Archiv der Kategorie Diskurs

Bundeswe(h)rbung: Krieg als Entertainment für Jugendliche?

Bereits zwei erfolgreiche Formate kann die Bundeswehr auf ihrem YouTube-Kanal vorweisen: Die Rekruten und Mali. Videos im Stil des Reality-TV, gefilmt mit Handkameras und Selfie-Sticks. Die Bundeswehr will junge Interessentinnen und Interessenten mithilfe neuer Medien für sich gewinnen. Stets begleitet von der Kritik, bei der Rekrutierung den Alltag und die Einsätze der Soldatinnen und Soldaten zu beschönigen und Krieg zu verharmlosen. Weiterlesen

12. Februar 2018 von Laura Keller
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Gefühlte Grenzüberschreitung

Überlegungen zur Bedeutung von Kriterien in der Ethik.

Eine der wesentlichen Aufgaben der Ethik und den daraus entstehenden Regelsystemen ist es, Ordnung und Verlässlichkeit in das Chaos des menschlichen Zusammenlebens zu bringen. Regeln müssen praktikabel und anwendbar sein, sie müssen aber auch von allen Beteiligten als einigermaßen gerecht akzeptiert werden, denn nur so können wir Menschen darauf vertrauen, dass sie von möglichst vielen eingehalten werden. Wer bei Grün über die Kreuzung fährt, muss sich darauf verlassen können, dass die anderen bei Rot halten – sonst knallt es. Weiterlesen

09. Februar 2018 von Joachim von Gottberg
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Neu: tv diskurs 1/2018 Mächtige Bilder, ohnmächtige Ethik

Die neue tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien ist online! Hier gibt es eine kleine Vorschau auf das aktuelle Heft und auf tvdiskurs.de die einzelnen Artikel der Ausgabe 1/2018 (Heft 83) zum Download.

tv diskurs gibt im aktuellen Heft einen Überblick über das relativ junge Fach der visuellen Kommunikationsforschung und die Herausforderungen, denen es sich in Zeiten zunehmender Allgegenwart von medialen Bildern stellen muss. Produktion, Rezeption und Wirkung von Bildern sollen ethisch eingeordnet und ihre Emotionalisierungsstrategien beleuchtet werden. Es wird ebenfalls der Frage nachgegangen, welche Medienkompetenzen für den Umgang mit Bildern und deren Kontexten erforderlich sind. Die Ausgabe 83 arbeitet im Wesentlichen die Vorträge und Diskussionen auf, die auf der gleichnamigen Tagung am 7. Dezember 2017 gehalten bzw. geführt worden sind. Weiterlesen

02. Februar 2018 von tv diskurs
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Selfies und Selbstrepräsentation

Das Buzzword „Selfie“ beschreibt ein zentrales Kulturmuster der digitalen Gesellschaft. In der Selfie-Generation nehmen egozentrische Selbstdarsteller und smarte Power-User immer mehr Einfluss auf soziale Rollenmodelle, Identitätsskripte und politische Denkweisen der Gegenwart. Selfies sind längst nicht nur Verstärker der digitalen Ego-Netzwerke, sie beherrschen die Bildkultur der Gegenwart und formen das kollektive Gedächtnis für künftige Generationen.
Dr. phil. habil. Ramón Reichert, European Project Researcher an der University of Lancaster, Studienleiter und Koordinator des postgradualen Masterstudiengangs „Data Studies“ an der Donau-Universität Krems, geht der Frage nach: Sind Selfies DAS MEDIUM EINER SELBSTVERLIEBTEN GENERATION?
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22. Januar 2018 von tv diskurs
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Die deutschen Kindersender sehen das Internet nicht als Konkurrenz, sondern als Chance

Während YouTube, Amazon und Netflix dafür gesorgt haben, dass den etablierten Programmen die jungen Zuschauer abhanden kommen, wird das Internet bei den deutschen Kindersendern vor allem als Chance betrachtet. Für den KiKa werde Video-on-Demand „ein ganz wichtiger Baustein“, sagt der ehemalige KiKa-Chef Michael Stumpf (seit Anfang Januar Leiter des Kinderfernsehens im ZDF) und kündigt für Mitte des Jahres den Start einer neuen Mediathek an. Es sei wichtig, sich „aus dem Korsett des linearen Programms zu befreien.“ In den letzten Jahren hätten zudem alle Internetangebote einen Relaunch erfahren. Seit 2017 ist der KiKa auf Facebook vertreten, außerdem wurde eine eigene YouTube-Plattform gestartet: „Wir müssen dahin gehen, wo unsere Zielgruppen sind.“ Weiterlesen

18. Januar 2018 von Tilmann P. Gangloff
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Warum im deutschen Kinderfernsehen seit Jahren eine Zwei-Klassen-Gesellschaft herrscht

Seit geraumer Zeit befinden sich die Fernsehlandschaften auf der ganzen Welt in einem Fragmentierungsprozess: Durch die Gründung immer neuer Sender und die zunehmende Nutzung von Streamingdiensten verlieren die etablierten Programme kontinuierlich an Zuschauern. Einzig das deutsche Kinderfernsehen entzieht sich diesem Trend. Hierzulande hat sich eine klare Zwei-Klassen-Gesellschaft etabliert. Michael Stumpf, seit 1. Januar neuer Leiter der Hauptredaktion Kinder und Jugend und seit zwanzig Jahren im Geschäft, kennt das gar nicht anders: „Kika und Super RTL führen das Feld Kopf an Kopf an, Disney und Nickelodeon kommen nicht über die Zehn-Prozent-Hürde.“ Weiterlesen

12. Januar 2018 von Tilmann P. Gangloff
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„Ich habe mir gewünscht, dass es kein Morgen mehr gibt“

Wie das Fernsehen über Ausländer berichtet.

Das Fernsehen hat den gewalttätigen Ausländer als Angstfigur neu entdeckt. Während sich die Zahl der aktuellen TV-Berichte über nicht deutsche Gewalttäter seit 2014 vervierfacht hat, sind Anschläge auf Flüchtlinge und Zugewanderte kaum ein Thema. Politik und Behörden bestimmen die Debatte, Ausländer selbst kommen kaum zu Wort.
Wie befördert eine Berichterstattung über spektakuläre Straftaten, die von nicht deutschen Gewalttätern begangen werden, eine fremdenfeindliche Stimmung? Und stellt sich Medienverantwortlichen diese Frage überhaupt oder zählen allein Relevanz und Publikumsinteresse?
Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Hestermann, erschienen in der Printausgabe der tv diskurs. Weiterlesen

04. Januar 2018 von tv diskurs
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