Archiv für Jugendschutz

Online: Videomitschnitte zum medien impuls: Von der Realität überholt – Jugendschutz und Medienbildung abgehängt?

medien impuls der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) und der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM) zum Nachholbedarf für Jugendschutz und Medienbildung.

Heimlich streamen Minderjährige aus dem Unterricht live ins Netz – ein Beispiel dafür, dass Schüler oft bedeutend mehr Ahnung vom Umgang mit neuer Medientechnik haben als ihre Lehrer. Deren Fortbildung kann mit der immer schnelleren Entwicklung kaum Schritt halten. Jugendschutz und Medienbildung sehen sich zunehmend „von der Realität überholt“, wie die Berliner Fachtagung medien impuls als Ausgangslage konstatierte. Doch einige Stunden lebhafter Fachdiskussion, moderiert von Miriam Janke, verwandelten drohende Resignation in positive Aufbruchsstimmung. Der Berliner medien impuls von FSM und FSF befasste sich am 07. Mai 2015 mit dem Thema Von der Realität überholt – Jugendschutz und Medienbildung abgehängt?.

Auf unserem YouTube-Kanal sind jetzt die Videomitschnitte von der Veranstaltung abrufbar. Weiterlesen

01. Juli 2015 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: medien impuls Schlagwörter: , , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Reminder: medien impuls AM 07. Mai 2015

Von der Realität überholt – Jugendschutz und Medienbildung abgehängt?
Die Medien beschleunigen unsere Wahrnehmung der Realität. Die meisten Menschen sind ständig online und verlassen sich bei fast allen Aspekten des Privaten und des Beruflichen auf Technik. Fernsehserien werden von Jugendlichen in bester Qualität mit Vorliebe im Netz angesehen. Das Smartphone verbindet mobiles Telefonieren mit Flatrates für das Netz, Apps bieten Filme, Spiele, die Mediatheken der Fernsehsender, Kontoführung, Informationen und Buchungen für Bus, Bahn, Flüge, Hotels und Freizeiteinrichtungen.
Was bedeutet diese Gewöhnung an immer schnellere und umfangreichere Angebote? Können sich Kinder und Jugendliche in dieser digitalen Flut souverän orientieren oder benötigen sie gerade jetzt Unterstützung durch Medienbildung und Jugendschutz? Verändern sich durch die Reizüberflutung die Ansprüche an die Freizeitgestaltung und die Kommunikation? medien impuls beschäftigt sich mit der Frage, ob es angesichts dieser medialen Beschleunigung in Zukunft neue und ganz andere Aufgaben für Selbstkontrollen, Aufsicht und Medienpädagogik geben sollte und wie sie aussehen könnten. Weiterlesen

28. April 2015 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: medien impuls Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Mädchen sind anders, Jungs auch? Doing Gender im öffentlichen Raum

Spannendes Thema, dem sich die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen da im Rahmen ihrer Jahrestagung widmet. Was Mädchen und Jungen stärken und schützen kann, soll auf der Tagung Mädchen sind anders, Jungs auch? beleuchtet werden. Über 150 Fachkräfte werden heute in Hannover Fachvorträgen folgen und ihre eigene Sicht auf Geschlechterrollen reflektieren. Mehr Informationen rund um die Tagung gibt es hinter Fenster zwei des FSF-Adventskalenders. Weiterlesen

02. Dezember 2014 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

„Schockierend – und deshalb zulässig!“ Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen nimmt Schnittauflage bei The Walking Dead zurück.

Die erste Folge der 5. Staffel der Horror-Dramaserie The Walking Dead wurde von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen nur unter einer Schnittauflage für die Ausstrahlung freigegeben. Diese Auflage wurde nun in der Berufung zurückgenommen. Die Gründe erläutert Claudia Mikat, Leiterin der FSF-Programmprüfung. Nach einigem Hin und Her hat ein FSF-Ausschuss die erste Folge von Staffel 5 nun doch ohne Schnitt durchgewunken, warum?

