Archiv für FACEBOOK

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß

Bisher Verborgenes wird heute in sozialen Medien sichtbar. Chefredakteur Joachim von Gottberg befasst sich im Editorial der 84. Ausgabe mit dem Umgang mit Wahrheit in den sozialen Netzwerken und meint: „Durch das Internet gibt es weder mehr gute noch mehr schlechte Menschen. Aber beide sind leichter wahrnehmbar, sie liegen nur einen Klick voneinander entfernt. Deshalb müssen wir uns auch mit unliebsamen Meinungen auseinandersetzen und Stellung beziehen. Das haben wir in den Zeiten vor dem Internet zu lange versäumt.“ Weiterlesen

30. April 2018 von Joachim von Gottberg
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Im Datenstrom des Datenmeers schlägt das Datenleck, einer der bekanntesten Datenkraken, hohe Wellen

Die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzer*innen sind durch das „Leck“ getropft oder gelaufen oder – was eigentlich? Es ist schon bemerkenswert, kaum reden wir über „das Internet“, meinen wir eigentlich nur das World Wide Web und verwenden vor allem Metaphern aus dem aquatischen Bereich: Wir surfen im Internet, es gibt einen Datenstrom oder gar ein Datenmeer und nun schlägt besagtes Datenleck, einer der bekanntesten Datenkraken, hohe Wellen. Aber diese Sprachbilder führen in die Irre – und in eine bedenkliche Richtung. Weiterlesen

27. April 2018 von Sonja Hartl
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Entschuldige, ich kann gerade nicht leben – ich muss posten

Schlanker, erfolgreicher, besser. Social Networks und die Folgen des ständigen Vergleichens für jugendliche Nutzer – wer könnte zu diesem Thema besser schreiben, als ambitionierte Jungautoren!?
Das dachten sich auch Prof. Joachim von Gottberg und Barbara Weinert (Chefredakteur und Redakteurin tv diskurs), die im Wintersemester 2017/18 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Studiengang „Medien- und Kommunikationswissenschaft“ gemeinsam das Seminar „Schreiben für die Medien“ leiteten. Die Studierenden schrieben tolle und äußerst vielseitige Texte zum Thema. Ein paar davon wollen wir in den kommenden Wochen im FSF-Blog veröffentlichen.

Wir starten unsere Beitragreihe mit Laura Schimming.

Ich stehe unter Druck. Jeden Tag, wenn ich morgens aufstehe und auf mein Handy blicke, in die sozialen Netzwerke gehe und erstmal die neuesten Posts checke, dann fühle ich mich schlecht. Will ein bisschen so sein wie scheinbar der ganze Rest. Sind doch alle so perfekt. Weiterlesen

20. Februar 2018 von Laura Schimming
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Die Flüchtigkeit von Silvester

Seit WhatsApp, Facebook und Co. beim Essen im Restaurant, auf Konzerten, eigentlich egal wo, nicht fehlen dürfen, ist es ist jedes Jahr das selbe (Trauer-)Spiel: Es ist der 01. Januar 2018, 00:01 Uhr oder etwas später. Es wurde angestoßen, laut ein frohes neues Jahr gewünscht und zack! haben fast alle ihr Handy vor der Nase. Es mutet fast wie ein Wettrennen an: Alle wollen zuerst die Wünsche fürs neue Jahr in die Welt simsen, whatsappen, twittern, facebooken, snapchatten. Passend dazu wird ein bereits vorab ausgesuchtes dämlich-albernes Bild mit Sinnspruch oder aber ein super spontanes, natürlich völlig ungestelltes Foto verbreitet. Dass das Netz regelmäßig zusammenbricht, weil sich alle zur selben Zeit mitteilen wollen, wird ausgiebig verflucht, ist aber kein Hinderungsgrund sich jedes Jahr aufs Neue darüber zu echauffieren. Weiterlesen

02. Januar 2018 von Sonja Hartl
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Freiwillige Selbstkontrolle für soziale Netzwerke?

Rechtsanwalt Dr. Marc Liesching erklärt, welche Konsequenzen das Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungsgesetz [NetzDG]) für Facebook, Twitter & Co hat.
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11. Dezember 2017 von Marc Liesching
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Live muss es sein

Seit Februar 2016 hat Facebook eine neue Funktion: Live-Videos. Man findet sie auf der Startseite unter Apps – und dort kann man nicht nur die Videos sehen, die die eigenen Freunde gerade live senden, sondern alle Videos, die gerade auf Facebook laufen. An einem durchschnittlichen Mittwochvormittag fand ich dort den Versuch zweier isländischer Teenager, Stunts mit einem Skateboard zu machen, eine Zahnarztbehandlung in Portugal, eine Pressekonferenz zum Staatsbudget in Nordland (Norwegen), ein Interview mit einem Taxifahrer in Ghana und das Lip-Syncing eines Teenagers zu einem Rihanna-Song in New York. Diese Videos hatten zwischen 45 und 2000 Zuschauer – und sie verbindet eine gewisse voyeuristisch-selbstdarstellerische Neigung mit tatsächlichem Nutzen. Angefangen hat Facebook Live in den USA. Weiterlesen

21. November 2016 von Sonja Hartl
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Faxit – der Ausstieg aus der Privatsphäre

„Wenn die Zusammenarbeit mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, hätten wir es nicht getan. Stattdessen streben wir eine Partnerschaft an, die es uns erlaubt, weiterhin unabhängig und autonom zu operieren.“ Dies sind die Worte von Jan Koum, einem der WhatsApp-Gründer, vom 14. März 2014 als Antwort auf die Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Und weil schon damals viel über den Verlust der Privatsphäre und den Austausch von Daten hinsichtlich der Übernahme spekuliert wurde, ergänzte er: „Der Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen und wir haben WhatsApp um das zentrale Prinzip, so wenig wie möglich von dir zu wissen, aufgebaut.“ Dies beinhalte das Unwissen über E-Mail-Adresse, GPS-Daten, Namen, Suchmaschineneingaben und anderer privater Daten. Der Eintrag ist rührend geschrieben, wirkt ehrlich und ist mit einer persönlichen Anekdote untermalt … Weiterlesen

14. September 2016 von Carolin Nägele
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