Die Macht der Bilder

Der medien impuls am 07. Dezember 2017 gab einen Überblick über das relativ junge Fach der visuellen Kommunikationsforschung und die Herausforderungen, die ihm in Zeiten zunehmender Allgegenwart von medialen Bildern gestellt werden. Dabei half die Tagung die Produktion, Rezeption und Wirkung von Bildern ethisch einzuordnen, ihre Emotionalisierungsstrategien zu beleuchten und ging u.a. der Frage nach, welche Medienkompetenzen für den Umgang mit Bildern und deren Kontexten erforderlich sind. Darüber wurden anhand konkreter Beispiele zusammen mit dem Publikum Kriterien für eine verantwortbare Einschätzung diskutiert und entwickelt. Weiterlesen ...

„Das Medium ist unser Feind, weil es so sehr unser Freund ist“

Unter dem Titel Licht und Schatten: Demokratische Öffentlichkeit und digitale Medien beschäftigte sich das Sommerforum Medienkompetenz 2017 mit der Frage, ob durch den Missbrauch der Freiheit des Netzes die Demokratie in Gefahr gerät, und was man dagegen tun kann. Mit dem Internet waren große Hoffnungen verknüpft: Das neue Medium sollte einen virtuellen Kommunikationsraum für alle eröffnen, die Welt zu einem globalen Dorf machen, in dem jeder mit jedem in Kontakt treten und kommunizieren kann. Daraus, so dachte man, würde vor allem Gutes erwachsen, eine Stärkung der Demokratie, die Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen auf direktem Wege, Schwarmintelligenz. „Am Anfang war das Licht“, fasste Prof. Joachim von Gottberg, Geschäftsführer der FSF, die Euphorie der neunziger Jahre in seiner Begrüßung zusammen und betonte, er sei noch immer ein großer Fan des Netzes. Weiterlesen ...

Alles, was nötig ist? Folter, Selbstjustiz und die Frage der Genrekompetenz

Thema der Prüferfortbildung waren Prüfentscheidungen zu Darstellungen von Selbstjustiz und Folter sowie die dabei unterstellte Genrekompetenz von Kindern und Jugendlichen, die es ihnen ermöglichen soll, problematische Szenen und Aussagetendenzen kritisch zu reflektieren bzw. als Fiction distanziert zu betrachten. Der sozialethisch desorientierende Gehalt entsprechender befürwortender oder verharmlosender Szenen und Plots wird darin gesehen, dass sie dem Rechtsstaatsprinzip – gemeint ist die Gesetzesbindung staatlichen Handelns um die Freiheit des Einzelnen zu sichern – widersprechen und damit im krassen Gegensatz zum Wertekonsens des Grundgesetzes stehen. Weiterlesen ...

Weniger Kontrolle, mehr Schutz

Ein norwegischer Gesetzesentwurf setzt Selbstregulierung als plattformübergreifendes Prinzip in beispielhaft einfacher und klarer Weise um. Bei der diesjährigen „International Film Classifiers Conference“ in Fredrikstad, Norwegen, vom 22. bis zum 23. Oktober 2014, stellte das Gastgeberland Norwegen ein geplantes neues und bestechend einfaches „Gesetz über den Schutz Minderjähriger vor schädlichen Bildprogrammen u.a.“ vor. Dieses soll die bestehenden Regelungen zu Rundfunk, Film und Video ablösen und zugleich eine verbindliche Regelung für fernsehähnliche Inhalte im Netz schaffen. Weiterlesen ...

Happy Birthday!

Am 30. August feierte das I-KiZ, das Zentrum für Kinderschutz im Internet, in Berlin seinen ersten Geburtstag und stellte eine Bilanz der Arbeit der vergangenen 12 Monate vor. Das I-KiZ ging im September 2012 als Initiative des Bundes aus dem von Familienministerin Dr. Kristina Schröder angestoßenen Diskussionsforum „Dialog Internet“  hervor. Auch wenn der Titel des Beitrages fröhlich klingt – der Inhalt ist es weniger: "Missbrauchsdarstellungen im Internet, auch im Social Web nehmen zu. Trotz aller Bemühungen, entsprechendes Material schnell zu löschen, war im Vergleich der Jahre 2011 und 2012 ein Anstieg der bei den INHOPE-Hotlines gemeldeten Fälle von Kinderpornografie um 25 Prozent zu verzeichnen." Weiterlesen ...