Archiv für WhatsApp

WhatsApp auf dem Handy – bitte zum Wohle der Kinder deinstallieren!!

Die Eltern zweier Töchter, 10- und 15-jährig, müssen sich vor dem Amtsgericht Herford verantworten. Der Vorwurf – Gefährdung des Kindeswohls durch die unbeaufsichtigte Nutzung der internetbasierten Messenger-App WhatsApp. Zum Sachverhalt:

Die beiden Mädchen wachsen nach der Trennung der Eltern bei ihrem Vater auf. Die ältere Tochter S. fiel spätestens seit dem Alter von 3 Jahren durch eine Entwicklungsstörung mit besonderen Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung und in der Motorik auf. Dieses bedingte diverse ärztliche Untersuchungen und auch Klinikaufenthalte. Nach wie vor bedarf S. therapeutischer Hilfe. Der Vater besuchte im Zuge dieser Behandlungen mal mit einer oder beiden Töchtern einen alten Schulfreund. Dieser fing im Juni 2015 an, der älteren Tochter sogenannte Sexting-Nachrichten via WhatsApp zu schicken. Weiterlesen

30. November 2016 von Anke Soergel
Kategorien: Rechtsreport Schlagwörter: , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Der Freund von Laura

Kürzlich fragte mich Julia*, die 12-jährige Tochter einer Freundin, ob ihre Freundin Laura einen neuen Freund habe, denn sie erhielt eine WhatsApp vom „Freund von Laura“. Ich konnte die Frage sofort verneinen, da ich wusste, dass Laura keinen Freund hat. Nun erklärte ich Julia, dass es sich bei der Anfrage um einen unseriösen Versuch der Kontaktaufnahme mit ihr handele, indem sich jemand als Freund von „einem möglichst verbreiteten Mädchennamen“ ausgibt – und sie niemals darauf reagieren solle. Solche oder ähnliche Vorgänge werden als Cybergrooming bezeichnet. Täter erschleichen sich über diesen Weg das Vertrauen ahnungsloser Minderjähriger und erpressen diese schließlich. Weiterlesen

27. September 2016 von Sonja Hartl
Kategorien: Medienpädagogik Schlagwörter: , , , , Schreiben Sie einen Kommentar

Faxit – der Ausstieg aus der Privatsphäre

„Wenn die Zusammenarbeit mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, hätten wir es nicht getan. Stattdessen streben wir eine Partnerschaft an, die es uns erlaubt, weiterhin unabhängig und autonom zu operieren.“ Dies sind die Worte von Jan Koum, einem der WhatsApp-Gründer, vom 14. März 2014 als Antwort auf die Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Und weil schon damals viel über den Verlust der Privatsphäre und den Austausch von Daten hinsichtlich der Übernahme spekuliert wurde, ergänzte er: „Der Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen und wir haben WhatsApp um das zentrale Prinzip, so wenig wie möglich von dir zu wissen, aufgebaut.“ Dies beinhalte das Unwissen über E-Mail-Adresse, GPS-Daten, Namen, Suchmaschineneingaben und anderer privater Daten. Der Eintrag ist rührend geschrieben, wirkt ehrlich und ist mit einer persönlichen Anekdote untermalt … Weiterlesen

14. September 2016 von Carolin Nägele
Kategorien: Digitale Welt Schlagwörter: , , , , Schreiben Sie einen Kommentar