True Crime: Veränderte Perspektiven

„Jede Generation bekommt ihren Ted Bundy“ – dieser Halbsatz aus Torsten Körners Beitrag in der tv diskurs geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Er meint nicht, dass es in jeder Generation einen neuen medial omnipräsenten Serienmörder gibt, sondern, dass jede Generation eine Version von Ted Bundy bekommt: Im Jahr 1980 hat Ann Rule mit ihrem Buch The Stranger Beside Me von ihrer beruflichen – nicht mörderischen – Zusammenarbeit mit Bundy erzählt. Mit diesem Buch hat sie nicht nur eine Version des Mörders präsentiert, sondern einen True-Crime-Boom ausgelöst. Sonja Hartl über die „Faszination True Crime“ und ihre medial unterschiedlichen Erzählformen sowie Erzählweisen. Weiterlesen ...

Im Dickicht der True-Crime-Formate

True-Crime-Reality Formate schwemmen in nicht unbeträchtlichem Ausmaß ins deutsche Fernsehen und landen damit auch verstärkt in den Prüfausschüssen der FSF. Mittlerweile haben sich narrative und visuelle Stile und Traditionen in diesem Genre herausgebildet, die zugespitzt oder präziser formuliert stereotype und oft auch klischeebeladene Bilder festschreiben. Meistens handelt es sich um ein Unterhaltungsformat, dass seine besondere „Würze“ aus dem Realismusgehalt der geschilderten Verbrechen bezieht, oft bebildert durch suggestive Reenactmentszenen. Warum die heute auf sixx startende Crime-Doku Surviving Evil – Im Angesicht des Bösen (Staffel 03) eine kleine Überraschung im Dickicht der True-Crime-Formate darstellt, schildert Christiane Radeke. Weiterlesen ...