Keine Zwergen-Berlinale: die Kinder- und Jugendfilme des Festivals

Es ist jedesmal eine Überraschung, was es dann wirklich zu sehen gibt: Einen Tag nach dem Beginn des großen Festivals startet am 6. Februar auch die „Berlinale Generation“, die Kinder- und Jugendfilmsektion der Berliner Filmfestspiele. Und was immer man von der Berlinale insgesamt halten mag – in den Bereichen „Kplus“ (für Kinderfilme) und „14plus“ (Jugendfilm) mag sich alles auf die Interessen jüngerer Zuschauer ausrichten, aber oft finden sich gerade dort einige der interessantesten Arbeiten, die in Berlin gezeigt werden.

Im Kinderfilmblog, das ich seit zwei Jahren betreibe, stelle ich nicht nur regelmäßig Kurzfilme für Kinder vor, die mir spannend oder witzig erscheinen, weise auf Kinostarts hin und bespreche, was mir lohnenswert erscheint; vor allem suche ich nach Filmen, die aus der Masse und dem Durchschnitt dessen herausstechen, was in Deutschland so ins Kino kommt oder auf DVD erscheint – nach den Trüffeln gewissermaßen, die sich irgendwo unter der Erde versteckt halten. Denn Kinderfilme sollten, finde ich, nicht nur Spaß machen (das natürlich auch), sie dürfen auch, sollen gar, ästhetisch und inhaltlich anspruchsvoll sein.

Dass man mehr solcher Filme auf Festivals findet, wundert da sicher nicht – neben der Berlinale bieten in Deutschland insbesondere die Kinderfilmsektion des Filmfests München, das Schlingel-Festival in Chemnitz und der „Goldene Spatz“ in Gera und Erfurt ein immer wieder großartiges internationales Programm.

Die Filme, die die Berlinale Generation in diesem Jahr zeigt, habe ich unter Berlinale 2015: Erste Kinder- und Jugendfilme und Berlinale 2015: Alle Kinder- und Jugendfilme (Generation Kplus und 14plus) kurz vorgestellt – immer mit den Inhaltsbeschreibungen, die das Festival bietet und, soweit es möglich war, auch mit kurzen Trailern – oft in der Originalsprache. Auf dem Festival selbst wird bei den Filmen der Reihe „Kplus“ der deutsche Text eingesprochen, für „14plus“ wird Englisch vorausgesetzt: hier sind die Filme entsprechend untertitelt.

Bevor die Berlinale in etwas über zwei Wochen losgeht, werde ich hier im FSF-Blog noch besondere Höhepunkte der Generation zum Besuch empfehlen.

Über Rochus Wolff

Rochus Wolff arbeitet u.a. als freier Filmkritiker. Sein Studium der Literaturwissenschaft (und einiger anderer Dinge) hat er in Bonn und Oxford betrieben, zuletzt auch in Berlin, wo er jetzt mit seiner Familie lebt. Im Kinderfilmblog sowie in festen Kolumnen für kino-zeit.de, schreibt er regelmäßig über seinen Arbeitsschwerpunkt Kinderfilm. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit dem Genrekino (vor allem Horror und Science Fiction) sowie Geschlecht im Film. Er hat u.a. in der Deadline, auf critic.de, moviepilot, Telepolis und in der taz veröffentlicht.

22. Januar 2015 von Rochus Wolff
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