„Mama, das ist peinlich!“

Während es früher schon unangenehem war, wenn die Mutti das Fotoalbum hervorholte, sind die Kinder heute ganz anderen Peinlichkeiten ausgesetzt. Ihr Leben befindet sich quasi digital und für alle sichtbar im Internet. Wann gehen Eltern zu weit und verletzen die Persönlichkeitsrechte ihres Kindes, indem sie Fotos und Videos ihrer Kinder auf Instagram und Co. hochladen? Und welche Rechte stehen Kindern überhaupt zu? Hierzu beauftragte das Deutsche Kinderhilfswerk bei der Universität zu Köln, eine Befragung durchzuführen. Die im Rahmen der Studie Kinder. Bilder. Rechte. Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der digitalen Mediennutzung in der Familie gewonnenen Erkenntnisse fasst Jule tom Dieck zusammen. Weiterlesen ...

Queer as US-Serien

1990 war die Welt noch eine andere: Deutschland war im Fußball richtig gut, ich ging zur Schule und fand Texte schreiben ziemlich doof, und beim WDR brach die Zuschauerhotline zusammen, weil Carsten Flöter einen anderen Mann küsste. Mal abgesehen vom Fußball war früher also doch nicht alles besser. Anfang diesen Jahres gab Georg Uecker, der Schauspieler, der Carsten Flöter seit Folge 6 der Lindenstraße spielt, ein Interview in der taz, in dem er sich an die Zeit kurz nach Ausstrahlung der besagten Szene erinnert: „Es gab extrem heftige Reaktionen auf diesen Kuss. […] Weiterlesen ...

Frauen wollen kein Zampano sein

Warum Filme größtenteils von Männern gedreht werden
Frauen sind auf Deutschlands Regiestühlen deutlich unterrepräsentiert: Nur jeder fünfte Kinofilm stammt von einer Regisseurin; beim Fernsehfilm ist die Diskrepanz noch deutlicher. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen müssen Regisseurinnen also entweder talentierter sein oder die richtigen Beziehungen haben. Natürlich machen sie nicht automatisch die besseren Filme, aber sie erzählen Geschichten anders und außerdem andere Geschichten. Warum sie das so vergleichsweise selten tun dürfen, ist ein Rätsel: 50 Prozent der Filmhochschulabsolventen mit Regiediplom sind Frauen aber nur 14 Prozent arbeiten später tatsächlich im erlernten Beruf, sagt Doris Dörrie in der ARD-Dokumentation Superfrauen. Die kommerziell wie auch künstlerisch erfolgreichste deutsche Filmemacherin (Männer, Kirschblüten – Hanami) lehrt seit zwanzig Jahren an der HFF in München.
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#bodyshame vs. #bodylove

Bei 65 Prozent aller Frauen ist die linke Brust größer als die rechte – ein Größenunterschied zwischen beiden Brüsten ist also eher die Regel als die Ausnahme. Die meisten Jugendlichen wissen nur nicht um solcherlei Fakten zum menschlichen Körper, beziehen ihr Wissen über Sexualität und Körperbilder eher auf visueller Ebene aus dem Netz. Laut einer aktuellen Studie kommen Jungen und Mädchen im Durchschnitt mit 12,7 Jahren zum ersten Mal in Kontakt mit pornografischen Inhalten. Auf Jungen kann sich das in Form von sexuellem Leistungsdruck auswirken, Mädchen hingegen entwickeln eher einen Perfektionsanspruch hinsichtlich ihres Körpers. Nur ein Beispiel dafür wie die vielen Bilder, denen wir tagtäglich… Weiterlesen ...