Zahlen aus der FSF-Programmprüfung. Einmal Statistik bitte!

Auswertung 2003 bis 2014

Seit 1. April 2003 – der offiziellen Anerkennung als Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle durch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) – wurden von der FSF 14.058 Programme geprüft (Stand: 30.06.2014), das sind knapp 1.300 Sendungen pro Jahr und etwa 104 Programme im Monat.

Was wurde geprüft?

Bei den geprüften Inhalten handelt es sich zu mehr als zwei Drittel (69,7 %) um reines Fernsehmaterial, das vor der Ausstrahlung noch nicht unter Jugendschutzgesichtspunkten bewertet wurde:

  • Serien: 5.073 = 36,1 %
  • Prüfkategorie Dokumentations- und Realityformate: 2.548 = 18,1 %
  • Prüfkategorie Erotikprogramme: 1.243 = 8,8 %
  • Prüfkategorie TV-Movies und bisher unveröffentlichte Fassungen von Filmen (z.B. Director’s-Cut-Versionen): 761 = 5,4 %
  • Sonstiges Material wie Werbe- oder Programmtrailer: 169 = 1,2 %

Weniger als ein Drittel (30,3 %) der geprüften Inhalte nehmen Spielfilme und Serien ein, die bereits eine Altersfreigabe für die Auswertung im Kino oder auf DVD haben. Diese Programme werden nicht selten für die Fernsehausstrahlung bearbeitet, d.h. um jugendschutzrelevante Szenen beschnitten, um eine zuschauer- und werbeattraktive Sendezeit zu ermöglichen.

Welche Ergebnisse gibt es?

Im Durchschnitt werden rund 70 % der Programme wie beantragt entschieden; ca. 30 % der Sendungen werden auf eine spätere Sendezeit verschoben, nur unter Schnittauflagen für die beantragte Sendezeit freigegeben oder sogar für sendeunzulässig bewertet.

Geprüft 2003 – 2014                                                       14.058                  100,0 %

Entscheidungen antragsgemäß                                        9.674                    68,8 %

Entscheidungen nicht antragsgemäß                               4.384                    31,2 %

Welche Sendezeiten wurden beantragt?

Die Auswertung der beantragten Sendezeiten von 2003 bis 2014 (Stand 30.06.2014) zeigt, dass sich die FSF überwiegend mit Programmen beschäftigt, die im Tages- oder Hauptabendprogramm gesendet werden sollen.

Auswertung 1994 bis 2014

Seit Beginn der Prüftätigkeit im April 1994 hat das Prüfvolumen von Serien,  Ausnahmeanträgen und FSK-12er-Filmen stetig zugenommen.

Die aktuellsten Statistikzahen finden Sie auf fsf.de.

Noch nicht genug aus der Programmprüfung gelesen!? Höhe- und Tiefpunkte aus der FSF-Prüfpraxis sind in Claudia Mikats Beitrag 20 Jahre ferngesehen nachzulesen. Erschienen in: tv diskurs. Verantwortung in audiovisuellen Medien 3/2014 (Ausgabe 69)

Über FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV).

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