Archiv für Babylon Berlin

Reisen in Story-Welten

Die Berlinale Series Sektion wertet die Leistung der Drehbuchautoren auf.

Es ist eine feine Sektion, die seit drei Jahren die Berlinale ergänzt und die Zeichen der Zeit erkannt hat. Sie schenkt der filmischen Erzählform ein öffentliches Forum, der die Zukunft gehört. Horizontale Erzählweise, ambivalente Charaktere, Komplexität und Experimente in Inszenierung und Gestaltung, das sind die Zauberworte der sogenannten Qualitätsserien, die eine grenzenlose Vielfalt an erzählerischen Möglichkeiten eröffnen. Serien sind die Romane der Gegenwart, nichts ist in diesem Format unmöglich, das dem geneigten Zuschauer über einen längeren Zeitraum Reisen in neue und fremde Serienwelten gestattet. Die Serienmacher danken es der Berlinale, ihre Werke vor einem großen Publikum im festlichen Rahmen sehen zu können, indem sie alle – wirklich alle – zu den Vorführungen kommen. Produzenten, Regisseure, Headautoren, auch genannt Creator oder Showrunner, der Hauptcast, Kameramänner und weitere Filmgewerke – sie alle sind da und verleihen der Sektion nicht nur eine gute Portion Glamour, sondern auch die knisternde Aufregung einer ganz besonderen Weltpremiere. Weiterlesen

27. Februar 2018 von Christiane Radeke
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Der deutsche Fernsehpreis 2018: Serien als große Gewinner

Am Freitagabend wurde in Köln der Deutsche Fernsehpreis 2018 verliehen. Der von ARD, RTL, SAT.1 und ZDF gestiftete Preis zeichnet Programme aus Fiktion, Unterhaltung, Information und Sport in über 20 Kategorien aus. 2017 war das „Jahr der Serien“. Das traditionelle Fernsehen hatte das Nachsehen, der Fernsehpreis widmete sich ganz dem herrschenden Serienfieber. Neben Babylon Berlin, 4 Blocks und Das Verschwinden gehörten auch zahlreiche weitere Serien und TV-Mehrteiler zu den Nominierten. Weiterlesen

29. Januar 2018 von Laura Keller
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Ein letztes Aufbäumen

Wer schläft, verpasst das Wachsein und wird nicht mehr Zeuge der Zeit. Der radikale Wandel zieht einen tornadoartigen Kreis über die Weimarer Republik und mitten in seinem Auge sitzt Berlin. Es ist das Ende der Goldenen Zwanzigerjahre des 19. Jahrhunderts, und während in der Metropole Ökonomie, Kultur, Politik und Unterwelt sich diesen Entwicklungen noch zu widersetzen versuchen, so befinden sie sich doch bereits mittendrin. Babylon Berlin schiebt seine Charaktere über dieses Spielbrett aus Armut, Verzweiflung und hemmungslosem Exzess. Weiterlesen

17. Oktober 2017 von Tabea Dunemann
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Die Sache mit dem Pay-TV

Als Kind gab es bei meinen Eltern drei Fernsehsender, Fernsehen war scheinbar kostenlos. Dann kamen irgendwann RTL und Sat.1 dazu, es folgten nach und nach immer mehr Sender und ich lernte, dass dies die Privatsender seien und sich mit Werbung finanzierten. Auf die Idee, abgesehen von der GEZ, noch zusätzlich Geld fürs Fernsehen zu bezahlen, kam ich lange Zeit nicht, obwohl der Gang zur Videothek für mich sehr früh erstaunlich selbstverständlich war. Aber das war Film und damit als Teenagerin (meine Mutter fuhr mich und ging mit mir in die Videothek) etwas anderes. Seither hat sich da aber einiges geändert. Weiterlesen

23. Juni 2017 von Sonja Hartl
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