2. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt

Unter dem Titel: medien │ gesellschaft │ verantwortung – Medienkompetenz als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe werden vom 25. bis 26. September 2013 zahlreiche Medienwissenschaftler/-innen, Medienpädagogen/-innen und Fachleute in Halle zusammenkommen und die Medienkompetenzvermittlung als lebenslangen, zielgruppen- und akteursübergreifenden Lernprozess analysieren. Ausgehend davon sollen Impulse für medienpädagogische Entwicklungen abgeleitet werden.

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An zwei Tagen bietet die Tagung Interessierten Vorträge und Podiumsdiskussionen sowie 20 Wahlpanels zu den Bereichen Medien, Gesellschaft und Verantwortung.

Auch die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) e.V. wird bei der Tagung vertreten sein. Anke Bergmann und Christina Heinen werden den Impuls zum Panel Erfolgsmodell Scripted Reality: Real und doch nur gespielt? geben.

Reality-Fernsehen kommt in vielen Formaten und Unterhaltungsfarben daher und fesselt v.a. die jungen Fernsehzuschauer/-innen an den Bildschirm. Die pseudorealen Formate wie Die Schulermittler, Berlin Tag & Nacht oder X-Diaries – love, sun & fun bescheren mit non-fiktionalen Stilmitteln und erfundenen Konflikten v.a. den privaten Sendern hohe Marktanteile und Reichweiten. Was für die Sender ein Erfolgsmodell ist, empfindet manch anderer als vorsätzliche Täuschung. Vor allem Jugendschützer/-innen und Medienpädagogen/-innen haben Einwände gegenüber den neuen Formaten. In dem Panel diskutieren Vertreter von Medienwissenschaft, -aufsicht und -pädagogik, Senderverantwortliche und Produzenten unter dem Schlagwort „Verantwortung“ die möglichen Auswirkungen dieser speziellen Art der medialen Darstellung auf die Gesellschaft. (Panelbeschreibung Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt)

Die Leitfragen des Panels Erfolgsmodell Scripted Reality: Real und doch nur gespielt? lauten:

1.Wodurch zeichnet sich das Format „Scripted Reality“ aus?

2.Wie viel medial inszenierte Wirklichkeit vertragen die Fernsehzuschauer? Durchschauen junge Rezipienten/-innen die Dekonstruktion non-fiktionaler/dokumentarischer Stilmittel als unterhaltendes Hybridgenre?

3.Welche medienpädagogischen Unterstützungsangebote braucht das Fernsehpublikum?

4.Welche Verantwortung haben die Sender gegenüber den Darstellern/-innen und dem Publikum? Und wie nehmen sie diese wahr?

Diskutanten/-innen sind:

Martin Heine (Medienanstalt Sachsen-Anhalt)
Karen Schönherr (medien+bildung.com)
Felix Wesseler (filmpool)
Christian Rudnitzki (RTL II)
Die Moderation übernimmt Maren Würfel von der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und Neue Medien.

Die 2. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt ist eine Veranstaltung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem  Netzwerk Medienkompetenz Sachsen-Anhalt sowie dem Kompetenzzentrum Frühe Bildung der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Weitere Informationen zur Tagung sowie Einzelheiten zur Anmeldung finden Sie hier.

Über Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV).

15. August 2013 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
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