien ist jedoch die Art, wie diese Traumata die Persönlichkeiten der Hauptfiguren bestimmen.
Top of the Lake läuft ab dem 05. August 2015 auf Arte. Weiterlesen

30. Juli 2015 von Katja Dallmann
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In den Schuhen der Frauen

Wer wissen will, wie es ist, eine Frau im Filmgeschäft zu sein, der hat dazu viel Gelegenheit. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass ein namhafter weiblicher Star sich zu seinen Arbeitsbedingungen äußert. So erzählte Maggie Gyllenhaal, dass sie eine Rolle nicht bekommen habe, weil sie mit 37 angeblich zu alt sei, um die Geliebte eines 55-Jährigen zu spielen. Kristen Steward bezeichnete Hollywood als „widerlich sexistisch“, und jüngst wurde ein Blog lanciert, der anonym Erfahrungen von Regisseurinnen und anderen Filmfrauen sammelt – „Shit People Say To Women Directors (& Other Women In Film)“. Der Blog ist eine schöne Ergänzung zu „Casting Call Woe“, wo teils wirklich absurdeste und vor allem extrem frauenfeindliche Casting-Aufrufe gesammelt werden. Meist weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man Sätze liest wie „She’s past her prime. Aged 23 – 30“. Weiterlesen

03. Juli 2015 von Katja Dallmann
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Cineastische Weihnachtsfrauen

Wenn es bei Weihnachtstraditionen darum geht, jedes Jahr immer wieder dasselbe zu tun, so ist eine der erstaunlichsten, dass wir jedes Jahr dieselben Filme ansehen. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Mary Poppins und letztes Jahr gab es einen Neuzugang, der uns vermutlich auch über die nächsten Jahre begleiten wird: Disneys Frozen. Alles Filme, die über jede Kritik erhaben sind und noch etwas anderes gemeinsam haben. Was das ist, gibt es hinter Fenster 17 nachzulesen! Weiterlesen

17. Dezember 2014 von Katja Dallmann
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Frauen im Film: Das neue Millennium als vorläufiges Resümee

Teil II. Kein wirklich guter Roman kommt ohne Frauen aus. Und in kaum einem Jahrhundert zuvor spielten mehr Frauen die Titelrolle – vor allem in historischen Dramen. Vielleicht waren die männlichen Darsteller noch mit den Folgen der Katastrophenfilmära beschäftigt oder viele männliche historische Persönlichkeiten waren filmisch schon abgegrast. Anders kann ich mir die Flut an weiblichen Protagonistinnen in den Historienfilmen des neuen Jahrhunderts nicht erklären.
Die (keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebende) Reise beginnt im Jahr 1585. In Elizabeth – das goldene Königreich (2007) verteidigt Cate Blanchett in der Titelrolle die Krone gegen ihre Cousine Mary Stuart – und nebenbei gegen Spanien und die komplette spanische Armada. Weiterlesen

03. Juni 2014 von Cornelia Klein
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Frauen im Film: Das neue Millennium als vorläufiges Resümee

Teil I.

Erinnern Sie sich noch, wann Sie das letzte Mal das Gefühl hatten, einen Film schon mal gesehen zu haben – obwohl er doch gerade erst als der neue Super-Mega-Blockbuster angepriesen worden war? Und damit meine ich nicht die vollständig digital remasterte Version von Titanic in 3-D.

Mir gehtʾs seit ein paar Jahren oft so am Ende von Katastrophenfilmen. Meistens sieht man da eine dicke Eisschicht oder eine staubige Wüstenlandschaft, die sich endlos über mehrere Kontinente zieht – naja, zumindest quer durch Amerika. Manchmal lassen sich darunter die Überreste einst monumentaler Bauwerke erkennen. Am liebsten die Freiheitsstatue oder der Eiffelturm. Dazwischen tauchen plötzlich – begleitet von hoffnungsfroher Klaviermusik in Dur – die letzten Überlebenden auf: wahlweise gezeichnet vom letzten Alienangriff, einer überdimensionierten Eiszeit oder einem Jahrtausenderdbeben Weiterlesen

02. Juni 2014 von Cornelia Klein
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Frauen im Film: Die 1990er – Aufbruch ins zweite Filmjahrhundert

So viel ist klar: Die 1990er-Jahre waren nichts für schwache Nerven ‒ zumindest nicht im Filmbusiness. Die Palette der problemgebeutelten Protagonistinnen war groß: eine psychopathische Stalkerin; eine traumatisierte FBI-Anwärterin; eine stumme Pianistin; eine Nonne, die einen verurteilten Verbrecher betreut; eine hochschwangere Polizistin, eine verheiratete, unglücklich verliebte Frau im England des 18. Jahrhunderts; eine Transsexuelle, die von vermeintlichen Freunden ermordet wird. Die (verlängerbare) Liste der „Oscar“-Gewinnerinnen für die beste weibliche Hauptrolle zeigt: Die Zeiten, in denen selbst weibliche Protagonistinnen oft wie Sidekicks wirkten, waren spätestens jetzt endgültig vorbei. Manche Filme kamen sogar völlig ohne männlichen Hauptdarsteller aus. Lola Franka Potente rannte 1998 allen voran – und begründete damit ein neues Selbstbewusstsein deutscher Schauspielerinnen. Weiterlesen

02. April 2014 von Cornelia Klein
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