Vereinsamen wir durch Netflix und Co?

So schön es ist, Serien und Filme über Streamingportale, wann und wo immer man möchte, zu schauen – meist ist man dabei allein. Früher sah man noch jeden Tag eine Folge GZSZ im Fernsehen, um sich am nächsten Tag auf dem Schulhof darüber auszutauschen. Heute twittern und snapchatten wir über Bachelor, GNTM und Co. Bisher überlassen die Fernsehsender den bereits etablierten sozialen Netzwerken das virtuelle Gemeinschaftserlebnis. Weiterlesen ...

Wenn Horror in Serie geht

Ob es Ihnen passt oder nicht, Halloween hat mittlerweile auch bei uns eine Relevanz erreicht, die es beinahe unmöglich macht, sich dem komplett zu entziehen. Daher versuche ich es gar nicht erst, sondern stürze mich gleich in die Thematik und stelle Ihnen eine unvollständige Liste an aktuellen Horrorserien vor, mit denen Sie sich vor „Süßem oder Saurem“ verkriechen können. Weiterlesen ...

Serienmüdigkeit

In den letzten Jahren umgab das Fernsehen und seine Streaming-Äquivalente eine regelrechte Goldgräberstimmung. Kritiker und Zuschauer kriegten sich nicht wieder ein in Bezug auf die bahnbrechende Qualität von TV-Serien. Dieses musste man gesehen haben, jenes war schon absoluter Kult und das hier würde der nächste große Hit (oder auch nicht). Doch inzwischen mischen sich auch andere Töne in die Begeisterung. Weiterlesen ...

Das neue Genre der Langeweile

Gerade Streaming-Plattformen haben mit ihrer Veröffentlichungspraxis sowohl die Produktionsweisen von Serien als auch unsere Sehgewohnheiten stark verändert. Wenn über diese Entwicklungen gesprochen wird, so wird häufig gesagt, dass es sich bei der Veröffentlichung einer kompletten Serienstaffel am Stück nicht mehr um eine Serie handelt, sondern um einen 13-stündigen Film. Doch was bedeutet es genau, einen solchen Film zu drehen? Es bedeutet, dass die gesamte dramaturgische Struktur der Erzählung auf 13 Stunden ausgelegt ist. Es bedeutet: ca. 3 Stunden Exposition, etwa 6 Stunden Mittelteil, ungefähr 4 Stunden Finale. Es bedeutet, dass der erzählerische Bogen einzelner Folgen völlig außer Acht gelassen wird. Und es bedeutet, dass ich mich in letzter Zeit viel gelangweilt habe. Weiterlesen ...

„All in the game yo, all in the game“ – Soziologische Kriminalunterhaltung in The Wire

Bei The Wire kamen der Vergleich zwischen Serien und Gesellschaftsromanen und die Behauptung auf, Serien böten das bessere, das innovativere Erzählen. Kolumnist Joe Klein äußerte sogar die seither viel zitierte Einschätzung, The Wire habe einen Literaturnobelpreis verdient. Tatsächlich funktioniert diese Serie wie ein Gesellschaftsroman. Zum Ende der 5. Staffel The Wire auf Sky Atlantic HD widmet Sonja Hartl ihrer Lieblingsserie diesen Beitrag. Weiterlesen ...