Jugend und Musik

Die Zugänge haben sich verändert – die große Bedeutung ist geblieben

Tagtäglich erleben wir, wie sich Jugendliche ihren persönlichen Alltagssound organisieren und in ganz unterschiedlichen Settings Musik hören, ihre Stars verehren und in ihren Jugendkulturen aufgehen. Zwar haben sich in den letzten Jahren die Distribution von, die Zugänge zu und die Umgangsweisen mit Musik stark verändert, die große alltagspraktische und sozialisatorische Bedeutung ist aber ungebrochen. Noch immer ist Musik status- und stilprägendes Element im Jugendalter – bei der Auseinandersetzung mit sich selbst, auf dem Schulhof, in der Clique und natürlich bei Facebook.

Offenbar hatte bereits Aristoteles ein neugieriges Auge darauf, dass sich seinerzeit gerade die Jugend zur Entspannung der Musik zuwandte (vgl. Hill/Josties 2007). Als einige Epochen später mit dem Radio die wirklich massenhafte Verbreitung von Musik ihren Ausgangspunkt nahm, konstatierte die noch frühe Hörfunkforschung der 1920er-Jahre dann einen außerordentlich hohen Stellenwert der Musiknutzung im Freizeitraum Jugendlicher (vgl. Kutsch 1996). Spätestens mit der massenhaften Verbreitung von Musik auf Tonträgern, den schnell beliebt gewordenen Orten für Livemusik und Schallplattenunterhaltung sowie den speziellen Musikformaten im Radio und Fernsehen waren Jugend- und Musikkultur untrennbar miteinander verwoben. Und als die Menschen zur Jahrtausendwende damit begannen, Musik im Internet auszutauschen, nahm bereits vor Wikipedia, YouTube und Facebook eine Entwicklung ihren Anfang, die das Netz heute auch als eine große, universelle Plattform zur Distribution, Rezeption und Diskussion von Musik erscheinen lässt.

Sie wollen weiterlesen? Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen tv diskurs „Spannung. Warum wir Medieninhalte interessant finden“und hier:

Jugend und Musik
Die Zugänge haben sich verändert – die große Bedeutung ist geblieben

von Dr. Daniel Hajok. Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und neue Medien (AKJM). Zurzeit vertritt er an der Universität Erfurt die Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedienforschung.

Und morgen hat ein neuer Gastautor Blogpremiere! Passend zum Thema des heutigen Artikels dreht sich bei Ulrich Wohlers`s Erstlingswerk im FSF- Blog alles um Musik. „Up from the skies“ – morgen hier!

Über tv diskurs

Die Fachzeitschrift tv diskurs – Verantwortung in audiovisuellen Medien informiert wissenschaftlich, pointiert und verständlich über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Jugendschutzes, der Medienforschung und der Medienpädagogik. Sie erscheint viermal im Jahr und bietet ein Forum für unterschiedliche Positionen. Es werden nicht nur aktuelle Entwicklungen im Medien- und Jugendschutzbereich aufgegriffen, sondern auch grundlegende, philosophische Fragestellungen diskutiert.

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