tv diskurs: Regulierung für die Onlinegesellschaft

Die 92. Ausgabe der tv diskurs ist online
Die Zeiten, in denen das Internet ohne gesetzliche Regulierung auskam, sind lange vorbei. Vom Urheberschutz über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bis zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG): All diese gesetzgeberischen Maßnahmen sind Ansätze, sich dem komplexen Thema der (Medien‑)Regulierung zu nähern und Antworten auf die Frage zu geben, welche Funktion die Regulierung haben soll und wie sie konkret gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei auch immer wieder die Rolle des Staates: Sollen allein die Regierungen für die Umsetzung der Regulierung verantwortlich sein oder sind es Zivilgesellschaft, betroffene Unternehmen und Selbstregulierungsformen, die tragfähige Funktionen übernehmen können und im Zusammenspiel miteinander realisierbare Alternativen bieten?
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tv diskurs: Moral als MARKETING

Ethik und Moral bzw. die daraus entstehenden Gesetze und Konventionen sind die Voraussetzung für das Funktionieren einer Gesellschaft. Sie sind in unserem Gewissen verankert und halten uns davon ab, Dinge zu tun, die wir wollen oder die uns Vorteile bringen, wenn sie gegen die aus der Moral resultierenden Regeln verstoßen. Moral schränkt also unsere Handlungsspielräume ein. Marketing und Werbung dienten bisher eher der Produktverbreitung und der Gewinnmaximierung eines Unternehmens. Doch das scheint sich gerade zu ändern. tv diskurs widmet sich in dieser Ausgabe der Frage, wie sich moralisches Verhalten in Zukunft auf die Präsentation von Unternehmen und deren Marketing auswirkten wird. Weiterlesen ...

Künstliche Intelligenz. Was kann sie wirklich?

Dass der Mensch selbst zum Schöpfer eines intelligenten Wesens werden könnte, beschäftigt die Literatur schon länger. 1927 tauchte der erste humanoide Roboter in Fritz Langs Metropolis auf, in Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum übernimmt der Computer das Kommando über ein Raumschiff und tötet den Rest der Mannschaft. Was damals wie Science-Fiction aussah, erobert allmählich unsere Lebensrealität. Der Internetpionier Ray Kurzweil prognostiziert, die künstliche Intelligenz (KI) könnte in exponentieller Geschwindigkeit alle menschlichen Probleme lösen und vielleicht sogar die Sterblichkeit aufhalten. Was aber kann künstliche Intelligenz wirklich? Dieser Frage geht tv diskurs in Ausgabe 90 als Schwerpunktthema nach. Weiterlesen ...

tv diskurs: fern. sehen. Medien im digitalen Wandel

Im Jahr 2000 prognostizierte der renommierte Zukunftsforscher Matthias Horx in einer Studie über Die Zukunft des Internets: „Das Internet wird kein Massenmedium.“ Er sagte eine „digitale Spaltung“ voraus, nur gebildete Nutzer könnten mit dem Netz umgehen und verfügten über einen schnellen Anschluss, der Rest sei weder intellektuell noch finanziell in der Lage, am Netz teilzunehmen. Heute, 19 Jahre später, verfügt so gut wie jeder in Deutschland über einen Internetzugang. Weiterlesen ...

tv diskurs: „Unerhört!“ Mediale Empörung

Es gehört zum Wesen der Medien, nicht die Normalität abzubilden, die meist friedlich und einigermaßen regelkonform abläuft. Interessant und spannend ist das, was danebengeht, die Katastrophe, der Unfall und natürlich – wenn es um Menschen geht – der Verstoß gegen Verbote, Tabus oder gesellschaftliche Konventionen. Das gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, sich über die „Täter“ zu erheben und seine Empörung zum Ausdruck zu bringen. tv diskurs will dem Phänomen der Empörung, in der gerade erschienenen Ausgabe 87 (1/2019), auf den Grund gehen: Warum empören wir uns so gerne und warum ist die Aufdeckung von Normverstößen ein derartig erfolgreiches Geschäftsmodell? Welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben soziale Netzwerke, in denen Empörung oft in Hasstiraden eskaliert? Bedeutet die Beliebtheit medialer Normverstöße einen Angriff auf die Regel oder braucht eine Gesellschaft Skandale und Empörung, um sich regelmäßig ihrer Bedeutung zu versichern? Weiterlesen ...