Frauen wollen kein Zampano sein

Warum Filme größtenteils von Männern gedreht werden
Frauen sind auf Deutschlands Regiestühlen deutlich unterrepräsentiert: Nur jeder fünfte Kinofilm stammt von einer Regisseurin; beim Fernsehfilm ist die Diskrepanz noch deutlicher. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen müssen Regisseurinnen also entweder talentierter sein oder die richtigen Beziehungen haben. Natürlich machen sie nicht automatisch die besseren Filme, aber sie erzählen Geschichten anders und außerdem andere Geschichten. Warum sie das so vergleichsweise selten tun dürfen, ist ein Rätsel: 50 Prozent der Filmhochschulabsolventen mit Regiediplom sind Frauen aber nur 14 Prozent arbeiten später tatsächlich im erlernten Beruf, sagt Doris Dörrie in der ARD-Dokumentation Superfrauen. Die kommerziell wie auch künstlerisch erfolgreichste deutsche Filmemacherin (Männer, Kirschblüten – Hanami) lehrt seit zwanzig Jahren an der HFF in München.
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#bodyshame vs. #bodylove

Bei 65 Prozent aller Frauen ist die linke Brust größer als die rechte – ein Größenunterschied zwischen beiden Brüsten ist also eher die Regel als die Ausnahme. Die meisten Jugendlichen wissen nur nicht um solcherlei Fakten zum menschlichen Körper, beziehen ihr Wissen über Sexualität und Körperbilder eher auf visueller Ebene aus dem Netz. Laut einer aktuellen Studie kommen Jungen und Mädchen im Durchschnitt mit 12,7 Jahren zum ersten Mal in Kontakt mit pornografischen Inhalten. Auf Jungen kann sich das in Form von sexuellem Leistungsdruck auswirken, Mädchen hingegen entwickeln eher einen Perfektionsanspruch hinsichtlich ihres Körpers. Nur ein Beispiel dafür wie die vielen Bilder, denen wir tagtäglich… Weiterlesen ...

tv diskurs: Sport in den Medien

Sport fasziniert und bewegt – sowohl Akteure als auch Zuschauer. Vor allem der Fußball hat durch Liveübertragungen von Weltmeisterschaften und Bundesligaspielen sehr vom Fernsehen profitiert. Gleichzeitig machte er das damals noch junge Medium attraktiv. Sport und Medien sind zunehmend ineinander verwoben, beide sind aufeinander angewiesen. Mittlerweile geben die Sender Millionenbeträge für die Übertragung sportlicher Großereignisse aus, was letztlich auch den Vereinen hilft. Es ist für beide Seiten gewinnbringend. Was macht die Faszination des Sports für die Perspektive der Zuschauer aus? Welche Rolle spielt er für die Gesellschaft, für deren sozialen Zusammenhalt? Was bedeuten das Spiel, die Auseinandersetzung, das Verlieren und Gewinnen für die Zuschauer? Und erleben sie es gleichermaßen emotional intensiv – egal, ob live im Stadion oder zu Hause am Bildschirm? tv diskurs untersucht in der in wenigen Tagen erscheinenden 86. Ausgabe (4/2018), die unterschiedlichen Facetten, die die Bedeutung des Sports in unserer heutigen Medienlandschaft ausmachen und geht dafür auch zurück zu den Anfängen. Weiterlesen ...

Überzogen, dennoch realitätsnah?

Schon in der Schlange vor dem Ticketschalter ist klar, dass das kein gewöhnlicher Kinobesuch wird: Vor mir, hinter mir, links und rechts neben mir – überall wird Polnisch gesprochen. Seit einiger Zeit schon laufen in mehreren Multiplex-Ketten regelmäßig Filme aus unserem Nachbarland in OmU, um die große polnische Community hierzulande zu bedienen. Am 21. Oktober war auf diese Weise Kler bundesweit zu sehen. Weiterlesen ...