medius 2013 in Potsdam – Babelsberg verliehen

Stefanie Wahl gewinnt mit ihrer Masterarbeit über das Können und Wollen der Medienpädagogen den 1. Preis.

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) haben am 07. Juni 2013 im Anschluss an das Sommerforum Medienkompetenz der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb) und der FSF zum sechsten Mal den medius vergeben. Der Preis würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen.

Der 2. Preis des medius ging an die Masterarbeit Gehetzt im Netz. Eine medienwissenschaftliche Analyse von Cyberbullying, die gemeinschaftlich von Eva-Lotte Heine und Anna Wördehoff angefertigt wurde.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit, die von Prof. Dr. Uwe Sander betreut wurde, führten Heine und Wördehoff zu dem Thema eine umfangreiche Online-Umfrage durch, dessen Ergebnisse sie auf einer selbstentwickelten Homepage (www.stopmobbing.me) veröffentlichten – hier haben sie darüber hinaus einen Informationspool und eine Austauschplattform zu dem Thema geschaffen. Anhand eines Teasers, den die Preisträgerinnen selbst entwickelt hatten, erhielt das Publikum einen Eindruck von dieser Homepage inklusive Blog.

Den 3. Preis des medius 2013 erhielt Eva Borries für ihre an der Universität Koblenz-Landau eingereichte Diplomarbeit Generation Porno…? Jetzt entscheide Ich! Entwicklung eines medienpädagogischen Workshops für den präventiven Jugendmedienschutz.

Laudator Kai Hanke zollte der von Dr. Uli Gleich betreuten Abschlussarbeit größten Respekt: „Beeindruckend ist, wie der aktuelle Stand zur Pornografie- und Mediennutzungsforschung hier konstruktiv zur Entwicklung eines eigenen pädagogischen Ansatzes genutzt wird.“ Als ein Fazit der Arbeit hält Borries präventive Workshops zum Thema Pornografie im Netz für notwendig, – auch in der Schule.

Darüber hinaus wurden zwei lobenden Erwähnungen ausgesprochen, für die Prof. Dr. Roland Rosenstock die Laudatio hielt. Lobend erwähnt wurde die Bachelorarbeit Durch Medien im Bilde. Wenn einer der wichtigsten Sinne fehlt von Carolin Maier und Elena Vohl von der Otto von Guericke Universität Magdeburg. Die von Prof. Dr. Johannes Fromme betreute Dokumentation setzt sich mit dem Medienalltag blinder Menschen auseinander und enthält sowohl eine Hörfilmversion als auch eine Version für Sehende.

Die zweite lobende Erwähnung fand die von Thomas Wagner konzipierte Spielanordnung Analog grüßt Digital. Die Arbeit wurde an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Halle erstellt und von Prof. Karin Schmidt-Ruhland betreut. Die Spielanordnung verbindet die Fertigung von Papierfiguren mit dem Spiel am Computer und fördert so ein breites Spektrum an kreativen Fertigkeiten und Fähigkeiten.
Wie ein einfaches Stück Papier durch Fantasie und Schaffenslust in einen springenden Frosch oder einen heulenden Wolf verwandelt werden kann, demonstrierte im Rahmen der Preisverleihung Origami-Künstlerin Anja Markiwicz.

Ab 2014 werden die GMK, das DKHW und die FSF zusammen mit der mabb den Preis verleihen.

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Über Mareike Müller

Mareike Müller studierte Kulturanthropologie und Rechtswissenschaften (BA) sowie European Studies (MA) an der Georg-August Universität Göttingen und Europa Universität Viadrina. Nach verschiedenen Erfahrungen in der politischen und kulturellen Vermittlungsarbeit im In- und Ausland war sie von 2012 bis 2014 als studentische Mitarbeiterin bei der FSF redaktionell und im Projektmanagement tätig. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für der FSF-Blog.

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