Drei Tage Funkstille

Das Auto ist gepackt: der Kofferraum gefüllt mit unzähligen Getränken, Dosenfutter, einem acht-Personen-Zelt alias „Partypalast“ und allen weiteren Sachen, die man fürs Zelten benötigt. Die Handys sind aufgeladen, die Powerbanks voll. Dank Handynavigation erreichen wir problemlos unser Wochenendziel – das Festival „Rocken am Brocken“ mitten im Nirgendwo: in Elend – um genau zu sein. Doch kurz vorm Ziel stellen wir fest, es gibt kein Netz – mitten im Waldgebiet des Harzes. Elisa Hoth berichtet über ihre Erfahrungen, an drei Tagen das reale Leben zu spüren - nix Livestream bei YouTube.
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Das Ende des Zappens?

Sonntagabend. Mein Mann und ich haben gerade den Fernseher ausgeschaltet, als wir beide zu unseren Handys griffen und Twitter öffneten. Es gab gar keinen Anlass, einfach nur so. Und da mich meine eigene Nutzung der Sozialen Netzwerke gerade nervt, fiel es mir auf – und ich fragte mich, was ich eigentlich früher gemacht habe, als es noch kein Twitter gab. Entweder Videotext gelesen oder gezappt! Ziellos durchschalten, auf der Suche nach etwas, was mich interessiert. Oder bei dem ich hängenbleibe, obwohl ich es niemals bewusst einschalten würde. Ist das Zappen eine Kulturtechnik, die gerade verloren geht?
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Der wundervolle Scully-Effekt

Gefühlte Wahrheiten sind eine tückische Sache. Beispielsweise bin ich überzeugt, dass gerade Unterhaltungssendungen einen ungeheuren Einfluss auf unsere Wahrnehmung haben. Gäbe es in jedem Fernsehfilm, jeder Fernsehshow, jeder Serie ganz selbstverständlich Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen, Männer und Kinder mit unterschiedlichen Körperformen, mit und ohne Behinderungen würde sie ganz natürlicher Teil unseres Alltags. Aber gefühlte Wahrheiten sind nicht belegt. Doch nun wurde eine diese Überzeugungen nachgewiesen: der sogenannte Scully-Effekt. Weiterlesen ...

„Ich brauche keinen Undercut!“

Über den Selbstversuch, Influencer zu werden
Francesco Giammarco, geboren 1986, lebt und arbeitet als freier Journalist in Hamburg. Er schreibt u.a. für „Die Zeit“ und „Spiegel Online“. Könnte es ihm auch gelingen, innerhalb kurzer Zeit in dem sozialen Netzwerk Instagram zu einer einflussreichen Persönlichkeit, einem sogenannten Influencer, zu werden und damit viel Geld zu verdienen? Barbara Weinert sprach mit ihm über seinen vierwöchigen Selbstversuch.
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