Hass und Hetze im Netz: Die perfiden Strategien der Rechtsextremen auf Social Media

Mit dem Prozessauftakt im Juli gegen Neonazi und Attentäter Stephan Balliet, der im vergangenen Jahr einen rechtsterroristisch motivierten Anschlag auf die Gläubigen einer Synagoge in Halle verübte, wird in den Medien und der Öffentlichkeit erneut der Diskurs über die Verbreitung von Rechtsextremismus im Internet angestoßen. Die medialen Kommunikationsstrategien der Rechtsextremen werden immer perfider und verlagern sich nach und nach in die dunklen Sphären von Onlineplattformen und Messengerdiensten wie Telegram, Facebook und YouTube. Ida Bandemer hat sich die jugendschutz.net-Studie Rechtsextremismus im Netz mal genauer angesehen und geht auf die Facetten der rechtsextremen Online-Subkultur und ihre Kommunikationswege ein und gibt einige Hinweise, was Eltern bei der Aufklärung ihrer Kinder zu rechter Propaganda im Internet beachten, wieder. Weiterlesen ...

Früh übt sich …

Kinder, Smartphones und das fehlende Bewusstsein für riskante Inhalte
Ein Leben ohne Smartphone ist in unserer heutigen Gesellschaft kaum vorstellbar. Diese Philosophie hat sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen etabliert. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2019 waren bei den Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren rund 95 Prozent im Besitz eines Smartphones oder Handys. Nun hat sich in den letzten Jahren ein besorgniserregender Trend unter Kindern und Jugendlichen entwickelt. Es befinden sich immer mehr Videos mit illegalen Inhalten wie Pornografie, Rassismus oder Gewalt auf den Smartphones der Kinder und Jugendlichen, ohne dass sich die Besitzenden darüber im Klaren sind, was sie dort zu Gesicht bekommen.
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Antisemitismus im Netz

Wo beginnen die Grenzen der Meinungsfreiheit?
Im Internet kursieren immer wieder problematische Inhalte, die Hass und Vorurteile gegenüber verschiedenen Religionen schüren. Im heutigen Blogpost hat Lea Gangloff einen Blick auf die neuesten Erkenntnisse des Report: Antisemitismus online 2.0 von jugendschutz.net geworfen. Dabei zu lesen: Was ist (antisemitische) Hate Speech und wo beginnen die Grenzen der Meinungsfreiheit im Netz?
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„Fresse auf den Bordstein – sofort!“

Auch gut 20 Jahre nach der Entstehung lässt sich über den Film American History X trefflich diskutieren.
Denn er hat nichts an seiner Strahlkraft eingebüßt. Im Gegenteil, die dort verhandelten Themen scheinen aktueller denn je: Fremdenfeindlichkeit, empfundene Ungleichbehandlung, mangelnde Perspektiven und eine nicht enden wollende Spirale der Gewalt, die sich immer spontaner und „grundloser“ Bahn bricht, wie die vielen U-Bahn-Attacken und hasserfüllten Auseinandersetzungen bei Demonstrationen und Fußballspielen zeigen. Seinerzeit viel diskutiert wurde insbesondere die sogenannte „Bordsteinkick“-Szene, in der einem Afroamerikaner durch den charismatischen Neonazi Derek das Genick gebrochen wird. Aufgrund „veränderter Zeitumstände“ lag der Film der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) zunächst in der integralen Fassung für eine Ausstrahlung im Hauptabendprogramm vor, was jedoch vom FSF-Prüfausschuss mehrheitlich abgelehnt wurde.
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„Facebook, wir müssen mal reden …“

Als Foren rassistischer Hetze werden soziale Netzwerke wie Facebook immer häufiger missbraucht. Gründe werden u.a. gesehen in der Möglichkeit, auf diesen Verbreitungswegen mit geringen Mitteln ein Massenpublikum multimedial zu erreichen. Im Fokus wachsender Kritik steht neben rechtsextremen Nutzern auch Facebook selbst. Trotz entsprechender Hinweise verblieben beanstandete Kommentare unangetastet im Internet. Vor Kurzem trafen sich Bundesjustizminister Heiko Maas und Facebooks Stellvertreter für Europa, Richard Allan, zum Gespräch. Weiterlesen ...