Archiv für Schmähgedicht

Der Erdogan-Effekt: Medienhype um eine „Schmähkritik“

Im April und Mai 2016 lösten kritische und beleidigende Verse gegen den türkischen Staatspräsidenten einen Medienhype aus und weiteten sich zu einer Staatsaffäre. Maßgeblich beteiligt an dem Ganzen ist Jan Böhmermann mit seinem „Schmähkritik“-Gedicht. Wollte er aufklären oder provozieren? Inzwischen sind die hysterischen Töne verklungen, die grundlegenden Fragen aber nicht entschieden. Claudia Mikat mit einer Einordnung der Begriffe Beleidigung, Schmähkritik, Ehrverletzung, die Grenzen des Zulässigen, zum Kunstverständnis und der Frage, was Satire ist, was sie darf und was sie nicht darf. Weiterlesen

12. September 2016 von Claudia Mikat
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Gutes im Schlechten

Jan Böhmermanns Schmähgedicht und die unkalkulierbaren Folgen.

Zugegeben, lachen musste ich schon, aber gleichzeitig machte sich ein merkwürdiges Gefühl breit: Wie würde ich mich fühlen, wenn sich jemand in aller Öffentlichkeit über die Qualität meiner Genitalien, die Länge des Geschlechtsteils und absonderliche Sexualpraktiken äußerte, um damit angeblich klarmachen zu wollen, worin der Unterschied zwischen erlaubter Satire und unerlaubter Beleidigung besteht? Und: Wie hätten diejenigen (z. B. Mathias Döpfner), die sich uneingeschränkt hinter Jan Böhmermann stellen, reagiert, wäre es nicht um Recep Tayyip Erdogan, sondern um Benjamin Netanjahu oder Barack Obama gegangen? Weiterlesen

25. April 2016 von Joachim von Gottberg
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