Archiv für The Sopranos

Schuldgefühle suchen ihren Weg in der Soprano-Familie

Unter den Titeln The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral der Mafia und Die Moral des Soziopathen erschienen bereits in den vergangenen Tagen Teil eins und zwei der neuen Blog-Reihe Moral in Serien. Heute nun Part drei und ein Fazit des Autors für die Serie The Sopranos. Im Mai folgt die Fortsetzung – dann wird sich Werner C. Barg in der tv diskurs 2/2014, und hier im Blog, der Moral in Breaking Bad widmen. Weiterlesen

05. März 2014 von Werner C. Barg
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The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral des Soziopathen

Fortsetzung der neuen Blog-Reihe Gewalt und Moral in Serien. Gestern erschien bereits der erste Teil The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral der Mafia. Heute nun Part zwei:

Die Moral des Soziopathen.

„Ein Soziopath ist ein Mensch, der nicht nur lügt, sondern für den das Lügen zu seinem Lebensstil gehört. Er oder sie ist eine Person, die keine Reue kennt – egal, was sie auch verbrochen hat. Der Soziopath übernimmt keinerlei Verantwortung, weder für andere Menschen, noch für Dinge, noch für sich selbst. Gleichzeitig sind Soziopathen oft oberflächlich sehr charmant. Unter dieser Oberfläche sind sie aber eigentlich eiskalt und kennen keinerlei echte gefühlsmäßige Bindung zu anderen Menschen. Das Problem ist, dass viele Menschen leicht auf Soziopathen hereinfallen“, sagt die Psychologin Martha Stout, die das Verhalten von Soziopathen und Kriminellen eingehend analysiert hat.
Genau dieses Krankheitsbild, das Psychogramm eines Soziopathen, steht im Mittelpunkt der Erzählung von The Sopranos. Weiterlesen

04. März 2014 von Werner C. Barg
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The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral der Mafia

Die renommierten, hochwertig produzierten US-Fernsehserien wie The Sopranos, Six Feet Under, 24 oder Breaking Bad haben wegen ihrer erzählerischen Qualität, aber auch, weil sie dank DVD und Blu-Ray wie audiovisuelle Romane rezipiert werden können, bei Fernsehjournalisten, Kulturkritikern und Filmemachern ein positives Echo ausgelöst. Die kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten und Gestaltungsmitteln steckt allerdings immer noch in den Anfängen und geht oft über eine bloße Beschreibung nicht hinaus. Wie gelingt es durch die Erzählstrukturen der Serie, dass das Publikum auch gewalttätige Hauptfiguren mit Empathie, manchmal sogar Faszination durch bis zu 100 Stunden Film begleitet? Welche Botschaften vermitteln hierbei die Serienerzählungen, welche ethischen Handlungsanweisungen geben sie den Zuschauern? Wie gestalten sie Gewaltdarstellungen und welche Moraltransfers finden in diesen Zusammenhängen an das Publikum statt? Auf diese und ähnliche Fragen möchte die Artikelserie, die heute ihre Blogpremiere feiert und nachfolgend mit exemplarischen Analysen zu Gewalt und Moral in der Mafiafamilienserie The Sopranos beginnt, einige Antworten geben und dadurch die kritische Auseinandersetzung mit der Erzählsubstanz aktueller TV-Serien befeuern.
Und morgen geht es weiter, mit The Sopranos – Schuld ohne Sühne? Die Moral des Soziopathen. Weiterlesen

03. März 2014 von Werner C. Barg
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Die schönste Zumutung

Matthew McConaughey, Kevin Spacey, Woody Harrelson, Glenn Close, Hale Berry,  Maggie Smith: Sie denken an Hollywood? Ich denke an Fernsehen. Immer mehr große Namen des Celluloids haben den Weg in diverse TV-Produktionen gefunden. Und nicht etwa in aufwendig produzierte Filme. … Weiterlesen

11. Dezember 2013 von Katja Dallmann
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Von Blowjobs, Wildentenfutter und Helden, die wir verdienen

Ich weiß: Die Sopranos sind die Mutter der Qualitäts-Serie. Kinoqualität für den Flachbildschirm. Unförmige Menschen, Motorjachten, Automobile, Brüste, Wohnungen und sonstiges Mobiliar. Der Trailer beinhaltet ja schon den gesamten Stoff, auch wenn er sich teilweise nur in Radkappen spiegelt. Irgendein unbedeutendes, phantasieloses, total rücksichtsloses Arschloch kommt vom Highway nach New Jersey. Die Art, wie der Mann die Maut zahlt und sich in den Qualm seiner Zigarre hüllt, offenbart, was für ein Mensch er ist. Er findet sich scheißgut. Er sieht auf den Friedhof, auf startende Jets und hat bestimmt das Wort Ikea noch nie in seinem Leben gehört. Fährt durch sein altes Viertel, an seinem Schlachterladen vorbei, den Berg hoch in die Suburbs, in die er sich hochgemordet hat und hält schließlich vor der Triplegarage seines Kingsize Alptraums.

So what? Warum soll ich mir das angucken? Nur weil der Winter nie aufhört, und ich allein bin?

Der Rest ist das gewöhnliche Gesicht des Kapitalismus, wie wir ihn täglich erleben, nur endlich einmal in ungeschminkter und nicht hinter billigem Kitsch versteckter Form. Jede Handlung ist, wie das Wort schon sagt, ein Deal und hat ihren Preis. Für einen Mord oder eine Erpressung gibt es braune Umschläge mit dreckigem Straßengeld, einen Blowjob, ein Automobil. Weiterlesen

17. April 2013 von Uli Wohlers
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