Die FSK feiert ihren 70. Geburtstag

Selbstkontrollen im Umbruch
Am 18. Juli 1949 nahm die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) ihre Arbeit auf und hat seither viele Skandale überlebt. Die Freigabe des Films Die Sünderin ab 18 Jahren führte 1951 vorübergehend zum Bruch mit der katholischen Kirche, Das Schweigen von Ingmar Bergman löste 1963 in konservativen Kreisen laute Proteste aus. All diese Angriffe und Veränderungen hat die FSK gut überstanden und damit einen Beweis dafür geliefert, dass die Selbstkontrolle ein funktionierendes Regulierungselement und eine brauchbare Alternative zu gesetzlichen Maßnahmen darstellt.
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Datenschutz zum Abgewöhnen

Die neuen Bestimmungen der EU sorgen vor allem für Unruhe
Wer nach dem 25. Mai 2018 eine Arztpraxis aufsuchen musste, wurde sofort mit einem Schreiben konfrontiert, das ihn aufforderte, der Speicherung seiner Daten durch den Arzt zuzustimmen. Der Patient schüttelt den Kopf über diese neue, sinnlose Form der Bürokratie und unterschreibt einfach. Auf das Lesen verzichtet er meistens. Wenn er aus Interesse zu Hause googelt, was es mit den neuen Bestimmungen auf sich hat, trifft er auf einige YouTube-Videos, in denen sich Anwälte über diese neue Datenschutzverordnung mehr oder weniger offen lustig machen.
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Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

Bisher Verborgenes wird heute in sozialen Medien sichtbar. Chefredakteur Joachim von Gottberg befasst sich im Editorial der 84. Ausgabe mit dem Umgang mit Wahrheit in den sozialen Netzwerken und meint: „Durch das Internet gibt es weder mehr gute noch mehr schlechte Menschen. Aber beide sind leichter wahrnehmbar, sie liegen nur einen Klick voneinander entfernt. Deshalb müssen wir uns auch mit unliebsamen Meinungen auseinandersetzen und Stellung beziehen. Das haben wir in den Zeiten vor dem Internet zu lange versäumt.“ Weiterlesen ...

Gefühlte Grenzüberschreitung

Überlegungen zur Bedeutung von Kriterien in der Ethik. Eine der wesentlichen Aufgaben der Ethik und den daraus entstehenden Regelsystemen ist es, Ordnung und Verlässlichkeit in das Chaos des menschlichen Zusammenlebens zu bringen. Regeln müssen praktikabel und anwendbar sein, sie müssen aber auch von allen Beteiligten als einigermaßen gerecht akzeptiert werden, denn nur so können wir Menschen darauf vertrauen, dass sie von möglichst vielen eingehalten werden. Wer bei Grün über die Kreuzung fährt, muss sich darauf verlassen können, dass die anderen bei Rot halten – sonst knallt es. Weiterlesen ...

Nachlese. Die einseitige Gewichtung im Wahlkampf durch die Medien

Die einseitige Gewichtung im Wahlkampf durch die Medien.
Hinterher ist man immer schlauer. Der Wahlkampf ist vorbei, die Wahl ist entschieden – und nun fragt man sich, warum die Alternative für Deutschland (AfD) mit knapp 13 % der Stimmen bundesweit so gut abgeschnitten hat, obwohl sich doch Printmedien und Rundfunk alle Mühe gegeben hatten, vor der AfD zu warnen, sie in die rechte Ecke zu stellen und ihre Wahlversprechungen als fehlgeleitet oder unrealistisch zu enttarnen. Das war gut gemeint, hat aber, so zumindest kann man die Wahlergebnisse interpretieren, die Partei eher gestärkt als geschwächt.
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