Datenschutz, Businessmoral und Berliner Underground

Grimme-Preise 2019
Im Vordergrund der diesjährigen Grimme-Fernsehpreis-Gewinner stehen Gegenwartsthemen, mit denen sich unsere heutige Gesellschaft mal mehr und mal weniger auseinandersetzen muss. „Aktuelle komplexe Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit“, die durch „mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden“, beschreibt Frauke Gerlach, die Direktorin des Grimme-Instituts, die ausgezeichneten Werke.
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Das Grimme-Märchen oder: von einem, der auszog, das Spielen zu lernen

Ganz ehrlich: Hätte mir jemand erzählt, Jonas Nay sei der neue, schwarz gelockte Nachbar aus der Reihenhaussiedlung gegenüber ‒ ich hätte es unreflektiert so hingenommen. Und vermutlich lange nicht mitbekommen, dass dem nicht so ist. Denn bis vor Kurzem war der Name quasi ein weißer Fleck auf meiner medialen Landkarte. Dabei ist Jonas Nay eigentlich längst kein Geheimtipp mehr. Beim Deutschen Fernsehpreis 2016 erhielt er aufgrund seiner herausragenden schauspielerischen Leistungen in Deutschland 83 und Tannbach – Schicksal eines Dorfes die Auszeichnung "Bester Schauspieler" und setzte sich damit gegen gestandene Schauspieler wie Charly Hübner, Tobias Moretti und Friedrich Mücke durch. Was es mit dem Grimme-Märchen auf sich hat, welche Preise er sonst noch gewann und wo wir ihn vielleicht schon einmal gesehen haben, erläutert Cornelia Klein. Weiterlesen ...