„Facebook will Leben retten“

Anfang letzten Jahres konnte die ganze Welt den Suizid einer jungen Frau in Bangkok verfolgen. Über ein Facebook Live-Video teilte sie ihren Kummer über die Trennung von ihrem Freund mit und nahm sich kurz darauf das Leben. Jede Hilfe von alarmierten Zuschauerinnen und Zuschauern kam zu spät. Jährlich sterben weltweit ca. 800.000 Menschen an Selbstmord oder Suizidversuchen. Facebook versucht nun mithilfe Künstlicher Intelligenz präventiv entgegenzuwirken. Aber wie sieht es mit Datenschutz, Privatsphäre und Missbrauch des angebotenen technischen Tools aus? Weiterlesen ...

tv diskurs: „Unerhört!“ Mediale Empörung

Es gehört zum Wesen der Medien, nicht die Normalität abzubilden, die meist friedlich und einigermaßen regelkonform abläuft. Interessant und spannend ist das, was danebengeht, die Katastrophe, der Unfall und natürlich – wenn es um Menschen geht – der Verstoß gegen Verbote, Tabus oder gesellschaftliche Konventionen. Das gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sich über die „Täter“ zu erheben und seine Empörung zum Ausdruck zu bringen. tv diskurs will dem Phänomen der Empörung, in der gerade erschienenen Ausgabe 87 (1/2019), auf den Grund gehen: Warum empören wir uns so gerne und warum ist die Aufdeckung von Normverstößen ein derartig erfolgreiches Geschäftsmodell? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke, in denen Empörung oft in Hasstiraden eskaliert? Bedeutet die Beliebtheit medialer Normverstöße einen Angriff auf die Regel oder braucht eine Gesellschaft Skandale und Empörung, um sich regelmäßig ihrer Bedeutung zu versichern? Weiterlesen ...

Erziehungsmaßnahmen – Social Media?

Das Internet steckt in der Krise. Unser Leben in der virtuellen Welt nimmt immer mehr an Relevanz zu, die Regeln des Spiels scheinen sich allerdings nicht schnell genug anzupassen. Jetzt ziehen die Social-Media-Anbieter erste Konsequenzen und setzen unter anderem auch auf die Forschung mit künstlichen Intelligenzen. Wie YouTube die Nachahmung von fragwürdigen Challenges im Zaum halten möchte und sich Instagram den Kampf gegen Cybermobbing mit KI vorstellt, fasst Tabea Dunemann für uns zusammen. Weiterlesen ...

Vom Gangsta-Rap und dem ewigen Totschweigen

Dass viele den ‚Gangsta-Rap‘ kritisch betrachten, ist bekannt. Und trotzdem: Rapper wie Bushido, Farid Bang oder Kollegah waren 2006 und sind auch heute noch erfolgreich. Das beweisen die Verkaufszahlen ihrer Alben und die Klicks ihrer Musikvideos auf YouTube. Der Echo-Skandal 2018 um Felix Blume und Farid Hamed El Abdellaoui alias Kollegah und Farid Bang führte zu einer öffentlichen Debatte, die wochenlang die Medien beherrschte – und mit dem Fragen aufkamen: Wie weit darf Kunstfreiheit eigentlich gehen? Aber auch das Thema Jugendschutz rückte stärker in den Fokus. Wie und hinsichtlich welcher Kriterien werden Lieder und dazugehörige Musikvideos mit Blick auf den Jugendschutz geprüft? Wie kann man Jugendliche für den Umgang mit derart problematischen Textinhalten sensibilisieren? Und warum sprechen viele Lehrer nicht mit ihren Schülern über diese Problematik? Weiterlesen ...