Klingeling – Mit einem Mediennutzungsvertrag das digitale Weihnachtsgeschenk einläuten

… wie Mediennutzung zur Familiensache wird.

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, sagte schon Erich Kästner, und das gilt besonders in Sachen Medienerziehung. Das fanden auch die Macher des scout-Magazins vor einigen Monaten, und bezogen das Zitat auf die Frage, wie man Medienerziehung angehen muss. Nämlich nicht nichts tun, sondern machen! Gemeinsame Regeln helfen!

Einen Mediennutzungsvertrag erstellen, aber wie?

Das A und O sind Regeln, und zwar solche, die von der ganzen Familie definiert und beschlossen werden, und für alle gelten. Dahin zu kommen ist gar nicht so leicht. Umso besser, dass es den „Mediennutzungsvertrag“ gibt, ein kostenloses und werbefreies Angebot von klicksafe und dem internet-abc, das bei der Erstellung von digitalen (Familien-)Regeln hilft. Dabei entsteht nicht nur ein Vertrag, sondern ein Rahmen für wichtige Mediengespräche. Welche Möglichkeiten es auf der Seite www.mediennutzungsvertrag.de gibt? Gleich das neue Weihnachtsgeschenk zum Anlass nehmen und mitklicken!

Screenshot www.mediennutzungsvertrag.de - ein gemeinsames Angebot der EU-Initiative klicksafe und des Vereins Internet-ABC, abrufbar unter: https://www.mediennutzungsvertrag.de
Screenshot www.mediennutzungsvertrag.de – ein gemeinsames Angebot der EU-Initiative klicksafe und des Vereins Internet-ABC, abrufbar unter: https://www.mediennutzungsvertrag.de

In vier Schritten zum eigenen Vertrag

      1. Einen neuen Vertrag eröffnen (oder auf einen vorhandenen zugreifen, um diesen zu verändern).
      2. Das Alter der Kinder auswählen: sechs bis 12 Jahre oder 12+. Ergibt Sinn, weil sich mit zunehmendem Alter die Themen, die Freiheitsgrade und damit auch die Inhalte des Vertrages verändern.
      3. Vertrag kreativ gestalten und die Namen der Beteiligten eintragen, denn auch die Eltern werden unterschreiben. Das gibt Kindern das Gefühl, dass man sie ernst nimmt, und mit der Unterschrift macht man es verbindlich – das ist Familiensache!
      4. Ran ans Eingemachte: Aus Kategorien wie „Allgemeine Regeln“ (z.B. Verhalten gegenüber anderen), „Zeitlichen Regeln“ (was wie viel am Tag?) oder den unterschiedlichen Mediengeräten als Rubrik (Nutzung des Smartphones, des TV, usw.) klickt man Regeln individuell zusammen. Die Auswahl an Regeln ist groß, das macht deutlich, wie viele Aspekte es zu besprechen gibt. Die vorgeschlagenen Regeln liefern Eltern eine sichere Orientierungsgrundlage. Die vorgefertigten Regelsätze können auch verändert oder angepasst werden. Speichern. Ausdrucken. Unterschreiben. Aufhängen. Fertig!

        Genannte Beispiele der Autorin im Mediennutzungsvertrag aufgenommen. Die Auswahl an Regeln ist vielfältig. Screenshot Mediennutzungsvertrag - ein gemeinsames Angebot der EU-Initiative klicksafe und des Vereins Internet-ABC, abrufbar unter: https://www.mediennutzungsvertrag.de
        Genannte Beispiele der Autorin im Mediennutzungsvertrag aufgenommen. Die Auswahl an Regeln ist vielfältig. Screenshot Mediennutzungsvertrag – ein gemeinsames Angebot der EU-Initiative klicksafe und des Vereins Internet-ABC, abrufbar unter: https://www.mediennutzungsvertrag.de

Der Vertrag betont: Medienerziehung ist Familiensache!

Übrigens kann man den Vertrag immer wieder aufrufen: dazu wird ein Code erstellt, den man beim nächsten Mal wieder eingibt. So kann man ergänzen, verändern oder Aspekte löschen, wenn sich die Situation in der Familie ändert. Die „Arbeit“ lohnt sich, der Vertrag wächst mit der Familie und ihren Mediennutzungsgewohnheiten. Prädikat: besonders wertvoll. Das Angebot vereint elementare Nutzungsregeln im Netz, bringt die Familie zusammen an den Tisch bzw. an das neue Gerät und macht deutlich, dass Mediennutzung ein Anliegen der ganzen Familie sein muss, damit es gelingen kann. Also lautet der erste Auftrag an Weihnachten (nach der Einstellung des Gerätes durch einen Erwachsenen natürlich): www.mediennutzungsvertrag.de aufrufen und gemeinsam aktiv werden. Denn „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, sagte schon Erich Kästner.

Über Eva Borries

Eva Borries ist Diplom-Medienpädagogin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Empirische Pädagogische Forschung (zepf) an der Universität Landau. Außerdem arbeitet sie deutschlandweit als Referentin für Medienkompetenz. Sie entwickelt individuelle medienpädagogische Fortbildungen, Vorträge und Workshops.

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