Datenschutz, Businessmoral und Berliner Underground

Grimme-Preise 2019
Im Vordergrund der diesjährigen Grimme-Fernsehpreis-Gewinner stehen Gegenwartsthemen, mit denen sich unsere heutige Gesellschaft mal mehr und mal weniger auseinandersetzen muss. „Aktuelle komplexe Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit“, die durch „mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden“, beschreibt Frauke Gerlach, die Direktorin des Grimme-Instituts, die ausgezeichneten Werke.
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Im Dickicht der Realität

Europäische Qualitätsserie als Welturaufführungen auf der Berlinale 2019
Die Seriensektion der diesjährigen Berlinale eröffnet mit einem gelungenen Coup. Die großartig besetzte und originelle Thrillerserie Hanna mischt einen Coming of Age Plot in das Agenten-Sujet und etabliert das übergreifende Thema dieses Jahres. Die Welt der Gegenwart als gewalttätiger Ort, an dem sich die Bewohner den Weg durch das Dickicht der Realität bahnen müssen. In Hanna ist das wörtlich zu nehmen, denn das Mädchen mit diesem Namen wurde von ihrem Vater, einem ehemaligen Geheimdienstagenten, fernab der Menschen und der Zivilisation im Wald aufgezogen.
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„Das war direkt so: Yo! Faust aufs Auge.“

Gleich zwei Regie-Duos konnten in der diesjährigen Ausgabe der doku.klasse mit ihren Stoffen überzeugen: Dazwischen Elsa (AT) sowie Die Tochter von… werden seit Oktober im Rahmen von Workshops mit Jugendlichen in Duisburg diskutiert. Der gegenseitige Austausch bietet den FilmemacherInnen die Chance, sich unmittelbar mit den Sehgewohnheiten junger Publika auseinanderzusetzen. Die Jugendlichen wiederum sind am künstlerischen Prozess beteiligt und erfahren aus erster Hand, wie ein Filmprojekt geplant und durchgeführt wird.
Katharina Pethke und Christoph Rohrscheidt porträtieren in Dazwischen Elsa (AT) eine junge Frau, die sich bald entscheiden soll für einen Beruf, ein Studium, eine Ausbildung.
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Drei Tage Funkstille

Das Auto ist gepackt: der Kofferraum gefüllt mit unzähligen Getränken, Dosenfutter, einem acht-Personen-Zelt alias „Partypalast“ und allen weiteren Sachen, die man fürs Zelten benötigt. Die Handys sind aufgeladen, die Powerbanks voll. Dank Handynavigation erreichen wir problemlos unser Wochenendziel – das Festival „Rocken am Brocken“ mitten im Nirgendwo: in Elend – um genau zu sein. Doch kurz vorm Ziel stellen wir fest, es gibt kein Netz – mitten im Waldgebiet des Harzes. Elisa Hoth berichtet über ihre Erfahrungen, an drei Tagen das reale Leben zu spüren - nix Livestream bei YouTube.
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