Programmbericht 2012

Programmbericht Fernsehen in Deutschland – Programmforschung und Programmdiskurs
Herausgegeben von der ALM GbR – die medienanstalten

Programmbericht 2012Jedes Jahr bringen die Landesmedienanstalten die Ergebnisse ihrer Programmbeobachtung in Form eines Programmberichtes heraus. Nun ist es soweit: der Programmbericht 2012 ist online abrufbar. Seit 1998 wird das Programm der acht wichtigsten, deutschen Sender (ARD, ZDF, RTL, Sat.1, VOX, ProSieben, RTL II, kabeleins) zweimal jährlich auf der Ebene der Programmstrukturen, der Sendungen und der fernsehpublizistischen Berichterstattung
inhaltsanalytisch untersucht.

Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2012 auf dem Fernsehprogramm am Nachmittag, einem Programmsegment, in dem seit vielen Jahren die unterhaltenden Formate Reality-TV zu festen Bestandteilen zählen. In Einzelstudien wird der Inszenierung von Authentizität in Scripted-Reality- und Castingshow-Formaten nachgegangen.

„Vom Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet und den neuen Möglichkeiten zeitsouveräner Fernsehnutzung durch On-Demand-Angebote ist schon seit einiger Zeit die Rede. Mit der weiteren Verbreitung mobiler Endgeräte und der zunehmenden Nutzung sozialer Online-Netzwerke aber scheint diese Durchdringung eine neue Qualität erreicht zu haben: Während der laufenden Sendung nutzen Zuschauer Notebook, Tablet oder Smartphone als „Second Screen“ und tauschen sich über das Fernsehprogramm aus. Auf Facebook gepostete Meinungen können zu Bestandteilen von Liveshows werden und über elektronische Programmführer kann man sich anzeigen lassen, welche Sendungen andere Nutzer empfohlen haben. An der Verbindung sozialer Online-Medien mit dem linearen Fernsehen, dem sogenannten Social-TV, setzt das Kapitel „Programmdiskurs“ des diesjährigen Programmberichts an. In den Beiträgen wird diskutiert, welche Chancen und Herausforderungen für Inhalteanbieter und Nutzer mit Social-TV verbunden sind, wie sich der Facebook-Erfolg des Scripted- Reality-Formats „Berlin – Tag & Nacht“ aus Produzentensicht erklären lässt und wie heute Online-Vielfalt und massenmediale Einheit zueinander stehen.“
(Auszug Vorwort)

Neben weiteren Programmanalysen wird auch die Frage wie journalistische Qualitätsstandards sichergestellt werden können, unter der Rubrik Qualitätsstandards – Qualitätsforschung, behandelt – im Kontext des Schweizer Modells zum Qualitätsmanagement in Medienorganisationen.
Der Programmbericht bietet Einblicke in aktuelle Problemfelder des Jugendmedienschutzes und in die aufsichtsrechtlichen Aktivitäten der Landesmedienanstalten.

Eine Übersicht zum Inhalt des diesjährigen Programmberichtes sowie den Programmbericht zum Download finden Sie hier.

Über FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV).

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