Ist Jugendschutz noch ein zeitgemäßes Verfassungsziel?

Im Gespräch mit Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, erläutert Prof. Joachim von Gottberg, Geschäftsführer der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF), warum auch in Zeiten von digitalen Assistenten, Streaming-Diensten und zahlreichen On-Demand Services der Jugendschutz im Fernsehen ein zeitgemäßes Verfassungsziel ist im Hinblick auf die Qualitätssicherung von Informationen und Entertainment. Weiterlesen ...

Bots

Der Begriff „Bot“ ist eine Verkürzung von „Robot“. Er stammt vom tschechischen Künstler Josef Čapek, dessen Bruder Karel ihn erstmals 1920 im Theaterstück R.U.R. – Rossums Universal Robots verwendet hat. Varianten des Wortes im slawischen Sprachraum bedeuten „Arbeit“ oder „Zwangsarbeit“. In Karel Čapeks Drama sind Roboter künstliche Menschen, die der Menschheit eigentlich die Arbeit abnehmen sollen, sie letztendlich aber vernichten. Begriffliche Ausdifferenzierung sorgte später dafür, dass wir heute zwischen Androiden (Robotern, die äußerlich Menschen exakt gleichen), humanoiden Robotern (menschenähnlich) und anderen unterscheiden. Weiterlesen ...

Die Flüchtigkeit von Silvester

Seit WhatsApp, Facebook und Co. beim Essen im Restaurant, auf Konzerten, eigentlich egal wo, nicht fehlen dürfen, ist es ist jedes Jahr das selbe (Trauer-)Spiel: Es ist der 01. Januar 2018, 00:01 Uhr oder etwas später. Es wurde angestoßen, laut ein frohes neues Jahr gewünscht und zack! haben fast alle ihr Handy vor der Nase. Es mutet fast wie ein Wettrennen an: Alle wollen zuerst die Wünsche fürs neue Jahr in die Welt simsen, whatsappen, twittern, facebooken, snapchatten. Passend dazu wird ein bereits vorab ausgesuchtes dämlich-albernes Bild mit Sinnspruch oder aber ein super spontanes, natürlich völlig ungestelltes Foto verbreitet. Dass das Netz regelmäßig zusammenbricht, weil sich alle zur selben Zeit mitteilen wollen, wird ausgiebig verflucht, ist aber kein Hinderungsgrund sich jedes Jahr aufs Neue darüber zu echauffieren. Weiterlesen ...

Analog trifft digital

Bücher werden heute nicht nur gelesen – sie werden auch zunehmend online besprochen. Gemeint sind dabei nicht die zweizeiligen Kundenmeinungen auf Amazon, sondern der Austausch über Literatur auf verschiedenen Plattformen im Netz, die alle dasselbe eint: die Liebe zum Buch. Mit der Digitalisierung und den eBooks wurde dem gedruckten Buch schon vor Jahren ein harter Kampf prophezeit, doch nach wie vor ist es da – trotz Medienkonkurrenz mit stabilen Zahlen. Zwar werden die obligatorischen Hiobsbotschaften bezüglich des ältesten Mediums immer mal wieder ausgegraben und auch die Buchbranche unterliegt Veränderungen, aber Bibliophile im Internet malen ein anderes Bild. Anlässlich der heute eröffnenden Leipziger Buchmesse nehmen wir mal den digitalen Schauplatz für Bücher ein wenig unter die Lupe. Weiterlesen ...

Fernsehen bleibt die Nr. 1 – KIM Studie 2016

Nachdem in den letzten Jahren durch verschiedene Studien immer wieder der Abgesang des Fernsehens (gerade auch bei Kindern) beschworen wurde, hört man in den letzten Wochen wieder andere Töne. Die KIM-Studie 2016 des mpfs macht zur Veröffentlichung damit auf, Fernsehen sei bei Kindern die Nummer eins. Trotz zunehmender Ausstattung der Haushalte mit digitalen Medien ist das Fernsehen offenbar nicht totzukriegen. Die repräsentative Befragung bei 1.299 Kindern im Alter von 6-13 Jahren ergibt, dass 77% aller Kinder täglich bzw. fast täglich fernsehen – demgegenüber nutzen in gleicher Frequenz nur 10% die Möglichkeit, Videos im Internet (z.B. auf YouTube) zu schauen. Das lineare Fernsehen hat also nach wie vor einen festen Platz im Medienset von Kindern. Weiterlesen ...