Archiv für Lieblingsserie

Winter is coming (again)

Die fünfte Staffel von Game of Thrones – dem von HBO produzierten Fantasy-Serienhit basierend auf den Büchern von George R.R. Martin – ist ab dem 12. Februar, 20.15 Uhr, endlich auch im Free-TV bei RTL II zu sehen. Doch bevor der epische Vorspann wieder über unsere Bildschirme flimmert, nutzen wir die Zeit, die vergangenen vier Staffeln noch einmal Revue passieren zu lassen. Weiterlesen

12. Februar 2016 von Fabrice Laroche
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„All in the game yo, all in the game“ – Soziologische Kriminalunterhaltung in The Wire

Bei The Wire kamen der Vergleich zwischen Serien und Gesellschaftsromanen und die Behauptung auf, Serien böten das bessere, das innovativere Erzählen. Kolumnist Joe Klein äußerte sogar die seither viel zitierte Einschätzung, The Wire habe einen Literaturnobelpreis verdient. Tatsächlich funktioniert diese Serie wie ein Gesellschaftsroman. Zum Ende der 5. Staffel The Wire auf Sky Atlantic HD widmet Sonja Hartl ihrer Lieblingsserie diesen Beitrag. Weiterlesen

20. Januar 2016 von Sonja Hartl
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Der Vorhang zu und alle Fragen offen?

Die finale Staffel Mad Men bot noch einmal alles auf, was diese Serie so groß gemacht hat: Die Zweideutigkeit ihrer Hauptfigur, die sie von A wie Anziehungskraft bis Z wie Zerrissenheit ein letztes Mal durchdeklinierte; alle Figuren, die Dons Leben oder das Leben derer, die um ihn herum kreisten, beeinflusst haben und ein prägendes historisches Ereignis – die Mondlandung – das wieder in diversen Wohnzimmern als Mikrokosmos der US-Gesellschaft der damaligen Zeit stattfand. Sie bot Einblicke in das berufliche Leben von Frauen, die einen in kalter Wut zurückließen, und sie war voll von Blicken in die Vergangenheit und Meditationen über die Zukunft. Weiterlesen

20. Mai 2015 von Katja Dallmann
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Unser Anspruch auf Nichts

Zwei Staffeln lang haben die Underwoods in House of Cards sich durch die Manege/Arena der Staatspolitik bewegt, ihrer Spielwiese für Erwachsene. Die Daumenschrauben wurden überall dort angelegt, wo es nötig schien und die Eisenstangen gebogen, als wäre es Stroh. Bis hin zu jenem glorreichen Augenblick als Reichspafel, Zepter und Hermelin in die rechtmäßigen Hände gegeben werden. Francis Joseph „Frank“ Underwood ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Er hat den Ritterschlag erhalten, den er sich so sehr ersehnt hat. Nicht zwingend mit den lauteren Mitteln des Fair Play, aber wann haben die Regeln des Spiels die Underwoods jemals aufgehalten? Sind Regeln nicht schließlich dazu da, gebrochen zu werden? Weiterlesen

05. Mai 2015 von Tabea Dunemann
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Lassen wir doch Gras drüber wachsen, …

über meine Vagina.

…, sagt Hannah Horvath in Girls. Es muss sicher noch eine Menge Gras über Vaginen und Penisse wachsen, bevor eine Serie wie Girls in Deutschland produziert oder auch nur zu einem vernünftigen Zeitpunkt – nämlich zur besten Sendezeit – im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wird. In Girls ist keine Peinlichkeit zu peinlich, passiert immer unausweichlich das Schlimmste – und ist dann irgendwie doch nicht so schlimm. Der Weg zum Erwachsensein ist das Ziel und das Glück ist nicht genormt.

Girls Staffel 1 und 2. Weiterlesen

06. Januar 2015 von Uli Wohlers
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Die Endzeit hat schon lange begonnen

Die Brücke – Transit in den Tod.

Staffel 1.

Die Endzeit hat schon lange begonnen. Es braucht keinen Atomschlag, keine Zombies und keine Massenseuche. Es reicht, dass wir so sind, wie wir sind. Es braucht nur noch einen ewigen Winter, ein paar Mörder und jede Menge Beton. Künstliches Gestein, das ausreicht, um eine alpine Nordwand zu gießen – oder eine gigantische Brücke zu bauen. Eine Brücke, die zwei Städte in eine Region verwandelt. Die Öresundregion: ein Niemandsland, das sich zwischen den Städten Kopenhagen und Malmö erstreckt und vorher durch das Meer getrennt waren. Planierte Savannen, Fabriken und Bau-Erwartungsland. Wie Gespenster werden die alten Wahrzeichen der Städte manchmal eingeblendet. Die kleine Meerjungfrau im neongelben Meer und eine bläuliche Windmühle, von toten Zweigen eingerahmt. Weiterlesen

06. Oktober 2014 von Uli Wohlers
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Liebesgrüße aus Moskau

Teil II. The Americans ist die zurzeit wohl komplexeste Serie, die es zu sehen gibt und das, obwohl sie in einem Jahrzehnt spielt, in der die Gut-und-Böse-Rhetorik Hochkonjunktur hatte. Gestern erschien bereits Teil I des Beitrags Liebesgrüße aus Moskau. Heute die Fortsetzung.

Wer sind DIE titularen Amerikaner aus dem Serientitel? Sind es die Jennings, die fast amerikanischer als die Amerikaner selbst sind, weil sie es sein müssen in ihrem Simulakrum von Leben? Oder ist es die Familie von gegenüber, die, wie es der Zufall so will, die Familie des FBI-Agenten Stan Beeman (Noah Emmerich) ist. Dieser glaubt ebenfalls, die Bösen zu jagen und die Welt zu verbessern. Im Gegensatz zur Kluft zwischen ihm und seiner Frau, die durch seine Arbeit hervorgerufen wird, entwickelt sich zwischen ihm und seiner Informantin, der KGB-Agentin Nina Sergeevna (Annet Mahendru), eine sehr natürlich scheinende emotionale Verbindung, die gerade darauf basiert, dass sie quasi denselben Job haben. Weiterlesen

19. Juni 2014 von Katja Dallmann
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