Von „Durchwinken“ kann keine Rede sein. Mittlerweile haben sich ein Juristenausschuss und ein Berufungsausschuss mit der Frage befasst, ob die Folge bzw. die betreffende Szene im Fernsehen gezeigt werden darf oder nicht. In den 30 Sekunden, die zunächst geschnitten werden mussten, ist zu sehen, wie Menschen mit einem Schlag mit einem Baseballschläger betäubt, per Kehlschnitt getötet und dann zum Ausbluten über einen Trog gehängt werden, der Schnitt durch die Kehle wird zweimal fokussiert. Die Szene zeigt eine unmenschliche Gewalttat auf sehr drastische Weise und bewegt sich daher deutlich an der Grenze zur Sendeunzulässigkeit. Die Kriterien für ein Ausstrahlungsverbot sind aber nicht eindeutig, sie müssen ausgelegt werden. Hier kamen Juristen- und Berufungsausschuss letztlich zu einem anderen Ergebnis als die Vorinstanzen. Weiterlesen

17. November 2014 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: Diskurs, Jugendmedienschutz, The Walking Dead Schlagwörter: , , , Kommentare deaktiviert für „Schockierend – und deshalb zulässig!“ Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen nimmt Schnittauflage bei The Walking Dead zurück.

Die Novellierung kommt ins Stocken. Wichtige Eckpunkte des Jugendschutzes weiter ungewiss

Die Institutionen, die gegenwärtig im Rahmen des gesetzlichen Jugendmedienschutzes arbeiten, haben es nicht leicht. Während sich die Medienentwicklung technisch immer mehr zu beschleunigen scheint, kommt die notwendige Anpassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) oder des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) nur im Schneckentempo voran. Neben dem scheinbar naturgegebenen Wirrwarr, das durch die Zuständigkeit von 16 Bundesländern entsteht, verhindert der im Rahmen der medialen Konvergenz notwendige Abstimmungsprozess mit dem Bund, dass die inzwischen halbwegs einheitliche Haltung der Länder umgesetzt werden kann.
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30. Oktober 2014 von Joachim von Gottberg
Kategorien: Medienpolitik Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

„Ist das noch böse?“ Das Böse in Zeichentrickfilmen aus Jugendschutzsicht

Auf dem Bildschirm wird eine Katze überfahren, klebt platt auf der Straße, und die Kinder lachen. Welches Genre sehen sie? Keine Frage, es muss ein Animationsfilm sein, und deshalb wird sich die Katze auch gleich wieder aufrappeln, in Form schütteln und weiterlaufen als wäre nichts passiert. Bei solchen Szenen, die eher nicht zur Prüfung bei der FSF vorliegen, lachen Jugendschützer mit und sehen keinen Handlungsbedarf. Brachiale Gewalt, die komisch gemeint ist und in hellen Bildern gezeigt wird, kommt bei Kindern im Regelfall so an wie intendiert: Sie nehmen das Geschehen nicht tragisch und suchen nicht nach einem tieferen Sinn als dem frohen Lebensmotto: Lass dich nicht unterkriegen! Weiterlesen

05. Mai 2014 von Susanne Bergmann
Kategorien: Diskurs Schlagwörter: , , Schreiben Sie einen Kommentar

„Einen Beliebtheitspreis gewinne ich dabei nicht unbedingt, aber mein Job ist kreativer als vermutet“

Auf den ersten Blick sehen meine Aufgaben als Jugendschutzbeauftragter von BEATE-UHSE.TV im Vergleich zu denen meiner Kollegen bei anderen Sendern relativ übersichtlich aus. Mit vielen Problemen muss ich mich gar nicht erst herumschlagen: Tages-, Vorabend- oder Hauptabendprogramm, kinderaffines Umfeld, Trailer mit Bewegtbildern in einer anderen Sendezeitschiene etc. Da wir ausschließlich im Nachtprogramm senden, geht es „nur“ um die Frage: Pornografie oder nicht? Erstens ist Pornografie im Fernsehen verboten, zweitens ist bekanntlich auch nicht ohne Weiteres zu beantworten, was Pornografie nun genau ist und was nicht. Wie wir alle wissen, muss der Einzelfall und die Gesamtwirkung geprüft werden. Die endgültige Entscheidung nimmt mir in vielen Fällen die FSF ab. Doch geht jeder FSF-Vorlage ein langer redaktioneller Bearbeitungsaufwand voraus. Weiterlesen

15. April 2014 von Manfred Rauch
Kategorien: Jugendmedienschutz Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

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