Und was schauen Sie, Frau Heinen?

Christina, du bist Prüferin der FSF – schaust du  auch privat Fernsehen? Wie oft schaltest du zu Hause deinen Fernseher an?

Zur Zeit nur ca. 1-2 Mal die Woche, Kinderfilme und Serien ausgenommen, die laufen bei uns fast jeden Tag. Andererseits sitze ich 2-3 Mal die Woche tagsüber 6 Stunden im Prüfausschuss, da ist der Bedarf an Bildern dann schon ganz gut gedeckt und Überblick über das Programm kann man so auch behalten, zumindest was die Privaten anbelangt.

Wann und in welchen Situationen schaltest du den Fernseher an und was schaust du regelmäßig?

Abends, zum gemeinsam gucken. Im Moment Dexter und Lilyhammer.

Wird der „On-Knopf“ gedrückt, weil du ein bestimmtes Programm sehen willst oder zappst du dich durch die Kanäle, bis du etwas Passendes findest? Und wann betätigst du den „Off-Schalter“?

Zappen macht mich nervös und unzufrieden, ich gucke eigentlich nur noch ganz gezielt. Wenn ich nichts Spannendes finde, schalte ich aus.

Wie verbringst du deine Zeit vor dem Fernseher? Bist du ein aufmerksamer Zuschauer oder erledigst du beim fernsehen Dinge nebenbei?

Manchmal falte ich nebenbei Wäsche, oder kämme meinen Kindern die Haare (das geht nur auf diese Art), aber mit dem Kopf bin ich immer, sogar bei Kinderprogrammen, 100%ig dabei. Halb gucken macht mir keinen Spaß, eigentlich kann ich das auch gar nicht, dazu zieht mich Fernsehen immer noch zu sehr in seinen Bann.

Bist du durch deine Prüftätigkeit bei der FSF auf bestimmte Programme aufmerksam geworden, die dich nun auch in deiner Freizeit interessieren – und die du dir sogar auf DVD besorgst?

Ja, Dexter und Lilyhammer zum Beispiel, oder Workaholics. Auf den Kinderfilm Der große Bär bin ich auch durch die FSF gestoßen.

Gibt es Formate oder Programme die sich deiner Meinung nach im Fernsehprogramm zu wenig oder gar nicht wiederfinden? Wie kompensierst du diese „Lücken“?

Hochwertig produzierte und auch erzähltechnisch bzw. inhaltlich spannende, neuartige Fiction-Serien wie HBO sie in den USA produziert,  Magic City zum Beispiel. Manchmal finden sie sich allerdings auf dem FSF-Server, oder on demand im Netz. Journalistische Formate, die unterhaltsam und trotzdem nicht völlig belanglos sind.

Bei welchem Format, welchem Film hattest du das letzte Mal das Gefühl wirklich gut unterhalten zu werden? Was war dein letztes gutes Fernseherlebnis?

Die bereits erwähnten Serien, und Shopping Queen habe ich neulich in HD (das braucht man für dieses Format auf jeden Fall!) bei einer Freundin geschaut, völlig sinnfrei, aber macht Spaß.

Wann schaltest du den Fernseher ab?

Wenn ich zu müde bin noch wirklich hinzugucken, wenn ich mich langweile oder wenn der Film vorbei ist.

Das Interview führte Luise Weigelt.

 

Über FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) ist ein gemeinnütziger Verein privater Fernsehanbieter in Deutschland. Ziel der FSF ist es, einerseits durch eine Programmbegutachtung den Jugendschutzbelangen im Fernsehen gerecht zu werden und andererseits durch Publikationen, Veranstaltungen und medienpädagogische Aktivitäten den bewussteren Umgang mit dem Medium Fernsehen zu fördern. Seit April 1994 lassen die Vereinsmitglieder ihre Programme bei der FSF prüfen, seit August 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV).

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