„Facebook will Leben retten“

Anfang letzten Jahres konnte die ganze Welt den Suizid einer jungen Frau in Bangkok verfolgen. Über ein Facebook Live-Video teilte sie ihren Kummer über die Trennung von ihrem Freund mit und nahm sich kurz darauf das Leben. Jede Hilfe von alarmierten Zuschauerinnen und Zuschauern kam zu spät. Jährlich sterben weltweit ca. 800.000 Menschen an Selbstmord oder Suizidversuchen. Facebook versucht nun mithilfe Künstlicher Intelligenz präventiv entgegenzuwirken. Aber wie sieht es mit Datenschutz, Privatsphäre und Missbrauch des angebotenen technischen Tools aus? Weiterlesen ...

… den Hals nicht voll bekommen

Letztlich geht es immer nur ums Geld, ob innerhalb des Bankensystems oder im Drogengeschäft – für Geld wird über Leichen gegangen. Letztes Jahr feierte die Serie Bad Banks sowohl während der Berlinale wie auch im TV großen Erfolg. Man darf gespannt sein, ob die neue Serie Banking District aus dem gleichen Milieu ähnlichen Zuspruch verzeichnet. MagentaTV hat aber den heutigen Tag nicht nur zum Start dieser Dramaserie auserkoren, sondern wartet auch mit einer weiteren neuen europäischen Serienproduktion auf: Gigantes. Hier werden im großen Stile Drogen geschmuggelt. Die FSF hatte beide Formate vorab in der Programmprüfung – daher können wir an dieser Stelle ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Weiterlesen ...

Das trashige Dutzend: Suicide Squad

Arndt Klingelhöfer, Autor dieses Textes und u.a. Prüfer bei der FSF zieht den Vergleich, der Actionfilm Suicide Squad sei ungefähr so böse wie die Band Knorkator. Was er genau damit meint, wie er zu dieser Einschätzung gelangt und welche Aspekte bei der Programmprüfung im Fokus standen – die Antworten zu den Fragen sind hier nachzulesen. Suicide Squad wird am Sonntag, 3. Februar 2019, zur Primetime bei ProSieben ausgestrahlt. Weiterlesen ...

tv diskurs: „Unerhört!“ Mediale Empörung

Es gehört zum Wesen der Medien, nicht die Normalität abzubilden, die meist friedlich und einigermaßen regelkonform abläuft. Interessant und spannend ist das, was danebengeht, die Katastrophe, der Unfall und natürlich – wenn es um Menschen geht – der Verstoß gegen Verbote, Tabus oder gesellschaftliche Konventionen. Das gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sich über die „Täter“ zu erheben und seine Empörung zum Ausdruck zu bringen. tv diskurs will dem Phänomen der Empörung, in der gerade erschienenen Ausgabe 87 (1/2019), auf den Grund gehen: Warum empören wir uns so gerne und warum ist die Aufdeckung von Normverstößen ein derartig erfolgreiches Geschäftsmodell? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke, in denen Empörung oft in Hasstiraden eskaliert? Bedeutet die Beliebtheit medialer Normverstöße einen Angriff auf die Regel oder braucht eine Gesellschaft Skandale und Empörung, um sich regelmäßig ihrer Bedeutung zu versichern? Weiterlesen ...