Information und Zerstreuung – Das TV-Jahr 2020

Wenn man die eigenen vier Wände nur noch aus triftigem Grund verlassen darf, kommt dem Fernsehen automatisch eine besondere Bedeutung zu. Pandemiegewinner Nummer eins waren die Streamingdienste Netflix, Amazon Prime und Disney+, aber auch die klassischen TV-Sender haben von den allgemeinen Beschränkungen profitiert. Wie sich die Pandemie im Jahr 2020 auf das Sehverhalten auswirkte und welche Sendungen besonders hohe Abrufzahlen verzeichnen konnten, fasst Tilmann P. Gangloff zusammen. Weiterlesen ...

„Es ist höchste Eile geboten“

Sender, Produzenten, Schauspieler und Filmtechniker wollen solidarisch der Krise trotzen und fordern einen Ausfallfonds für TV-Produktionen
Der durch die Corona-Pandemie hervorgerufene „Lockdown" im März dieses Jahres zog das Einstellen hunderter Film- und Serienproduktionen nach sich. Die notorisch zerstrittene Branche hat jedoch große Solidarität bewiesen. Über die Entwicklungen der letzten Monate sprach Tilmann P. Gangloff mit Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz.
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Frauen wollen kein Zampano sein

Warum Filme größtenteils von Männern gedreht werden
Frauen sind auf Deutschlands Regiestühlen deutlich unterrepräsentiert: Nur jeder fünfte Kinofilm stammt von einer Regisseurin; beim Fernsehfilm ist die Diskrepanz noch deutlicher. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen müssen Regisseurinnen also entweder talentierter sein oder die richtigen Beziehungen haben. Natürlich machen sie nicht automatisch die besseren Filme, aber sie erzählen Geschichten anders und außerdem andere Geschichten. Warum sie das so vergleichsweise selten tun dürfen, ist ein Rätsel: 50 Prozent der Filmhochschulabsolventen mit Regiediplom sind Frauen aber nur 14 Prozent arbeiten später tatsächlich im erlernten Beruf, sagt Doris Dörrie in der ARD-Dokumentation Superfrauen. Die kommerziell wie auch künstlerisch erfolgreichste deutsche Filmemacherin (Männer, Kirschblüten – Hanami) lehrt seit zwanzig Jahren an der HFF in München.
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Mit allen Mustern brechen

Das UFA LAB erspürt im Netz die Trends von morgen / Geschäftsführer Schiwek glaubt trotzdem an die Zukunft des Fernsehens
Der Name UFA steht seit einem Jahrhundert für große Geschichten. Seit gut 25 Jahren prägt die Produktionsgesellschaft auch das deutsche Fernsehen wie kein anderes Unternehmen. Maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hat das Erspüren von Unterhaltungstrends, lange bevor sie zu Strömungen im Mainstream werden; bestes Beispiel ist die erste deutsche Daily Soap (Gute Zeiten, schlechte Zeiten, RTL, seit 1992). Um diese Erfolgsgeschichte auch in der digitalen Welt fortzusetzen, hat die UFA vor einigen Jahren ein Versuchslabor gegründet und ihm den Namen UFA LAB gegeben. Das war 2009, im Grunde also noch nicht so lange her; und trotzdem war die Medienwelt damals eine andere.
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Safer Internet Day: „Safer Sex“ im Netz

Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Angela Merkel mit ihrer Feststellung, das Internet sei „für uns alle Neuland“, für große Heiterkeit in den sozialen Netzwerken gesorgt. Hintergrund ihrer Aussage war damals die umfassende Spionagetätigkeit des amerikanischen Geheimdienstes NSA. Mittlerweile ist Digitalisierung für die Bundeskanzlerin kein Fremdwort mehr: Sie ruft im Rahmen des heutigen internationalen Safer Internet Day(#SID2018) zu mehr Sorgfalt beim Umgang mit persönlichen Daten auf. Weiterlesen ...