Sexismus als Hass im Netz

Der medien impuls am 16. Mai 2017 widmete sich den Mechanismen der Diskriminierung und Marginalisierung im Netz. Im Licht der aktuellen Diskussionen um Hate Speech und Hate Crimes als Gefahr für die Demokratie wurde die Sexismusdebatte noch einmal neu entfacht.

Sprachwissenschaftler Dr. phil. Anatol Stefanowitsch (Freie Universität Berlin) analysierte Hassrede in den sozialen Netzwerken als Ausdruck und Werkzeug sozialer Ausgrenzung, Kommunikationswissenschaftlerin Dr. phil. Ricarda Drüeke (Universität Salzburg) beleuchtete die Machverhältnisse bei Wikipedia und YouTube unter dem Genderaspekt. In der anschließenden Podiumsdiskussion der Referentinnen und Referenten mit Moderatorin Christine Watty, Soziologin Prof. Dr. Elisabeth Tuider (Universität Kassel) und #aufschrei Initiatorin Anne Wizorek (kleinerdrei.org) wurde der Wunsch bekräftigt entgegen dem gängigen Vorurteil „Sexismus ist doch heute kein Thema mehr“ Diskriminierung als strukturelle Gewalt sichtbar zu machen.

Ein ausführlicher Bericht zur Tagung folgt in tv diskurs 81, Heft 3/2017.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier: http://fsf.de/veranstaltungen/medien-impuls/2017-gender-diskriminierung/ und einige Bilder haben wir auf Facebook bereitgestellt.

Über Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV).

24. Mai 2017 von Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen
Kategorien: medien impuls | Schreiben Sie einen Kommentar

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