tv diskurs: „Unerhört!“ Mediale Empörung

Es gehört zum Wesen der Medien, nicht die Normalität abzubilden, die meist friedlich und einigermaßen regelkonform abläuft. Interessant und spannend ist das, was danebengeht, die Katastrophe, der Unfall und natürlich – wenn es um Menschen geht – der Verstoß gegen Verbote, Tabus oder gesellschaftliche Konventionen. Das gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sich über die „Täter“ zu erheben und seine Empörung zum Ausdruck zu bringen. tv diskurs will dem Phänomen der Empörung, in der gerade erschienenen Ausgabe 87 (1/2019), auf den Grund gehen: Warum empören wir uns so gerne und warum ist die Aufdeckung von Normverstößen ein derartig erfolgreiches Geschäftsmodell? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke, in denen Empörung oft in Hasstiraden eskaliert? Bedeutet die Beliebtheit medialer Normverstöße einen Angriff auf die Regel oder braucht eine Gesellschaft Skandale und Empörung, um sich regelmäßig ihrer Bedeutung zu versichern? Weiterlesen ...

tv diskurs: Sport in den Medien

Sport fasziniert und bewegt – sowohl Akteure als auch Zuschauer. Vor allem der Fußball hat durch Liveübertragungen von Weltmeisterschaften und Bundesligaspielen sehr vom Fernsehen profitiert. Gleichzeitig machte er das damals noch junge Medium attraktiv. Sport und Medien sind zunehmend ineinander verwoben, beide sind aufeinander angewiesen. Mittlerweile geben die Sender Millionenbeträge für die Übertragung sportlicher Großereignisse aus, was letztlich auch den Vereinen hilft. Es ist für beide Seiten gewinnbringend. Was macht die Faszination des Sports für die Perspektive der Zuschauer aus? Welche Rolle spielt er für die Gesellschaft, für deren sozialen Zusammenhalt? Was bedeuten das Spiel, die Auseinandersetzung, das Verlieren und Gewinnen für die Zuschauer? Und erleben sie es gleichermaßen emotional intensiv – egal, ob live im Stadion oder zu Hause am Bildschirm? tv diskurs untersucht in der in wenigen Tagen erscheinenden 86. Ausgabe (4/2018), die unterschiedlichen Facetten, die die Bedeutung des Sports in unserer heutigen Medienlandschaft ausmachen und geht dafür auch zurück zu den Anfängen. Weiterlesen ...

Unfassbar nice!?

Tabubrüche im Battle-Rap und Jugendschutzaspekte
Im Gangsta- oder Battle-Rap stilisieren sich viele Künstler selbst zu zentralen Helden des genretypischen Narrativs: Sie sind die Underdogs, die am Rande der Gesellschaft Lebenden, die es „nach oben“ geschafft haben und es nun „allen zeigen“ können. Die Abrechnung mit Zweiflern, Neidern oder Konkurrenten funktioniert meist über eine vulgäre, sexualbezogene Sprache. Der gesellschaftliche Aufstieg gelingt über den Erfolg als Künstler und/oder als Gangster, wobei häufig Assoziationen zu Drogenhandel und Gewaltkriminalität hergestellt werden.
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tv diskurs: Digitalisierte Jugend

Die Erziehungsautorität und die damit verbundene Wertevermittlung durch Familie und Schule bekommen vor allem durch die sozialen Medien mächtig Konkurrenz. Welche Wertvorstellungen, Wünsche und Erwartungen haben Jugendliche für sich und ihre Zukunft? Wie nutzen sie die vielfältigen medialen Angebote für ihre Identitätsfindung sowie digitale Selbstdarstellung und welche (neuen) Aufgaben ergeben sich dadurch für den Jugendmedienschutz? tv diskurs geht diesen Fragen in der aktuell 85. Ausgabe (22. Jg., 3/2018) nach.
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Datenschutz zum Abgewöhnen

Die neuen Bestimmungen der EU sorgen vor allem für Unruhe
Wer nach dem 25. Mai 2018 eine Arztpraxis aufsuchen musste, wurde sofort mit einem Schreiben konfrontiert, das ihn aufforderte, der Speicherung seiner Daten durch den Arzt zuzustimmen. Der Patient schüttelt den Kopf über diese neue, sinnlose Form der Bürokratie und unterschreibt einfach. Auf das Lesen verzichtet er meistens. Wenn er aus Interesse zu Hause googelt, was es mit den neuen Bestimmungen auf sich hat, trifft er auf einige YouTube-Videos, in denen sich Anwälte über diese neue Datenschutzverordnung mehr oder weniger offen lustig machen.
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