Achtsam in digitalen Medien!

Wie kann entschleunigte Mediennutzung in der Familie funktionieren?
Jonas ist zehn und geht in die 5. Klasse. Seit er in der WhatsApp-Gruppe seiner Schulklasse ist, kriegt er abends schwer die Augen zu. Hausaufgaben machen dauert viel länger als sonst, denn ständig flattern Fragen oder unsinnige Sprüche in die Gruppe. So viele Nachrichten gehen ein, dass es ihm schwerfällt, überhaupt mal an was anderes zu denken. Ihn hat die sogenannte Sofortness gepackt.
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Die Flüchtigkeit von Silvester

Seit WhatsApp, Facebook und Co. beim Essen im Restaurant, auf Konzerten, eigentlich egal wo, nicht fehlen dürfen, ist es ist jedes Jahr das selbe (Trauer-)Spiel: Es ist der 01. Januar 2018, 00:01 Uhr oder etwas später. Es wurde angestoßen, laut ein frohes neues Jahr gewünscht und zack! haben fast alle ihr Handy vor der Nase. Es mutet fast wie ein Wettrennen an: Alle wollen zuerst die Wünsche fürs neue Jahr in die Welt simsen, whatsappen, twittern, facebooken, snapchatten. Passend dazu wird ein bereits vorab ausgesuchtes dämlich-albernes Bild mit Sinnspruch oder aber ein super spontanes, natürlich völlig ungestelltes Foto verbreitet. Dass das Netz regelmäßig zusammenbricht, weil sich alle zur selben Zeit mitteilen wollen, wird ausgiebig verflucht, ist aber kein Hinderungsgrund sich jedes Jahr aufs Neue darüber zu echauffieren. Weiterlesen ...

WhatsApp auf dem Handy – bitte zum Wohle der Kinder deinstallieren!!

Die Eltern zweier Töchter, 10- und 15-jährig, müssen sich vor dem Amtsgericht Herford verantworten. Der Vorwurf – Gefährdung des Kindeswohls durch die unbeaufsichtigte Nutzung der internetbasierten Messenger-App WhatsApp. Zum Sachverhalt: Die beiden Mädchen wachsen nach der Trennung der Eltern bei ihrem Vater auf. Die ältere Tochter S. fiel spätestens seit dem Alter von 3 Jahren durch eine Entwicklungsstörung mit besonderen Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung und in der Motorik auf. Dieses bedingte diverse ärztliche Untersuchungen und auch Klinikaufenthalte. Nach wie vor bedarf S. therapeutischer Hilfe. Der Vater besuchte im Zuge dieser Behandlungen mal mit einer oder beiden Töchtern einen alten Schulfreund. Dieser fing im Juni 2015 an, der älteren Tochter sogenannte Sexting-Nachrichten via WhatsApp zu schicken. Weiterlesen ...

Der Freund von Laura

Kürzlich fragte mich Julia*, die 12-jährige Tochter einer Freundin, ob ihre Freundin Laura einen neuen Freund habe, denn sie erhielt eine WhatsApp vom „Freund von Laura“. Ich konnte die Frage sofort verneinen, da ich wusste, dass Laura keinen Freund hat. Nun erklärte ich Julia, dass es sich bei der Anfrage um einen unseriösen Versuch der Kontaktaufnahme mit ihr handele, indem sich jemand als Freund von „einem möglichst verbreiteten Mädchennamen“ ausgibt – und sie niemals darauf reagieren solle. Solche oder ähnliche Vorgänge werden als Cybergrooming bezeichnet. Täter erschleichen sich über diesen Weg das Vertrauen ahnungsloser Minderjähriger und erpressen diese schließlich. Weiterlesen ...

Faxit – der Ausstieg aus der Privatsphäre

„Wenn die Zusammenarbeit mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, hätten wir es nicht getan. Stattdessen streben wir eine Partnerschaft an, die es uns erlaubt, weiterhin unabhängig und autonom zu operieren.“ Dies sind die Worte von Jan Koum, einem der WhatsApp-Gründer, vom 14. März 2014 als Antwort auf die Übernahme von WhatsApp durch Facebook. Und weil schon damals viel über den Verlust der Privatsphäre und den Austausch von Daten hinsichtlich der Übernahme spekuliert wurde, ergänzte er: „Der Respekt für deine Privatsphäre ist in unseren Genen und wir haben WhatsApp um das zentrale Prinzip, so wenig wie möglich von dir zu wissen, aufgebaut.“ Dies beinhalte das Unwissen über E-Mail-Adresse, GPS-Daten, Namen, Suchmaschineneingaben und anderer privater Daten. Der Eintrag ist rührend geschrieben, wirkt ehrlich und ist mit einer persönlichen Anekdote untermalt ... Weiterlesen ...