Germany‘s Next Topmodel: Kein Verstoß, aber Anlass für gesellschaftliche Debatte

Das Format Germany‘s Next Topmodel (GNTM) steht seit der ersten Sendung am 25. Januar 2006 in der Kritik. Der von Heidi Klum moderierten Modelshow wird immer wieder vorgeworfen, dass sie jungen Mädchen ein übersteigertes Schlankheitsideal vermittele und so Essstörungen befördern könnte. Aufgrund entsprechender Zuschauerbeschwerden stand die Sendung auch wiederholt im Fokus der Medienaufsicht. Ein Verstoß gegen die Jugendschutzbestimmungen wurde seitens der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) indes in keiner der bisher ausgestrahlten Staffeln festgestellt. Weiterlesen ...

Rollenbilder und Geschlechterstereotypen in Musikclips und TV-Shows

Zur FSF-Prüferfortbildung am 21. März 2014 in Berlin. Ausgerechnet jugendaffine Programme vermitteln extrem sexistische Zuschreibungen in Bezug auf das, was Weiblichkeit bzw. Männlichkeit ausmacht. Das belegte die Auswahl an Musikclips, mit der das Thema eröffnet wurde. Die Kulturwissenschaftlerin Sonja Eismann bezog sich in ihrem anschließenden Vortrag auf diese Bilder und bewertete die „übersexualisierte Darstellung von weiblichen Stars“ als hinderlich für die „Selbstermächtigung“ von Mädchen und jungen Frauen. Eismann benannte „gängige Verfahren der Geschlechtermarkierung“, wie z. B. Techniken der Kameraführung, und verwies in ihrer inhaltlichen Analyse auch auf interessante ironische Brechungen. Weiterlesen ...

Prüferfortbildung: Rollenbilder und Geschlechterstereotypen in Musikclips und TV-Shows

Das Programm zur FSF-Prüferfortbildung am 21. März 2014. Es gibt heute – zumindest theoretisch – nichts mehr, was Frauen und Mädchen nicht werden können und was Männer und Jungen nicht tun dürfen. Trotzdem werden medial vielfach Geschlechterklischees inszeniert, wobei Mädchen nach wie vor weitaus stärker auf ihr Geschlecht festgelegt und durch sexistische Zuschreibungen und Zumutungen eingeschränkt sind als Männer und Jungen. Welche Bedeutung haben diese Inszenierungen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Weiterlesen ...

„Werbung ist ein Spiegel der Zeit!“

Über klassische Geschlechterstereotype und neue Rollenbilder in der Werbung. „Sie wissen ja, eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?“ Dieses Zitat stammt aus einer Werbung für Pudding der Marke Dr. Oetker aus den 1950er-/1960er-Jahren. Keine Frage, wer heute diesen Werbespot anschaut, wird sich irgendwo zwischen schallendem Gelächter und Kopfschütteln wiederfinden, so fehl am Platz wirkt das hier offerierte Rollenbild. Aber wie sieht es eigentlich mit den Geschlechterbildern in unserer heutigen Werbewelt aus? Wie haben sich die Bilder von Mann und Frau in der Werbung verändert? Werden noch immer alte Klischees bemüht oder sind sie modernen Rollenbildern gewichen? Dieser Frage ist Dr. Susanne Stark mit Studenten in einer Untersuchung nachgegangen. Barbara Weinert sprach mit ihr über klassische und neue Rollenbilder in der Werbung. Weiterlesen ...