Archiv für Kindheit

Als ich E.T. zum ersten Mal traf…

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Da saß er nun also ‒ kaum einen Meter groß, mit traurigen Kulleraugen und trotzdem einem Lächeln auf den schmalen Lippen. „Eigentlich ist der kleine Kerl doch ganz niedlich – und überhaupt nicht furchteinflößend!“ Die erste quasi-persönliche Begegnung mit dem kleinen Außerirdischen vom grünen Planeten verlief angenehm und völlig ohne Gruselfaktor. Freundlich lächelnd und mit tiefer, gurgelnder Stimme grüßte E.T. in breitem (überraschenderweise völlig akzentfreiem) Amerikanisch inmitten einer künstlichen Waldlandschaft, die eigens für ihn in einer überdimensionierten Halle aufgebaut worden war. „E.T. – The Ride“ in den Universal Studios Florida (später auch in Hollywood) erinnerte noch weit bis ins neue Jahrtausend an das wohl berühmteste Science-Fiction-Märchen der Filmgeschichte. Weiterlesen

23. Mai 2014 von Cornelia Klein
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Terror-Clowns und Horror-Maschinen

Ich mag keine Horrorfilme. Wirklich nicht. Vor allem die nicht, die Psychospielchen mit einem spielen. Sich gruseln ist eine Mischung aus Angst und Nervenkitzel. Bei mir überwiegt die Angst und nicht der Nervenkitzel. Die Angst vor dem, was man sieht und das einen abstößt und das andere die Angst vor dem, was man erahnt. Und in der Tat fürchten wir uns am ehesten vor dem, was wir nicht sehen. Der schlimmste Horror spielt sich in unserer Fantasie ab. Dort malen wir die Dinge aus, deren Existenz uns nur angedeutet wurde. Und diese sind schlimmer als alles, was uns im Detail beschrieben werden könnte. Relativ am Ende von True Detective sehen wir nur die Reaktion des Mannes auf die Gräueltat im Video – seine geradezu physische Reaktion und Abscheu davor. Was hat er gesehen? Ich mag es mir gar nicht ausmalen und kann dennoch nicht umhin. Weiterlesen

07. Mai 2014 von Katja Dallmann
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