Die Moral eines geheimen Krieges. Homeland – der Blick in eine paranoide Gesellschaft

Fortsetzung der Reihe Moral in Serien. Heute folgt der zweite Teil des Vergleichs der Serien 24 und Homeland im Artikel Die Moral eines geheimen Krieges. Die gebrochene Persönlichkeit hat 24-Hauptfigur Jack Bauer durchaus gemeinsam mit der CIA-Agentin Carrie Mathison, eine der Hauptfiguren der von Fox 21 für den Sender Showtime produzierten Dramaserie Homeland. Wie schon der Vorspann der Serie verrät, kämpft Carrie seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gegen den islamistischen Terror. Seinerzeit versagt zu haben, geht ihr nach. Sie hat im geheimen Krieg des Terrors seelischen Schaden genommen, ist traumatisiert, hat eine bipolare Störung ihrer Persönlichkeit entwickelt. Sie schluckt Pillen gegen ihre manisch-depressiven Gemütszustände. Gegenüber ihrem Vorgesetzten bei der CIA, David Estes, und auch gegenüber ihrem Mentor und Vertrauten, dem CIA-Sicherheitsexperten Saul Berenson, verschweigt sie ihre Krankheit. Ihnen erscheint Carrie als merkwürdig und sonderbar – besonders, als sie mit einer ganz besonderen Verschwörungstheorie daherkommt ... Weiterlesen ...

Breaking Bad – das Böse stirbt!? Walter White – die ironische Errettung des „amerikanischen Helden“

Heute der letzte Teil der Beitragsserie Breaking Bad – das Böse stirbt!? aus der tv diskurs-Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien. Walter White – die ironische Errettung des „amerikanischen Helden“. Aufgrund der zuvor analysierten Charakterführung der Hauptfigur und der damit verbundenen Moraltransfers an das Publikum ist der moralische Kredit, den die Hauptfigur Walter White am Beginn der Serie beim Zuschauer hatte, in der Mitte der fünften und damit finalen Staffel der Serie Breaking Bad vollständig aufgebraucht. Weiterlesen ...

Breaking Bad – das Böse stirbt!? Die Doppelmoral des Walter White

Fortsetzung der Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien, am Beispiel der US-Serie Breaking Bad. Gestern erschien bereits Teil eins Breaking Bad – das Böse stirbt!? Vom Durchschnittsbürger zum Massenmörder. Dieser endete mit dem Absatz: Besonders die Krebserkrankung ist für die Charakterzeichnung der White-Figur der entscheidende dramaturgische „Kniff“, um dem Zuschauer auch für Whites Verbindung mit der Unterwelt des Drogenhandels zunächst eine psychologisch wie moralisch glaubhafte Legitimierung geben zu können: Aufgrund der fehlenden sozialen Absicherung kann sich auch die White-Familie wie viele US-Mittelschichtsfamilien, denen die Deklassierung droht, die teure Antikrebsbehandlung kaum leisten. So verfällt Walt der Idee, seine chemischen Kenntnisse den Drogenbossen zur Verfügung zu stellen und unter dem Tarnnamen „Heisenberg“ zusammen mit Jesse Pinkman hochwertiges Crystal Meth herzustellen. Dabei verstrickt er sich aber sehr schnell zusammen mit Pinkman immer tiefer in kriminelle Machenschaften, die auch Totschlag und Mord einschließen. Weiterlesen ...

Breaking Bad – das Böse stirbt!? Vom Durchschnittsbürger zum Massenmörder

In der Mitte der fünften und damit finalen Staffel der US-Serie Breaking Bad ist die Verabredung mit dem Zuschauer, eine Hauptfigur wenn schon nicht identifikatorisch so doch wenigstens mit Empathie begleiten zu dürfen, vollständig durchbrochen. Der Zuschauer kann für die Gewalttaten des Walter White alias Drogenboss „Heisenberg“ zu diesem Zeitpunkt der Serienerzählung keine moralische Rechtfertigung mehr erkennen. Und doch gelingt es den Machern der Serie, das moralische „Ansehen“ ihres Antihelden bis zum Ende der Serie zu erretten und sogar ein Finale zu schaffen, dessen Akzeptanz beim Publikum im US-Fernsehen sensationell war. Mit welchen Erzählstrategien und Moraltransfers gelingt dies? Dieser Frage geht die tv diskurs-Artikelreihe zu Gewalt und Moral in TV-Serien nach. In drei Beiträgen widmet sich Werner C. Barg, in den nächsten Tagen, der US-Serie Breaking Bad. Weiterlesen ...