Kinderrechte go digital

Am 24. März veröffentlichte der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen (UN-Kinderrechtsausschuss) den General Comment No. 25 zu den Kinderrechten in der digitalen Umgebung. Aus kinderrechtlicher Sicht ist das Dokument ein Meilenstein: Es erkennt die Geltung von Kinderrechten in einer digitalen Umgebung auf höchster internationaler Ebene an, zeichnet mit Hilfe von Kinderstimmen Probleme bei der Verwirklichung auf und empfiehlt konkrete Maßnahmen zur Bewältigung und Vermeidung von Kinderrechtsverletzungen für Staaten und Unternehmen. Was der General Comment beinhaltet, was ihn besonders macht, und was dies für die Praxis bedeutet, stellt Elizabeth Ávila González in diesem Beitrag vor. Weiterlesen ...

Kinderrechte im Internet stärken: Stellungnahme zu General Comment

General Comment – die Allgemeinen Bemerkungen zu den Kinderrechten in der digitalen Welt wurden als Entwurf in diesem Sommer vom UN-Ausschuss vorgelegt. Um sich an der Ausgestaltung der mittlerweile 25. Allgemeinen Bemerkungen zu beteiligen, hat die Koordinierungsstelle Kinderrechte des Deutschen Kinderhilfswerks aus vielen relevanten Verbänden, Organisationen und Institutionen einen Kreis von Expertinnen und Experten für Kinderrechte in der digitalen Welt ins Leben gerufen und an einer gemeinsamen Stellungnahme zum Entwurf der Allgemeinen Bemerkungen gearbeitet. Am 13. November wurde sie dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes übermittelt.  Weiterlesen ...

Das neue Geschäft mit der hohen Altersfreigabe

Die meisten Blockbuster, die in den USA produziert werden, streben eine Altersfreigabe ab 13 an. Mit dem sogenannten PG-13-Rating kann ein Film das größtmögliche Publikum ansprechen, und Produktionsfirmen sind bereit, dafür so einige Veränderungen hinzunehmen. Denn diese Altersfreigabe kann im Grunde direkt in Einnahmen an den Kinokassen umgerechnet werden. Gerade im Comicgenre wird in der Regel eine niedrige Altersfreigabe angestrebt, weil das Zielpublikum des Materials ohnehin jünger ist. Man ist also bisher davon ausgegangen, dass Filme mit höherer Altersfreigabe kein Geld einbringen. Vor allem, wenn es sich um Massenunterhaltung handelt. Nun hat ein Film dieses Mantra durchbrochen: Deadpool. Weiterlesen ...

Neuer Puritanismus oder Verfahrensfehler?

Im liberalen Frankreich müssen zwar alle Filme einer Kommission (Commission de classification des œuvres cinématographiques) vorgelegt werden, um ein obligatorisches visa d’exploitation zu erhalten, aber es gilt der Grundsatz, dass alle Filme frei zugänglich sein sollen. Die Meinungsfreiheit wird hochgehalten, also kommt die deutliche Mehrheit der Filme ohne Altersbeschränkung ins Kino. Deshalb haben mich zwei Meldungen aus Frankreich neugierig gemacht. Im vorigen Jahr startete Gaspar Noés 3D-Film Love mit der Altersfreigabe ab 16 Jahren im Kino – wie Nymphomaniac I und Noés Irreversible –, dann wurde die Freigabe jedoch auf 18 Jahre erhöht. Weiterlesen ...

Altersfreigaben in den USA: Blutleere Gewalt ab 13

Der Film Taken (dt: 96 Hours) ist nur eines von vielen kuriosen Beispielen für das  PG-13-Rating in den USA. Liam Neeson, der mit Taken eine späte Action-Karriere begann, ist darin auf der Suche nach seiner entführten Film-Tochter, bewaffnet mit „a particular set of skills“ und einem der inzwischen am meisten verballhornten Filmzitate: „I will look for you, I will find you and I will kill you.“ Das hier angedeutete Gewaltniveau brachte dem Film in Deutschland eine Freigabe ab 16 und in Großbritannien ab 15 Jahren ein. Diese Diskrepanz zur amerikanischen Einstufung hat verschiedene Gründe. Altersfreigaben werden in den USA von der Motion Picture Association of America, kurz MPAA, verantwortet. In Großbritannien heißt das entsprechende… Weiterlesen ...