The Bridge – America

Nachdem Drehbuchautorin und Produzentin Meredith Stiehm die Zuschauer der Serie Homeland in fassungslose Spannung, Neugierde und Begeisterung versetzte und dafür unzählig gute Kritiken erntete, dürfen wir uns nun über ihre neue Serie The Bridge – America freuen. Diese läuft bereits seit dem 18. Juli 2013 in der Deutschland-TV-Premiere auf FOX.

THE BRIDGE – AMERICA © 2013 FX NETWORK. All rights reserved.
THE BRIDGE – AMERICA
© 2013 FX NETWORK.

The Bridge – America ist die US-Adaption der dänisch-schwedisch-deutschen Koproduktion Die Brücke – Transit in den Tod (ZDF). Die Handlung spielt hier, wie der Titel schon verrät, nicht auf der dänisch-schwedischen Öresund-Brücke, sondern auf der berühmten „Bridge of the Americas“ im berüchtigten amerikanisch-mexikanischen Grenzgebiet zwischen El Paso und Juárez. Hier treibt ein Serienkiller auf beiden Seiten der Grenze sein Unwesen. Zuständig für die Aufklärung dieser Mordfälle sind nun beide Länder und damit zwei sehr unterschiedliche Ermittler: die äußerst zielorientierte US-Amerikanerin Sonya Cross (Diane Kruger), die an einer leichten Form von Autismus leidet und emotional abhängig von ihrem Mentor und Vorgesetzten Hank Wade (Ted Levine) ist, und der lebenskluge mexikanische Kollege Marco Ruiz (Demián Bichir), der sich redlich bemüht, in einer Umgebung, die von Korruption und Gewalt beherrscht wird, ein gewisses Maß an professioneller Integrität zu bewahren – zumindest so viel, dass er in Ruhe und ohne allzu sehr anzuecken seine Kinder aufziehen kann. Beider Lebensstrategien werden im Laufe der Ermittlungen auf harte Proben gestellt.

THE BRIDGE – AMERICA © 2013 FX NETWORK. All rights reserved.
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Waren es an der dänisch-schwedischen Grenze noch eher individuelle Mentalitätsfragen, die von den Serienmorden aufgewirbelt wurden, so findet mit der neuen Umgebung doch ein wirkungsvoller Bedeutungswandel der Grenzsymbolik statt. Hier finden die Morde nicht mehr nur zwischen zwei Ländern und zwei eigenwilligen Charakteren statt, sondern nun auch überhöht zwischen arm und reich, vertraut und fremd, Leben und Tod.

Die FSF prüfte die ersten drei Folgen der dreizehn Episoden starken Staffel und gab diese antragsgemäß für das Spätabendprogramm, für Zuschauer ab 16 Jahren frei.

Zum Kurzgutachten zu The Bridge – America auf der FSF-Website geht es hier. Und am Montag, den 12. August, folgt in der Rubrik Fernsehrauschen die Serienkritik zur aktuellen Staffel.

Bitte beachten Sie: Bei den Altersfreigaben handelt es sich nicht um pädagogische Empfehlungen, sondern um die Angabe der Altersstufe, für die ein Programm nach Einschätzung der Prüferinnen und Prüfer keine entwicklungsbeeinträchtigenden Wirkungsrisiken mehr bedeutet.

Mehr Informationen zur Programmprüfung erhalten Sie auf unserer Website. Dort veröffentlichen wir jede Woche neue Prüfentscheidungen zum aktuellen Fernsehprogramm. Auch diese Auswahl stellt keine Empfehlung dar, sondern zeigt einen Querschnitt der Programme, die den Prüfausschüssen der FSF von den Mitgliedssendern vorgelegt werden.

Über Mareike Müller

Mareike Müller studierte Kulturanthropologie und Rechtswissenschaften (BA) sowie European Studies (MA) an der Georg-August Universität Göttingen und Europa Universität Viadrina. Nach verschiedenen Erfahrungen in der politischen und kulturellen Vermittlungsarbeit im In- und Ausland war sie von 2012 bis 2014 als studentische Mitarbeiterin bei der FSF redaktionell und im Projektmanagement tätig. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für der FSF-Blog.

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